Am 30. Mai 2026 wird es in Gießen richtig spannend! Im Jokus findet der erste Poetry Slam für Kinder unter dem Titel „Wortschatzkiste“ statt. Lars Ruppel, der als Moderator bereits zahlreiche Slam-Veranstaltungen im Jokus und im Stadttheater geleitet hat, kehrt nach vier Jahren Pause zurück und bringt frischen Wind in die heimische Kulturszene. Die Kinder zwischen sechs und 14 Jahren dürfen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitentscheiden, wer das Publikum begeistert und somit den Titel des Siegers verdient.
Der Poetry Slam wird um 14 Uhr beginnen und verspricht eine Dauer von etwa 90 Minuten – inklusive einer kleinen Pause, um den Kopf zu lüften und die Eindrücke sacken zu lassen. Die Teilnahme kostet 15 Euro, und die Tickets sind sowohl online über www.giessen.de und eventfrog.de als auch an der Abendkasse erhältlich. Für Kinder, die vielleicht nicht auf der finanziellen Sonnenseite stehen, hat Lars Ruppel eine besondere Lösung: Er ermutigt dazu, sich direkt an ihn zu wenden, damit kein Kind ausgeschlossen wird. Das ist doch mal ein toller Ansatz!
Ein bunter Nachmittag für kleine Poeten
Auf der Bühne werden bekannte Künstler aus ganz Deutschland stehen, darunter Heidi Wagner aus Berlin, Marsha Richarz aus Leipzig und Jan Bühlbecker aus Herne. Ein weiterer Act wird noch bekannt gegeben – die Vorfreude wächst! Die Regeln sind einfach, aber spannend: Jeder Auftritt hat maximal fünf Minuten Zeit, keine Hilfsmittel sind erlaubt, und die Texte müssen selbst verfasst sein. Langweilige Beiträge haben hier nichts verloren. Die Kinder dürfen als Jury abstimmen, was die Sache besonders aufregend macht, denn ihre Reaktionen sind oft direkt und unberechenbar!
Das Konzept der „Wortschatzkiste“ zielt darauf ab, Kinder und Eltern zu inspirieren und ihnen eine gute Zeit zu bieten. Die Themen, die von den Slam-Poeten behandelt werden, reichen von Ängsten über Träume bis hin zu Politik – alles kindgerecht formuliert. Lars Ruppel, der auch für seine „Poetic Recordings“ bekannt ist, sieht die Wichtigkeit, Kinder früh an Kunst und Kultur heranzuführen. Er glaubt fest daran, dass die Auseinandersetzung mit Gedanken und Emotionen auch in Zeiten der Digitalisierung von Bedeutung bleibt.
Poetry Slam als kreative Methode im Unterricht
Es ist interessant zu beobachten, wie Poetry Slam nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Klassenzimmer als kreative Methode Einzug hält. In Workshops lernen Schüler:innen, mit Sprache zu spielen und eigene Gedanken auszudrücken. Hier geht es nicht nur um das Erstellen von Reimen, sondern auch um Themen wie Familie, Rassismus, Queerness und Mental Health. Das fördert nicht nur die Sprachkompetenz, sondern auch das Selbstbewusstsein. Ein gewisser Mut gehört dazu, wenn man seine Texte vorträgt – und das ist ein Gefühl, das man nicht unterschätzen sollte!
Diese dynamische Form des Ausdrucks bietet Raum für persönliche Themen und ist interdisziplinär einsetzbar. Egal ob im Deutschunterricht oder in Fächern wie Politik und Ethik – Poetry Slam hat seinen Platz gefunden. Das macht das ganze noch spannender, denn es ist eine niedrigschwellige Methode, bei der niemand sofort auf die Bühne muss. Es gibt keine Scheu, auch nicht für jene, die vielleicht etwas zurückhaltender sind. Hier wird jeder ermutigt, seine Stimme zu finden.
Für all diejenigen, die nach dem Slam noch Autogramme von den Poeten ergattern möchten, besteht die Möglichkeit dazu. Ein kleiner, aber feiner Abschluss für einen aufregenden Nachmittag. Ob jung oder alt – die „Wortschatzkiste“ verspricht ein Erlebnis, das die Herzen aller Anwesenden höher schlagen lässt. Also, nicht verpassen!