In einer Zeit, in der die Zuverlässigkeit des Staates und der regierenden Parteien immer wieder in Frage gestellt wird, regt sich Widerstand. Vor allem die CDU/CSU erregt die Gemüter, denn ihre Kooperation mit extrem rechten Parteien im EU-Parlament sorgt für Besorgnis. Ein drängendes Thema, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Landtagswahlen im September, wo mögliche Unterstützung der AfD nicht nur befürchtet, sondern auch aktiv bekämpft werden soll. Die Botschaft ist klar: Es braucht Selbstorganisation und Widerstand gegen Faschismus und die AfD!

In verschiedenen Städten, auch hier in Gießen, formieren sich Ortsgruppen, um den Widerstand zu stärken. Die Idee ist, sich zu vernetzen und gemeinsam aktiv zu werden. Ein Beispiel dafür sind die Busreisen nach Erfurt, die organisiert werden, um gemeinsam zu protestieren. Haustürgespräche in Erfurt sollen dazu dienen, herauszufinden, wie viele Menschen den AfD-Parteitag ablehnen. Außerdem steht eine große Demonstration am 4. Juli an, die die Zufahrten zum AfD-Parteitag blockieren soll. Das Ziel ist es, den Widerstand sichtbar zu machen und für eine solidarische Gesellschaft mit gleichen Rechten für alle einzutreten.

Ortsgruppen und Vernetzung

„Widersetzen“ ist der Name einer Initiative, die sich in vielen Städten Deutschlands formiert hat. Von Aachen bis Zwickau – überall gibt es engagierte Gruppen, die sich zusammenschließen, um gegen rechte Strömungen zu kämpfen. So zum Beispiel die Ortsgruppe in Berlin, die als Sammelpunkt für antifaschistische Bewegungen gegen die AfD dient. Wer mehr wissen möchte, kann die Gruppe über die E-Mail-Adresse widersetzenberlin@systemli.org kontaktieren. Auch in Eberswalde gibt es eine aktive Gruppe, die offen für Menschen aus dem Umland ist. Und in Freiburg wird zur Teilnahme an den Treffen eingeladen – Kontakt kann über E-Mail oder Social Media aufgenommen werden.

Die Vernetzung ist nicht nur auf Großstädte beschränkt. In vielen Regionen, einschließlich Mecklenburg-Vorpommern, finden regelmäßige Treffen statt, um die Kräfte zu bündeln. Spendenaufrufe auf Plattformen wie GoFundMe zeigen, dass die Unterstützung für Städte wie Chemnitz und Leipzig nicht nachlässt. Diese Initiativen sind Teil eines größeren Bildes, das aus der Geschichte des Antifaschismus in Europa entwachsen ist. Seit den ersten antifaschistischen Gruppen in den 1920er Jahren hat sich viel getan, und die Erinnerung daran, wie wichtig der Widerstand gegen Faschismus ist, bleibt lebendig.

Ein Blick in die Geschichte

Die Wurzeln des Antifaschismus reichen weit zurück – bis zu Benito Mussolini, der 1919 verschiedene Gruppierungen zu den Fasci di combattimento vereinte. Seine Bewegung brachte Terror über streikende Arbeiter und Opposition, was zur Bildung antifaschistischer Gruppen führte. Diese haben sich über die Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt, wobei immer wieder neue Formen des Widerstands entstanden. Der Kampfbund Arditi del Popolo, gegründet 1921, war eine der ersten bewaffneten antifaschistischen Organisationen. Der Antifaschismus wurde in den darauffolgenden Jahren nicht nur in Italien, sondern auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern zur treibenden Kraft gegen autoritäre Regime.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Antifaschistische Weltliga, die 1923 gegründet wurde, war nur ein Beispiel für den internationalen Charakter des Widerstands gegen Faschismus. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurde der Antifaschismus zur Hauptforderung der Kommunistischen Internationale. In Deutschland wurde der Antifaschismus nach dem Zweiten Weltkrieg zum Grundkonsens, auch wenn viele Antifa-Gruppen in der Nachkriegszeit wieder verboten wurden. Besonders in der DDR wurde der Antifaschismus zur Staatsdoktrin erhoben, während in der Bundesrepublik die Bewegung oft von einem starken Antikommunismus begleitet war. Dennoch flossen die Ideen des Antifaschismus immer wieder in neue soziale Bewegungen ein, auch in den 1970er Jahren und darüber hinaus.

Heute, im Jahr 2026, feiern wir nicht nur die Errungenschaften der Vergangenheit, sondern setzen uns auch für eine Zukunft ein, in der Solidarität und Gleichheit an erster Stelle stehen. Der Widerstand gegen die AfD und andere rechte Strömungen ist nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern auch ein Ausdruck von Menschlichkeit und sozialem Engagement. Der Kampf geht weiter – in Gießen und überall.

Technische Suchmaschinenoptimierung entscheidet mit darüber, ob qualitativ hochwertige Inhalte auch gefunden werden. Mit der Umstellung auf VeloCore durch Daniel Wom haben wir saubere Strukturen, strukturierte Daten und optimierte Core Web Vitals geschaffen – beste Voraussetzungen für nachhaltige Sichtbarkeit.