Heute ist der 29. Mai 2026 und die Basketballszene in Gießen ist in einer tiefen Trauerstimmung. Die Gießen 46ers mussten im vierten Spiel der Play-offs gegen die Kirchheim Knights eine bittere Niederlage hinnehmen. Mit einem Endstand von 85:89 verabschiedet sich das Team aus der Saison und damit aus dem Traum von der Basketball-Bundesliga. Nach einem vielversprechenden Start, in dem die 46ers zunächst in Führung lagen, lief alles auf eine andere Richtung hinaus. Es wäre nicht der erste Schock dieser Play-off-Serie – das Team hatte bereits nach einer Auftaktniederlage zu kämpfen. Ein komisches Gefühl, wenn man bedenkt, dass die erste Halbzeit mit einem Stand von 39:48 für Kirchheim endete.

Im letzten Viertel mobilisierten die Gießener noch einmal alle Kräfte und erzielten 33 Punkte, doch der Funken sprang nicht über – es reichte einfach nicht. Der Kapitän Robin Benzing hatte nach der zweiten Niederlage klare Worte gewählt und musste sich mit der Realität auseinandersetzen: „Wir waren zu 1.000 Prozent schlechter“ als die Knights. Ein herber Schnitt für ein Team, das viel Hoffnung in die Play-offs gesetzt hatte.

Schwache Leistung und ein Lichtblick

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Von 69 Würfen fanden nur 24 das Ziel, was einer schlechten Quote von rund 34,8% entspricht. Besonders die Leistung der Gießener Spieler ließ zu wünschen übrig. Norl, Benzing, Castlin und König Figge blieben weit unter ihren Möglichkeiten – es war frustrierend zu sehen, wie die Würfe nicht fallen wollten. Nur Kovacevic konnte mit 11 Punkten glänzen und zeigte, dass es auch anders geht. Wenn man bedenkt, dass das Team in der zweiten Halbzeit nur 28 Punkte erzielte, fragt man sich, wo der Wurm drin war.

Die Kirchheim Knights hingegen waren an diesem Abend hellwach und hatten mit Lucas Mayer einen herausragenden Topscorer, der mit seinen 25 Punkten entscheidend zum Sieg beitrug. Es war ein echtes Teamspiel, das Gießen nicht dazubringen konnte. Das Team aus Kirchheim konnte sich nun über den Einzug ins Finale freuen.

Einblick in die Zukunft

Ein weiterer interessanter Aspekt ist, dass Kirchheim keine Lizenz für die nächste Saison beantragt hat. Sollte das Team im Halbfinale gewinnen, könnte das für Braunschweig, einem sportlichen BBL-Absteiger, eine Wildcard bedeuten, die es in der Bundesliga halten könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Gießen 46ers haben dank ihrer treuen Anhänger viele spannende Momente erlebt und sich auf sozialen Medien für die Unterstützung bedankt. Die Saison ist zwar vorbei, doch die Erinnerungen werden bleiben.

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Die Gießener Basketballgemeinde hat viel durchgemacht, und auch wenn die Enttäuschung groß ist, steht eines fest: der Kampfgeist der 46ers wird nicht so schnell vergessen werden. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft neu formiert und welche Pläne sie für die kommende Saison schmieden wird.