Feigenliebe: Tipps für die perfekte Pflege und Bewässerung im Sommergarten
Wenn der Sommer in Gießen Einzug hält, zieht es viele Gartenliebhaber nach draußen, um die eigenen Pflanzen zu hegen und zu pflegen. Besonders die Feigenbäume stehen dabei ganz oben auf der Liste der mediterranen Gewächse. Diese robusten Bäume, die ursprünglich aus Vorderasien und Südosteuropa stammen, sind nicht nur schön anzusehen, sondern liefern auch köstliche Früchte. Und damit wir uns nicht nur an den feinen, süßen Feigen erfreuen, sondern auch an gesunden, kräftigen Bäumen, ist die richtige Bewässerung das A und O.
Harald Thiesz, der Betreiber des Bio-Feigenhofs in Wien, hat sich ausführlich mit den Bedürfnissen dieser Pflanzen beschäftigt und gibt wertvolle Tipps zur Bewässerung. Ein Feigenbaum, sei es im Kübel oder im Freiland, hat spezifische Anforderungen an die Wasserversorgung. Die richtige Wassermenge ist entscheidend für die saftigen Früchte, die wir uns wünschen. Besonders während der heißen Sommermonate ist es wichtig, regelmäßig zu gießen, während in weniger heißen Perioden der Wasserbedarf geringer ist. Ein kleiner, aber feiner Tipp: Bei jedem Liter Wasser, den man gibt, sollten etwa 0,1 Liter (also 100 ml) abfließen, um die Salze auszuwaschen. Das klingt vielleicht simpel, ist aber ein effektiver Weg, um die Gesundheit der Pflanzen zu fördern.
Der Feigenbaum im Kübel
Feigenbäume im Kübel benötigen während der Hitzeperioden eine regelmäßige Wasserversorgung. Gießzeitpunkte sind dabei wichtig: Am besten gießt man morgens, um die Verdunstung zu minimieren. Im Frühling und Herbst ist der Wasserbedarf geringer, und im Winter genügt es, alle drei bis fünf Wochen zu gießen. Achte darauf, dass das Gießwasser möglichst alkalisch und kalkhaltig ist – üblicherweise ist Leitungswasser ideal. Ein weiterer wichtiger Punkt: Staunässe ist ein NO-GO! Das überschüssige Wasser sollte unbedingt aus dem Untersetzer entfernt werden, um Wurzelfäule zu vermeiden.
Die jungen Feigenbäume haben ein tiefes Pfahlwurzel- und ein oberflächliches Wurzelsystem, das ihnen hilft, auch in Zeiten geringerer Wasserverfügbarkeit zu überleben. Sie sind zwar robust, benötigen aber dennoch ausreichend Wasser, um kräftige Triebe und qualitativ hochwertige Früchte zu entwickeln. Ein ausgewachsener Feigenbaum benötigt wöchentlich zwischen 2,5 und 4 cm Wasser, das schließt auch den Niederschlag ein.
Feigen im Garten
<pIm Garten sieht die Bewässerung etwas anders aus. Hier ist eine ausgiebige Intervallbewässerung in trockenen Sommermonaten erforderlich. In den ersten zwei Jahren sollte man die Pflanzen an Trockenphasen gewöhnen, damit die Wurzeln tief wachsen können. Auf sandigen Böden ist es ratsam, ein- bis zweimal pro Woche zu gießen, während lehmige Böden weniger häufig, aber dafür intensiver versorgt werden sollten. Und das Beste: Wenn der Himmel über 15 mm Niederschlag spendet, kann man das Gießen getrost ausfallen lassen.
Die feinen Bäume werden in der Regel bis zu vier Meter hoch und breit. Ein sonniger, geschützter Standort ist das A und O. Ideal ist eine Position an der Südseite eines Hauses oder in einem Innenhof. Der Boden sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein – Staunässe ist der Feind jeder Pflanze. Über das Jahr hinweg ändert sich der Wasserbedarf stark; im Frühling gießen wir alle 10 bis 15 Tage, im Sommer kann das bei extremer Hitze auch alle vier bis fünf Tage der Fall sein. Wenn die Temperaturen sinken, sollte man die Bewässerung schrittweise reduzieren.
Und was ist mit dem Winter? Hier ist es wichtig, die Feigenbäume vor Frost zu schützen, vor allem Kübelpflanzen. Eine gute Drainageschicht aus Kies im Boden ist hilfreich, und im Winter kann eine Mulchschicht aus Laub den Wurzeln zusätzlichen Schutz bieten. Bei frostempfindlichen Sorten wie „Brown Turkey“ oder „Rouge de Bordeaux“ ist besondere Vorsicht geboten.
Feigen pflanzen und pflegen
Feigenbäume sind pflegeleicht, aber trotzdem sollte man ein paar Dinge beachten. Junge Pflanzen benötigen häufigeres Gießen, während etablierte Bäume weniger, dafür intensiver gegossen werden sollten. Ein Rückschnitt im Winter hilft, beschädigte Äste zu entfernen und fördert das Wachstum. Und wenn die ersten Früchte nach drei Jahren erscheinen, ist das ein Grund zur Freude! Die Erntezeit variiert je nach Sorte, aber sie reifen in der Regel von August bis Oktober.
Wenn du also darüber nachdenkst, einen Feigenbaum in deinem Garten oder auf deinem Balkon zu platzieren, dann mach es! Die Freude an diesen köstlichen Früchten und das schöne, mediterrane Flair, das sie in deinen Garten bringen, sind unbezahlbar. Und denk daran: Mit der richtigen Bewässerung und ein bisschen Pflege wird dein Feigenbaum schnell zu einem echten Blickfang.
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