Ein neuer Vorfall sorgt für Aufregung auf der A66 bei Neuhof. Heute Morgen, genauer gesagt um 5:20 Uhr, wurde die Polizei wegen Bruchstücken auf der Fahrbahn alarmiert. Ein Lkw, der offenbar zu hoch war, hat die Tunneldecke beschädigt und dabei Kabel, Trümmer und Glasscherben hinterlassen. Der Tunnel in Richtung Fulda ist deshalb erneut gesperrt. Das ist schon die zweite Sperrung in kurzer Zeit, und ehrlich gesagt, die Autofahrer dürften langsam genug davon haben.

Der Fahrer des Lkw informierte die Polizei, nachdem er in ein Gewerbegebiet abgebogen war. Wie lange die Sperrung andauern wird, ist unklar. Die Polizei prüft derzeit, was genau von der Decke gefallen ist und ob sichere Teile wie Brandmeldeanlagen oder die Tunnelbelüftung betroffen sind. Falls ja, könnte sich die Sperrung sogar verlängern. Eine Umleitung über die U47 wurde ab Neuhof-Süd eingerichtet, aber das hilft nur bedingt, wenn man sich den Stau anschaut, der am frühen Morgen bereits zwei Kilometer lang war.

Wiederholte Probleme

Komischerweise war der Tunnel erst am Montag wegen eines Fahrzeugbrandes in Richtung Frankfurt stundenlang gesperrt. Der Brand ereignete sich am 10. Mai und zog eine umfangreiche Reparatur nach sich. Der Rauch zog damals durch den Tunnel und sorgte für einen großen Aufruhr. Vor den Reparaturen war im Tunnel nur Tempo 40 erlaubt, was natürlich auch nicht gerade zu einem zügigen Vorankommen beiträgt.

Die Sicherheitslage in deutschen Tunneln ist ein Thema, das nie ganz aus der Diskussion kommen wird. Nach den Brandunfällen in Alpentunneln um die Jahrtausendwende hat das Bundesministerium für Verkehr die Sicherheitsanforderungen überprüft. Das Ergebnis sind neue Maßnahmen, die den Sicherheitsstandard in deutschen Tunneln deutlich erhöhen sollen. Klar, dass auch die bestehenden Tunnel an diese neuen Regelungen angepasst werden. Es ist ja nicht nur wichtig, dass die Technik funktioniert, sondern auch, dass die Tunnelnutzer wissen, wie sie sich im Notfall verhalten sollen.

Was nun?

In dieser Hinsicht gibt es ein Faltblatt mit dem Titel „Sicher durch #mehrAchtung im Tunnel“, das über verschiedene Sicherheitseinrichtungen informiert. Es zeigt auf, welche Maßnahmen ergriffen wurden und wie man sich im Fall der Fälle verhalten sollte. Es ist immer gut, vorbereitet zu sein – auch wenn man es nicht möchte, dass einem solche Situationen begegnen. Die Sicherheitsmaßnahmen in deutschen Tunneln übertreffen viele Mindestanforderungen und sind im internationalen Vergleich recht hoch. Aber das hilft wenig, wenn immer wieder neue Probleme auftauchen.

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Das Ministerium und die Polizei arbeiten hart daran, die Sicherheit im Tunnel zu gewährleisten. Aber wie sagt man so schön? Sicherheit ist ein Prozess, kein einmaliges Ereignis. Vielleicht wird es ja bald besser, und wir können uns auf der A66 wieder entspannt zurücklehnen – ohne Angst vor weiteren Sperrungen.