Die Autobahn A66 zwischen Fulda und Schlüchtern in Hessen macht zurzeit von sich reden – und das nicht gerade im positiven Sinne. Von Ende Mai bis Anfang September laufen hier umfangreiche Sanierungsarbeiten, die nicht nur den Verkehr auf der beliebten Strecke beeinträchtigen, sondern auch ordentlich ins Geld gehen. Ganze 4,2 Millionen Euro fließen in die Erneuerung der Fahrbahndecke zwischen Neuhof-Süd und Schlüchtern-Nord. Das klingt nach einer Menge Asphalt!
Die Gründe für die umfangreichen Maßnahmen sind die schon länger sichtbaren Fahrbahnschäden, die man nicht länger ignorieren kann. Um tiefere Schäden im Straßenoberbau zu vermeiden, sind Sperrungen und Umleitungen unumgänglich. So bleibt die Auf- und Ausfahrt der Anschlussstelle Schlüchtern-Süd in Richtung Frankfurt vom 23. Mai bis 10. Juni komplett dicht. Die Umleitungen, die für die betroffenen Autofahrer eingerichtet wurden, führen über die L3292 und L3329 zur Anschlussstelle Schlüchtern-Süd. Wer in der Gegenrichtung unterwegs ist, muss sich ebenfalls umstellen und die Umleitung über die L3329 und L3195 zur AS Steinau an der Straße nehmen. Das ist schon ziemlich nervig für alle Pendler und Reisenden!
Fahrbahnerneuerung und Verkehrsführung
Doch das ist erst der Anfang! Vom 10. Juni bis 3. September wird die Fahrbahn auf etwa vier Kilometern zwischen Neuhof-Süd und Schlüchtern-Nord erneuert. Dabei wird nicht nur die Asphaltdeckschicht abgetragen und neu hergestellt – auch die schadhaften Straßenabläufe und das Bankett werden erneuert. Um den Verkehr dennoch aufrechtzuerhalten, wird eine „3+1“-Verkehrsführung eingerichtet. Das bedeutet, dass ein Fahrstreifen auf die Gegenfahrbahn verlegt wird. Man fragt sich, wie das in der Praxis funktionieren soll – hoffentlich gut!
Aber das ist noch nicht alles! An der Anschlussstelle Flieden wird die Auffahrt Richtung Frankfurt ebenfalls vom 10. Juni bis 3. September aus Sicherheitsgründen gesperrt. Und wer denkt, das wäre das Ende der Sperrungen, hat sich getäuscht. Vom 3. bis 24. Juli sind sowohl die Ausfahrt Richtung Frankfurt als auch die Ausfahrt von der Richtungsfahrbahn Frankfurt gesperrt, gefolgt von einer weiteren Vollsperrung der Auf- und Ausfahrten der Richtungsfahrbahn Fulda vom 25. Juli bis 14. August. Hier können sich die Autofahrer auf eine Umleitung über die L3372, L3141 und weiter über K163 zur AS Neuhof-Süd einstellen.
Schäden und Herausforderungen
Ein weiterer kleiner Dämpfer kam am 20. Mai, als ein Lkw im Neuhofer A66-Tunnel teure Technik beschädigte – die Reparaturkosten belaufen sich auf etwa eine Million Euro. Die Sperrung der Röhre Richtung Fulda wurde zwar am 21. Mai aufgehoben, dennoch sind die Reparaturen so aufwendig, dass sie weiterhin nächtliche Sperrungen über mehrere Wochen erfordern. Irgendwie wird der A66 momentan ganz schön viel abverlangt.
Hessen Mobil, die Institution hinter diesen Arbeiten, betreut stolze 15.200 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen und investiert jährlich über 320 Millionen Euro in die Sanierung sowie den Neu-, Um- und Ausbau des Basisnetzes. Die Verantwortung für die Autobahnen seit 2021 liegt bei der Autobahn GmbH, während Hessen Mobil sich weiterhin um die vielen Brücken, Tunnel und Radwege kümmert. Manchmal fragt man sich: Wie viele Baustellen verträgt ein Bundesland eigentlich?
Für alle, die mehr über aktuelle und zukünftige Projekte erfahren möchten, sind die Regionalbüros eine gute Anlaufstelle. Dort gibt es Informationen nach Regionen sortiert, und auch Anfragen über den Bürgerservice sind möglich. Denn auch wenn die aktuellen Umleitungen lästig sind, letztlich wird die A66 bald wieder in neuem Glanz erstrahlen und sicherer für alle Verkehrsteilnehmer sein.