In der Stadt der Wissenschaft, Darmstadt, gibt es einen Mann, der die Geheimnisse der Kommunikation entschlüsselt – Professor Ingo Hamm. An der Hochschule Darmstadt lehrt er Wirtschaftspsychologie und hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Kommunikationsstrategien zu optimieren, insbesondere im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Sein Buch „Abenteuer: Kommunikation! Miteinander reden in der KI-Realität“, das im Mai 2026 im Murmann-Verlag erschienen ist, bietet spannende Einblicke in die Herausforderungen und Möglichkeiten der Kommunikation zwischen Mensch und Maschine. Es kostet 25 Euro, das E-Book gibt’s für 22,99 Euro.

Hamm hat eine interessante Perspektive auf die frustrierenden Ergebnisse, die viele bei der Interaktion mit KI erleben. Er ist überzeugt, dass diese Probleme weniger technischer Natur sind, sondern vielmehr auf Kommunikationsschwierigkeiten zurückzuführen sind. Gute Kommunikation ist der Schlüssel, um sowohl mit Menschen als auch mit KIs erfolgreich umzugehen. „Prompting“ nennt sich die Kunst, einer KI die richtigen Anweisungen zu geben – und die ist gar nicht so einfach, wie es zunächst scheint. Der Kontext, in dem Informationen gegeben werden, spielt eine entscheidende Rolle. Oft wird vergessen, dass zu viel Input die Ergebnisse sogar verschlechtern kann. Weniger ist manchmal mehr!

Die Kunst des Promptings

Die Art und Weise, wie wir mit KIs kommunizieren, spiegelt oft unsere menschlichen Kommunikationsmuster wider. Ironischerweise sind Menschen häufig ungenauer in ihren Anweisungen, während KI präzise Informationen benötigt. Eine Studie der Oregon State University hat gezeigt, dass Studierende, die klare Anleitungen zur Nutzung von KI erhielten, deutlich bessere Ergebnisse erzielten. Grundsätzlich lassen sich drei Prinzipien für effektive Kommunikation festhalten: Kontext, Klarheit und Vollständigkeit. Je klarer wir unsere Gedanken sortieren, desto einfacher wird es, ein gemeinsames Ziel zu definieren.

Hamm betont, dass sachliche Kommunikation oft vernachlässigt wird und dass eine Kultur gefördert werden sollte, in der Mitarbeitende Rückfragen stellen können. Das ist nicht nur wichtig für die interne Kommunikation, sondern auch für den Umgang mit KIs. Ein gutes Prompting kann Missverständnisse vermeiden und die Effizienz steigern. Emotionale Dimensionen, wie Empathie und Kongruenz, sind jedoch etwas, das KIs nicht ersetzen können. Wir Menschen haben die Fähigkeit, emotionale Unterstützung zu bieten – ein unschätzbarer Vorteil in der Kommunikation, den Maschinen nicht nachahmen können.

Der Wandel der Sprachkultur

Und hier wird es spannend: Generative Sprachmodelle wie ChatGPT verändern das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. Sie ermöglichen eine semantisch kohärente und kontextuell flexible Kommunikation, die die Grenze zwischen Werkzeug und Partner auflöst. Nutzer beginnen, in einer sogenannten „Promptlogik“ zu denken, die sich von klassischen Satzstrukturen entfernt. Daraus entstehen neue Sprachgewohnheiten und möglicherweise sogar emergente Sprachformen, die über etablierte Ordnungssysteme hinausgehen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Eine empirische Studie zeigt, dass 112 Heavy AI User über einen Zeitraum von drei Monaten signifikante Veränderungen in ihren sprachlichen Mustern erlebten. Promptverkürzung und Syntaxvereinfachung sind nur einige der Phänomene, die dabei beobachtet wurden. Die Nutzer entwickeln immer mehr personalisierte Ausdrucksformen, die für Außenstehende oft unverständlich sind. Komisch, oder? Diese neue Sprachkultur erfordert von Unternehmen eine strategische Neuausrichtung in ihrer internen Kommunikation und im Marketing, um relevant zu bleiben.

In einer Welt, in der KI unsere Sprache beeinflusst, wird die Fähigkeit zur klaren und empathischen Kommunikation wichtiger denn je. Professor Hamm und seine Erkenntnisse sind nicht nur für Unternehmen von Bedeutung, sondern für uns alle, die wir lernen wollen, besser miteinander zu kommunizieren – ob mit Menschen oder Maschinen. Die Zukunft der Kommunikation ist spannend und herausfordernd zugleich. Was denken Sie, wohin wird uns diese Reise führen?