Darmstadt erforscht den Wunder-Halbleiter CrSBr für neue Speichertechnologien!
Heute ist der 16.09.2025
Datum: 16.09.2025 - Source 1 (https://idw-online.de/de/news858203):
- Datum: 16. September 2025
- Ort: Darmstadt
- Internationales Forschungsteam untersucht den zweidimensionalen, magnetischen Halbleiter Chrom-Sulfid-Bromid (CrSBr).
- Studie veröffentlicht im Fachjournal ACS Nano.
- CrSBr besteht aus vielen, nur einen Nanometer dünnen Schichten, die schwach aneinander haften.
- Jede Schicht verhält sich wie ein kleiner Magnet; Nachbarschichten sind magnetisch entgegengesetzt ausgerichtet.
- Material ist optisch aktiv und reagiert sichtbar auf Licht.
- Experimente bei sehr tiefen Temperaturen (cryogen) zeigen, dass Magnetisierung einzelner Schichten mit Magnetfeldern gezielt verändert werden kann.
- Veränderungen der Magnetisierung beeinflussen die optischen Eigenschaften, die verfolgt und sichtbar gemacht werden können.
- Forschung zielt auf die Entwicklung neuartiger magnetischer Speicherelemente, die sich optisch auslesen lassen.
- Ziel: schnellere und energiesparendere Datenspeicherung.
- Professor Bernhard Urbaszek ist Letztautor der Studie.
- Relevanz der Ergebnisse für Elektronik, Optik und Quantentechnologie.
- Beteiligte Institutionen: TU Darmstadt, University of Chemistry and Technology Prag, National Institute for Materials Science in Tsukuba (Japan).
- TU Darmstadt stellte CrSBr Proben aus großen Kristallen her; Dicke der Proben mit sub-Nanometer Auflösung gemessen.
- Magneto-optische Experimente von Lukas Krelle und Ryan Tan durchgeführt.
- Originalpublikation: "Magnetic Correlation Spectroscopy in CrSBr", verfügbar unter https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsnano.5c05470.
Source 2 (https://pubs.rsc.org/en/content/articlehtml/2023/tc/d3tc01216f):
- **Publication Details**:
- DOI: 10.1039/D3TC01216F
- Journal: J. Mater. Chem. C
- Received: 6th April 2023
- Accepted: 30th May 2023
- First Published: 30th May 2023
- **Study Focus**:
- Investigates interlayer magnetic ordering of CrSBr using ab initio calculations and optical spectroscopy techniques.
- **Key Findings**:
- Photoreflectance measurements reveal direct transitions in CrSBr for the first time.
- Optical measurements correlate with band structure through momentum matrix elements and energy differences for the A-AFM magnetic ground state.
- Significant differences in electronic properties observed between A-AFM and FM interlayer magnetic phases.
- Transition from A-AFM to FM alters band structure, leading to a direct-to-indirect band gap transition and conduction band splitting along the Γ–Z direction.
- Raman measurements show temperature-dependent splitting of in-plane modes B22g/B23g, linked to interlayer magnetic states.
- The B22g mode was not previously observed experimentally.
- Interlayer magnetism is attributed to electronic properties rather than structural changes.
- **Material Characteristics**:
- CrSBr is a ternary chromium chalcogenide halide compound, synthesized 50 years ago, identified as an antiferromagnetic semiconductor with a bulk Néel temperature of 132 ± 1 K.
- Exhibits A-type antiferromagnetic order with ferromagnetic behavior within layers and antiferromagnetic arrangement between layers.
- Band gap in the near-infrared region (1.25 eV to 1.5 eV) with a large magnetic moment (3 μB per Cr atom).
- **Experimental Techniques**:
- Investigated using photoreflectance (PR), optical absorption, photoacoustic spectroscopy (PAS), photoluminescence (PL), and Raman spectroscopy in the 10–300 K temperature range.
- PR experiments utilized a halogen lamp and Si photodiode for signal detection.
- Temperature-dependent optical absorption spectra measured with a tunable light source.
- **Computational Methods**:
- DFT+U calculations performed using VASP, modeling electron-ion interactions with the projector-augmented wave technique.
- PBE exchange-correlation functional employed, with a plane wave basis cut-off of 550 eV and a 12 × 12 × 10 k-point grid.
- Non-collinear magnetism and spin-orbit coupling included in calculations.
- **Results Analysis**:
- PR, absorption, and PL spectra at 20 K show direct optical transitions.
- Temperature dependence of optical transitions indicates a redshift and broadening as temperature increases, with a notable change at the Néel temperature.
- PL intensity increases up to the Néel temperature, suggesting a correlation with antiferromagnetic ordering.
- **Conclusions**:
- Magnetic phase transitions can be observed in optical spectra.
- Changes in electronic properties due to interlayer magnetic ordering are significant, with implications for tuning optical and electronic properties in van der Waals magnets.
- **Acknowledgements**:
- Supported by the National Science Centre, Poland, and various computational facilities.
- **Conflicts of Interest**:
- None declared.
Source 3 (https://de.scienceaq.com/Nanotechnologie/1006130471.html):
- Forschung zu Lichtmanipulation in Nanotechnologie für Bildgebung, Biosensoren und Mobiltelefone.
- Licht ist schwer zu steuern, da es keine Ladung trägt und sich auf der Nanoskala anders verhält.
- Deep Jariwala und Kollegen entdeckten eine magnetische Eigenschaft in antiferromagnetischen Materialien, die Lichtmanipulation im Nanobereich ermöglicht.
- Ergebnisse veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Photonics.
- Zusammenarbeit mit Liang Wu, Huiqin Zhang, Zhuoliang Ni, Christopher Stevens, Joshua Hendrickson, Aofeng Bai und Frank Peiris.
- Fokus auf atomar dünne, zweidimensionale Van-der-Waals-Materialien, insbesondere halbleitende Materialien.
- Antiferromagnete haben Elektronenlinien, die sich in entgegengesetzte Richtungen drehen, was Anziehungs- oder Abstoßungskräfte aufhebt.
- FePS3 (Eisen-Phosphor-Trisulfid) ist ein antiferromagnetischer Halbleiter mit einzigartigen optischen Eigenschaften.
- Externes Magnetfeld kann optische Eigenschaften von FePS3 verändern.
- Konzept der „Magnetophotonik“ wird als wachsendes Forschungsfeld identifiziert.
- Antiferromagnetisches Material kann bei bestimmten Dicken als Hohlraum fungieren, was die Lichtinteraktion verstärkt.
- Hohlraumkonzept erklärt durch die Vorstellung von parallelen Spiegeln, die Lichtreflexionen erzeugen.
- Jariwala betont die Verbindung von magnetischen und optischen Eigenschaften für technologische Anwendungen.
- Lichtmanipulation ist wichtig für technologischen Fortschritt und Materialcharakterisierung.
- Frühere Studie von Liang Wu demonstrierte Mikroskopie zur Abbildung der Spinausrichtung in antiferromagnetischen Halbleitern.
- Nächste Schritte: praktische Umsetzung der Lichtmanipulation durch Magnetismus und Testen magnetophotonischer Schaltkreise.
- Jariwala äußert Begeisterung über die Beobachtungen und die breitere Materialklasse für zukünftige Forschungen.
https://idw-online.de/de/news858203
https://pubs.rsc.org/en/content/articlehtml/2023/tc/d3tc01216f
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Am 16. September 2025 haben Wissenschaftler in Darmstadt spannende Fortschritte in der Nanotechnologie erzielt, indem sie den magnetischen Halbleiter Chrom-Sulfid-Bromid (CrSBr) näher untersucht haben. Diese internationale Forschungsarbeit, an der mehrere renommierte Institutionen beteiligt sind, hat vielversprechende Ergebnisse geliefert, die im Fachjournal ACS Nano veröffentlicht wurden. Forscher der TU Darmstadt und Partner aus Prag und Japan haben gezeigt, wie sich die einzigartigen Eigenschaften dieses Materials nutzen lassen, um die Datenverarbeitung in der Zukunft zu revolutionieren.
CrSBr besteht aus ultradünnen Schichten, die nur einen Nanometer dick sind und magnetische Eigenschaften aufweisen. Jede dieser Schichten verhält sich wie ein kleiner Magnet, wobei sich die magnetischen Ausrichtungen der benachbarten Schichten entgegenstehen. Bei experimentellen Untersuchungen unter sehr tiefen Temperaturen wurden erstaunliche Effekte beobachtet: Die Magnetisierung der Schichten konnte mithilfe von Magnetfeldern gezielt verändert werden. Diese Veränderungen hat man festgehalten, indem man die optischen Eigenschaften des Materials analysiert.
Neue Maßstäbe in der Datenverarbeitung
Ein zentrales Ziel dieser Forschung ist die Entwicklung neuartiger magnetischer Speicherelemente, die sich optisch auslesen lassen, was zu schnelleren und energiesparenderen Methoden der Datenspeicherung führen könnte. Professor Bernhard Urbaszek, der Letztautor der Studie, hebt die Relevanz dieser Ergebnisse für die Elektronik, Optik und insbesondere die Quantentechnologie hervor. Die bisher ungenutzte Kombination der magnetischen und optischen Eigenschaften von CrSBr könnte den Weg für neue Technologien ebnen.
Besonders spannend sind die jüngsten Ergebnisse, die in einer weiteren Veröffentlichung im Journal of Materials Chemistry C zu finden sind. Dort werden die interlayer magnetischen Ordnungen von CrSBr mithilfe modernster ab initio Berechnungen und optischer Spektroskopietechniken genauer beleuchtet. Durch innovative photoreflektive Messungen konnten Forscher erstmals direkte Übergänge im Material nachweisen, was erhebliche Auswirkungen auf die elektronischen Eigenschaften hat. Bemerkenswert ist, dass Temperaturveränderungen zu einer spürbaren Änderung der optischen Eigenschaften bei CrSBr führen, die für zukünftige Anwendungen von größter Bedeutung sein könnten.
Der Einsatz von Licht in der Nanotechnologie
Die Forschung zu magnetischen Halbleitern ist nicht nur für die Datenspeicherung von Bedeutung, sondern auch für andere technologische Anwendungen. So wird in der Wissenschaft zunehmend an der Lichtmanipulation in Nanostrukturen geforscht, um Fortschritte in verschiedenen Bereichen wie Biosensoren und Smartphones zu erzielen. Forscher wie Deep Jariwala haben entscheidende Fortschritte gemacht, indem sie die Wechselwirkungen zwischen Licht und antiferromagnetischen Materialien untersucht haben, die ähnliche physikalische Eigenschaften wie CrSBr aufweisen.
Diese neuen Erkenntnisse tragen dazu bei, das Konzept der „Magnetophotonik“ zu entwickeln, welches als vielversprechendes Forschungsfeld gilt. Die Möglichkeit, Licht mithilfe magnetischer Eigenschaften zu steuern, könnte bahnbrechende Anwendungen in der zukünftigen Technologie eröffnen. Um diese Technologien voranzutreiben, arbeiten Wissenschaftler weltweit an der praktischen Umsetzung dieser Prinzipien.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit in der Wissenschaft geht es mit den Forschungen auf hohem Niveau weiter. Vor allem die Kombination aus verfeinerten analytischen Techniken und modernen Berechnungsmethoden zeigt das große Potenzial, das in Materialien wie dem CrSBr steckt. Wir dürfen gespannt sein, welche Innovationen der nächste Schritt bringen wird!
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