In Zeiten, in denen Klimawandel und extreme Wetterereignisse unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen stellen, machen sich hessische Hilfsorganisationen bemerkbar. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser Hilfsdienst und der Landesfeuerwehrverband Hessen haben sich zusammengeschlossen und ein bedachtes Positionspapier an die Landespolitik gerichtet. [Johanniter] berichtet, dass sie dringen strukturelle Reformen, eine verlässliche Finanzierung sowie die Gleichstellung aller Einsatzkräfte im Katastrophenschutz fordern.

Die Rahmenbedingungen für diese Organisationen haben sich erheblich geändert. Pandemien, Cyberangriffe und Energieengpässe sind längst keine Ausnahmen mehr, sondern bilden eine dauerhafte Realität. Norbert Södler vom DRK-Landesverband Hessen betont, dass die Einsatzkräfte moderne Strukturen und faire Rahmenbedingungen benötigen, um handlungsfähig zu bleiben. Dies wird umso drängender angesichts veralteter Ausstattungen, die häufig in den Einheiten anzutreffen sind. Auch Norbert Fischer vom Landesfeuerwehrverband weist auf die ungleiche Absicherung der ehrenamtlichen Mitglieder hin: „Die Freiwilligen Feuerwehren genießen mehr Rechte und besserer Unterstützung“, sagt er.

Forderungen und Herausforderungen im Katastrophenschutz

Die Hilfsorganisationen sind sich einig: Es braucht zuverlässige, landesseitige Finanzierung für Material, Fahrzeuge und die Ausbildung der Helfer. Ein konkreter Vorschlag ist, 2 % des Bundes-Sondervermögens „Infrastruktur“ für diese Organisationen bereitzustellen. Die bestehenden Unterschiede in Freistellung, Lohnfortzahlung und vor allem im Versicherungsschutz zwischen Feuerwehren und Hilfsorganisationen werden als große Hürde betrachtet, die die Motivation und Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen gefährden könnte.

Die Technischen Hilfswerke (THW) kommen ebenfalls ins Spiel. Mit 99 % ehrenamtlicher Mitglieder können sie auf über 55 Standorte in Hessen zurückgreifen. Ihr Ansatz zum Katastrophenschutz ist entscheidend, sobald es um Naturkatastrophen oder sonstige Schadensfälle geht. [Einestarkeverbindung] hebt hervor, dass fast alle im Katastrophenschutz tätigen Organisationen in Hessen unabhängig agieren, dennoch ist die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen für den Erfolg entscheidend.

  • Arbeiter-Samariter-Bund (ASB): Über 100.000 Mitglieder, aktiv in Sanitätsdiensten und Rettungshundestaffeln.
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG): Größte Wasserrettungsorganisation der Welt mit 60.000 Mitgliedern in Hessen.
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK): Setzt sich ehrenamtlich für Betreuungs- und Sanitätsdienste ein.
  • Johanniter-Unfall-Hilfe: Engagiert sich in Sanitäts- und Betreuungseinheiten.
  • Technisches Hilfswerk (THW): 99 % ehrenamtlich, unterstützt bei schweren Schadensfällen.

Mit der klaren Forderung nach einer Anpassung der Erstattungssätze für Aus- und Fortbildung zeigt sich die Notwendigkeit für Veränderungen in der politischen Landschaft. Der Appell an die Landespolitik, die Anliegen in die Beratungen einzubeziehen, ist laut den Verbänden mehr als gerechtfertigt. Nur so kann die hohe Einsatzbereitschaft gesichert werden, die in einer Zeit wie dieser unverzichtbar ist.

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Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die hessischen Entscheidungsträger die berechtigten Anliegen der Hilfsorganisationen ernst nehmen und den Weg für notwendige Reformen ebnen, um dem Katastrophenschutz eine zukunftsfähige Grundlage zu geben.