Am vergangenen Abend war es endlich wieder so weit – die Eishockey-Weltmeisterschaft stand auf dem Programm und die deutsche Nationalmannschaft traf auf die USA. Ein spannendes Duell, das die Spieler und Fans gleichermaßen in Atem hielt. Und was für ein Spiel das wurde! Deutschland ging gleich in der ersten Minute durch Moritz Seider in Führung. Ja, ihr habt richtig gehört, direkt nach dem ersten Bully ein Treffer! Die Stimmung war euphorisch, doch die Freude währte nur kurz. Isaac Howard glich für die USA in der 15. Minute aus und stellte damit die Weichen für ein packendes Duell.
Im zweiten Drittel übernahmen die Amerikaner zeitweise das Kommando. Max Sasson sorgte in der 26. Minute für die Führung der USA, was die deutschen Fans erst mal schlucken mussten. Doch der Kampfgeist der Mannschaft war ungebrochen. Ein Tor von Kai Wissmann wurde zwar in der 27. Minute wegen Abseits nicht anerkannt – ein strittiger Entscheid, der sich später als entscheidend herausstellen sollte. Doch dann war es Frederik Tiffels, der in der 30. Minute zum 2:2 ausglich, gefolgt von Marc Michaelis, der nur drei Minuten später für die deutsche Führung sorgte.
Pulsierende Spannung bis zur letzten Sekunde
Was dann folgte, war nicht weniger als ein Drama. Die USA glichen durch Tommy Novak in der 55. Minute zum 3:3 aus. Grubauer, der im Tor für Deutschland stand, hatte einen starken Abend, doch auch er konnte diesen entscheidenden Schuss nicht abwehren. Es war ein Nervenkitzel sondergleichen. Beide Teams hatten in der regulären Spielzeit und der darauffolgenden Verlängerung ihre Möglichkeiten, doch kein weiteres Tor fiel. Und so musste das Penaltyschießen entscheiden. Hier traf nur Joshua Samanski für die Deutschen, während die Amerikaner zwei Treffer landeten und das Spiel mit 4:3 für sich entschieden.
Mit dieser Niederlage hat Deutschland nun nur einen Punkt aus vier Spielen auf dem Konto. Die Chancen auf das Viertelfinale sind zwar noch vorhanden, aber die deutsche Mannschaft muss nun ihre letzten drei Gruppenspiele gewinnen – und das wird kein Zuckerschlecken. Die nächsten Gegner sind Ungarn, Österreich und Großbritannien. Ein echter Härtetest für die Truppe um Bundestrainer Harold Kreis. Außerdem ist die Mannschaft dazu auf Schützenhilfe von anderen Teams angewiesen, um den Einzug ins Viertelfinale zu schaffen. Ein echter Kraftakt steht bevor.
Ein Blick auf die Konkurrenz
<pWährend Deutschland sich mit den USA duellierte, gab es in Gruppe B interessante Entwicklungen. Schweden feierte einen souveränen 6:0-Sieg gegen Slowenien. Mit dieser Leistung haben sie sich nun auf die Pole-Position in ihrer Gruppe katapultiert – ein echter Kraftakt. Raymond und de la Rose zeigten sich in Topform und schraubten die Torausbeute ordentlich nach oben. Die Schweden haben sich damit einen soliden Punktestand von sechs Zählern gesichert.
<pInsgesamt war das Spiel gegen die USA ein weiterer Beweis für die Schwierigkeiten, mit denen die deutsche Mannschaft in dieser WM konfrontiert ist. Acht Niederlagen in Folge – das hat es seit 1990 nicht mehr gegeben. Die Mannschaft muss jetzt alle Register ziehen, um das Blatt noch zu wenden. Und vielleicht wird der nächste Gegner, Ungarn, der Schlüssel zu einer Wende sein. Die Fans hoffen auf ein Comeback und dass die Mannschaft ihre Nerven zusammenhalten kann. Ein bisschen mehr Glück könnte auch nicht schaden!