In Bremen wird gerade ein wahres Meisterwerk der Schifffahrt aufpoliert: Die Megayacht „Al Lusail“, die stolze 123 Meter lang ist, hat sich für eine Generalüberholung in die Hansestadt begeben. Und das ist kein kleines Unterfangen – der Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, hat dafür mehr als 35 Millionen US-Dollar (das sind rund 30,7 Millionen Euro) investiert. In der Lürssen-Werft, wo sie 2016 vom Stapel lief, wird die Yacht nun auf Hochglanz poliert – ein Vorgang, der geschlagene sieben Monate in Anspruch nimmt.

Um eine so eindrucksvolle Yacht wie „Al Lusail“ am Laufen zu halten, ist viel mehr nötig als nur ein bisschen Farbe. Die Renovierung umfasst die Wartung und Prüfung der gesamten Technik, des Rumpfes sowie der Unterwasserteile. Dazu gehören die Überholung der Schiffsschraube, Ruder, Generatoren, Klimaanlage und Bordsteuerung. Übrigens: Ein neuer Anstrich kann allein schon über 15 Millionen US-Dollar kosten! Das zeigt, dass das Geld hier nicht nur für den Luxus ausgegeben wird, sondern auch für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb.

Platz für alle

Die „Al Lusail“ ist nicht nur ein technisches Wunderwerk, sondern auch ein Ort des Luxus. Mit Platz für 36 Gäste in 18 Suiten und 56 Crewmitgliedern bietet sie alles, was das Herz begehrt: Ein Beach Club, Pools, Jacuzzis, ein Helipad, ein Kino, ein Fitnessstudio, und sogar ein Spa sowie ein Beauty-Bereich. Es klingt fast wie ein Fünf-Sterne-Hotel auf dem Wasser – und das ist es auch!

Die Yacht kann mit ihren zwei Dieselmotoren eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten erreichen, also etwa 36 km/h. Sie hat eine Reichweite von rund 4.500 Seemeilen, das sind über 8.000 Kilometer. Das macht sie nicht nur zu einem schwimmenden Palast, sondern auch zu einem echten Hochleistungsgefährt.

Die Superyacht-Industrie im Fokus

Doch was steckt hinter solchen beeindruckenden Zahlen? Die Superyacht-Industrie hat sich zu einem wahren Wirtschaftsfaktor entwickelt. Laut einer Studie von Deloitte und der Vrije Universiteit Amsterdam generiert diese Branche eine Wirtschaftsleistung von 54 Milliarden Euro. Das ist nicht nichts! Europa hält dabei einen Marktanteil von 90 Prozent im Neubau und führt die Liste der größten Werften an – Deutschland ist also ganz vorne mit dabei. Eine Yacht über 30 Meter hat im Schnitt einen wirtschaftlichen Impact von 9 Millionen Euro jährlich.

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Die Flottenbetriebe und der damit verbundene Tourismus stellen den größten Wirtschaftsfaktor dar und bringen jährlich 27,1 Milliarden Euro ein. Vor allem die Mittelmeerregion ist hier führend. Aber auch die zunehmende Bedeutung von Refit- und Überholungsarbeiten ist nicht zu unterschätzen. Immer mehr Eigner setzen auf die Modernisierung ihrer Yachten, um im Wettbewerb um die schönsten und modernsten Eindrücke auf dem Wasser mithalten zu können.

Die „Al Lusail“ ist somit nicht nur ein Symbol für Luxus und Status, sondern auch ein Teil eines größeren wirtschaftlichen Ganzen, das die maritime Industrie prägt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieser Bereich weiterentwickelt und welche neuen Meisterwerke demnächst die Werften verlassen werden.

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