Am 23. Mai 2026 war es endlich so weit: Der Finaltag der Amateure im Stadion am Dallenberg in Würzburg stand auf dem Programm. Die Luft war erfüllt von einer Mischung aus Aufregung und Vorfreude, als die Würzburger Kickers und der TSV 1860 München um den Bayerischen Landespokal kämpften. 5.000 leidenschaftliche Fans der Kickers waren versammelt, um ihre Mannschaft zu unterstützen – und sie sollten nicht enttäuscht werden.
Die Partie begann mit einer starken Phase der Münchener, die in den ersten Minuten das Spielgeschehen bestimmten. Doch die Würzburger ließen sich nicht einschüchtern; der Ballbesitz wechselte hin und her, und beide Teams schenkten sich nichts. Die erste richtig gute Gelegenheit ließ allerdings auf sich warten: Sigurd Haugen traf in der 18. Minute nur das Außennetz. Es war ein Vorzeichen dafür, dass die Partie spannend bleiben würde – und das tat sie auch.
Ein dramatischer Verlauf
In der 27. Minute kam der erste Torschuss der Kickers, der jedoch keine große Herausforderung für den gegnerischen Torwart darstellte. Kurz darauf, in der 31. Minute, vergab Haugen eine Riesenmöglichkeit, als er allein vor dem Tor nicht traf. Doch der TSV 1860 ließ nicht locker und brachte in der 38. Minute die Kugel schließlich über die Linie: Haugen erzielte per Kopf das 1:0. Die Münchener jubelten, während die Würzburger die Zähne zusammenbissen und auf ihre Chance warteten.
Nach dem Seitenwechsel drängte der TSV 1860 weiter auf das zweite Tor. Eine große Möglichkeit bot sich in der 49. Minute, doch Peter Kurzweg klärte auf der Linie und hielt die Hoffnung seiner Mannschaft am Leben. In der 57. Minute war es dann Jermain Nischalke, der den Pfosten traf – auch das ein Moment, der die Anspannung im Stadion ins Unermessliche steigerte. Schließlich, in der letzten Minute der regulären Spielzeit, gelang Tarsis Bonga der Ausgleich – und das Stadion explodierte förmlich vor Freude.
Das Elfmeterschießen
Die Entscheidung fiel im Elfmeterschießen, und es wurde ein echter Nervenkrimi. Alle ersten Schüsse fanden den Weg ins Netz. Haugen und Rittmüller netzten für München ein, während Thomann und Bonga für Würzburg nachzogen. Doch dann folgte der erste Rückschlag: Hobschs Schuss wurde von Hipper pariert. Die Spannung stieg ins Unermessliche, als Cissé für die Kickers traf, gefolgt von Jakob, der rechts am Tor vorbeischoss. Der entscheidende Treffer gelang schließlich Omore für die Würzburger – der Jubel kannte keine Grenzen!
Mit diesem Sieg sicherten sich die Würzburger Kickers ihren vierten Bayerischen Landespokalsieg. Ein Triumph, der nicht nur die Fans, sondern auch die Spieler und Trainer Michael Schiele mit Stolz erfüllte. Die Kickers hatten sich nicht nur den Titel geholt, sondern auch ihr Selbstvertrauen zurückgewonnen. Schließlich waren sie im Jahr 2020 im Toto-Pokal-Finale dem TSV 1860 München noch mit 2:5 nach Elfmeterschießen unterlegen.
Ausblick
Die Würzburger Kickers können nun mit neuem Elan in die Drittliga-Relegation starten. Für den TSV 1860 München hingegen war dies ein bitterer Abschluss der Saison. Die Enttäuschung wird nun aufarbeiten müssen, während die Kickers mit frischem Mut in die nächsten Herausforderungen gehen. Ein sicherer Platz in der Vereinsgeschichte für die Würzburger, die den Toto-Pokal nun zum vierten Mal in ihrer Geschichte gewonnen haben, nachdem sie bereits 2014, 2016 und 2019 triumphiert hatten.
Für alle, die mehr über den Bayerischen Landespokal erfahren möchten, lohnt sich ein Blick auf die Transfermarkt-Seite, wo weitere Informationen zu finden sind.