Am 8. Mai 2026 war es endlich so weit: Die Interdisziplinäre Biomaterial- und Datenbank Würzburg (ibdw) öffnete feierlich ihre Türen am Universitätsklinikum Würzburg (UKW). Die Aufregung und der Stolz waren förmlich greifbar. Die neue Biobank bringt nicht nur moderne Technologien mit sich, sondern auch jede Menge Platz für medizinische Forschung. Das ist wichtig – schließlich hat sich die ibdw seit über zehn Jahren als zuverlässiger Partner für die Wissenschaft etabliert. Ein echter Eckpfeiler für die Forschung in der Region!
Die neuen Lagermöglichkeiten sind beeindruckend. Bioproben können nun in einem automatisierten Hochleistungslagersystem bei minus 185 Grad Celsius in der Gasphase von flüssigem Stickstoff gelagert werden. Und das ist noch nicht alles: Ein innovativer Arbeitsplatz ermöglicht die Bearbeitung der Proben bei minus 100 Grad Celsius, und das ohne eine Unterbrechung der Kühlkette. Dabei setzt die ibdw ganz auf umweltfreundliche Technologien, die keine ozon- oder klimaschädlichen Kältemittel verwenden. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben!
Ein weiterer Schritt in der onkologischen Forschung
Der Ausbau dieser Einrichtung wird als besonders wichtig für den Forschungsstandort Universitätsmedizin Würzburg und die gesamte Region angesehen. Es geht nicht nur um die Lagerkapazität, die sich erheblich verbessert hat, sondern auch um das erweiterte Leistungsspektrum, das besonders onkologischen Verbünden wie dem Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen (NCT) zugutekommt. Das ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!
Die Bauarbeiten dauerten zwei Jahre und fanden während des laufenden Betriebs statt – eine echte Herausforderung! Aber genau das zeigt, wie flexibel und anpassungsfähig die Technik der Biobank ist. Modular aufgebaut und anpassbar an steigende Probenzahlen und neue wissenschaftliche Anforderungen, ist die ibdw bestens gerüstet für die Zukunft. Jeder Verarbeitungsschritt einer Probe ist lückenlos dokumentiert, und sensible Patientendaten bleiben jederzeit geschützt. So wird Vertrauen aufgebaut.
Automatisierung und Effizienz im Fokus
Werfen wir einen Blick nach Heidelberg, wo am 17. März 2026 die Heidelberg Cell and Liquid Biobank ihr Probengroßlager eingeweiht hat. Auf dem Heidelberger Medizin-Campus stehen beeindruckende Lagerkapazitäten zur Verfügung – über fünf Millionen Patientenproben können hier in zwei automatisierten Systemen gelagert werden! Bis zu 240.000 Proben bei -196 Grad Celsius (Kryokonservierung) und bis zu 2,6 Millionen Proben bei -80 Grad Celsius sind nur einige der Highlights. Die Erweiterung auf 5,2 Millionen Proben ist sogar geplant. Das zeigt, wie wichtig die Biobanken für die patientenorientierte Forschung sind.
Die Biobank in Heidelberg profitiert von großzügigen Fördermitteln, unter anderem von der Dietmar Hopp Stiftung. Aber auch die Medizinische Fakultät Heidelberg und das Universitätsklinikum Heidelberg haben Eigenmittel in die Hand genommen. Proben wie Blut, Gewebe und Zellen werden hier verarbeitet, ergänzt durch pseudonymisierte Daten wie Geschlecht, Alter und Krankengeschichte. Automatisierte Systeme garantieren stabile Temperaturen und dokumentieren jeden Arbeitsschritt im Laboratory-Information-Management-System (LIMS). Effizienz pur!
Ein Blick hinter die Kulissen
Was passiert eigentlich in den Biobanken? Dahinter steckt ein ganzes Team von Expert:innen für Biobank- und Qualitätsmanagement, IT-Spezialist:innen und technisches Personal. Sie sind verantwortlich für die Verarbeitung, Einlagerung und Herausgabe von Bioproben. Und das alles erfolgt unter höchsten Sicherheitsstandards. Ankommende Bioproben werden automatisch registriert und verschlüsselt – meistens von Robotern, die auch die Ein- und Auslagerung in den Tiefkühllägern übernehmen. Ein faszinierendes Zusammenspiel von Mensch und Maschine!
Die medizinischen Ethikkommissionen spielen ebenfalls eine zentrale Rolle. Sie beraten Biobanken und Forschungsprojekte, die Proben nutzen möchten, und prüfen, ob es ethische oder rechtliche Einwände gibt. Datenschutz ist hier das A und O, denn die Rechte und die Sicherheit der Patient:innen und Proband:innen müssen jederzeit gewahrt bleiben. Ein sorgfältiges Zusammenspiel, das Vertrauen schafft.
So ziehen die Entwicklungen in Würzburg und Heidelberg an einem Strang, um die medizinische Forschung weiter voranzutreiben. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, und die Wissenschaftler:innen können sich auf spannende Erkenntnisse freuen!