Christa Naaß: Eine Brücke zwischen Kulturen und Preisträgerin des Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreises
Ein besonderer Abend in München: Christa Naaß, die engagierte Sozialdemokratin aus Haundorf, wurde kürzlich mit dem Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis für ihr unermüdliches Wirken in der Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen ausgezeichnet. Diese Ehrung fand im Rahmen des 18. Empfangs der Bayerischen SPD-Landtagsfraktion für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler statt. Was für ein Moment! Ein voller Saal, die Luft geladen mit Emotionen und Erinnerungen, während Naaß für ihre jahrzehntelangen Bemühungen gewürdigt wurde. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie leidenschaftlich sich Menschen für den Dialog einsetzen.
Unter den Laudatoren waren Kathrin Pollack, die Generalsekretärin der BayernSPD, und Harald Dösel, ein langjähriger Weggefährte, die beide Naaß‘ Engagement für Demokratie, Versöhnung und Völkerverständigung lobten. Libor Rouček, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, verlieh ihren persönlichen Einsatz und die Arbeit hinter den Kulissen besondere Anerkennung. Wer hätte gedacht, dass so viel Herzblut in einem Abend stecken kann?
Ein Leben für den Dialog
Christa Naaß ist nicht nur eine politische Figur; sie ist eine Brücke zwischen Kulturen. Als Ko-Vorsitzende der Seliger-Gemeinde organisiert sie Seminare, Ausstellungen und Debatten, die einen Raum für Austausch schaffen. Ihre Initiativen, wie die Gründung des Vertriebenenempfangs im Jahr 2008, zeigen, wie wichtig ihr der Dialog zwischen den Nationen ist. Nicht zu vergessen, ihre Rolle als Generalsekretärin des Sudetendeutschen Rates und ihre langjährige Präsidentschaft der Bundesversammlung der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Ihre Hände haben viel bewegt.
Besonders hervorzuheben ist auch die Partnerschaft, die sie zwischen dem Bezirk Mittelfranken und der Region Südmähren in Tschechien initiiert hat. Das sind keine kleinen Schritte, das sind große Taten! Und während sie bis Mai 2026 Gemeinderätin in Haundorf und Kreisrätin im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bleibt, hat sie sich bereits zahlreiche Auszeichnungen verdient, darunter den Bayerischen Verdienstorden und die Goldene Verfassungsmedaille. Es scheint, als wäre ihr Engagement unermüdlich.
Eine Auszeichnung mit Bedeutung
Der Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis wird seit 1968 an Menschen und Initiativen verliehen, die sich um Verständigung, Demokratie und europäische Zusammenarbeit verdient gemacht haben. Dieses Jahr gibt es gleich drei Preisträger: Neben Christa Naaß wurden auch die Initiative Meeting Brno und Bernd Posselt, der Sprecher der Sudetendeutschen Volksgruppe, ausgezeichnet. Der erste Sudetendeutsche Tag in Brünn gilt als bedeutender Schritt zur deutsch-tschechischen Verständigung – ein Ereignis, das die Seliger-Gemeinde als Beispiel für Versöhnung und Dialog sieht.
Die Verleihung fand am 20. Juni im Bayerischen Landtag statt. Naaß war nicht an der Juryberatung zur Preisvergabe beteiligt, was zeigt, dass ihre Anerkennung nicht von eigenen Interessen geprägt war. Bernd Posselt, der erste CSU-Vertreter, der diesen Preis erhält, wurde für sein Engagement für die deutsch-tschechische Verständigung gewürdigt, insbesondere für seine Auseinandersetzung mit der Mitverantwortung der Sudetendeutschen für den Nationalsozialismus.
Ein Zitat, das bleibt
Als Naaß schließlich die Bühne betrat, um ihr Dankeschön auszusprechen, wählte sie ein Zitat von Willy Brandt: „frau hat sich bemüht.“ Welch demütige Worte! Sie reflektieren nicht nur ihre Einstellung, sondern auch den Geist der Veranstaltung. Der Abend war nicht nur eine Ehrung, sondern auch ein Aufruf zum weiteren Dialog. Und während die SPD-Landtagsfraktion auch Brückenbauerpreise an Persönlichkeiten wie die Journalistin Caro Matzko vergab, blickt die Seliger-Gemeinde hoffnungsvoll in die Zukunft. Ein Dialog, der die Beziehungen zwischen Deutschen und Tschechen nachhaltig prägen kann – das wäre ein Ziel, das man sich wünschen kann!
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