Im malerischen Landkreis Weilheim-Schongau, wo die sanften Hügel den Himmel küssen, wird eine wichtige Aufgabe von zwei jungen Frauen mit Herzblut und Engagement wahrgenommen: Maria Lidl (22) und Bernadette Groher (26) sind Dorfhelferinnen, die in Krisensituationen die Ruhe bewahren und Bauernfamilien unter die Arme greifen. Mit einem breiten Spektrum an Fähigkeiten unterstützen sie die Menschen, sei es durch Kinderbetreuung, Hausarbeit oder Viehpflege. Ein echter Job, der oft mit viel Emotionen und Herausforderungen verbunden ist.

Die beiden Frauen haben eine ähnliche Ausbildung durchlaufen. Bernadette ist die einzige festangestellte Dorfhelferin im Landkreis, während Maria als Freiberuflerin tätig ist. Beide haben eine dreijährige Ausbildung zur Hauswirtschafterin sowie eine zweijährige Fortbildung zur Dorfhelferin hinter sich. Diese Fortbildung wird an Schulen in Pfaffenhofen und Neuburg an der Donau angeboten. Ihre Kenntnisse erstrecken sich über Tierhaltung, Großküchenarbeit und die Begleitung von Hebammen – ein wahrer Schatz an Fähigkeiten, um in den unterschiedlichsten Situationen helfen zu können.

Emotionaler Beistand in schweren Zeiten

Wenn die Not am größten ist, können betroffene Familien den Maschinenring kontaktieren, der die Einsätze von Dorfhelferinnen organisiert. Die Dauer eines Einsatzes variiert stark: Im schlimmsten Fall, etwa im Todesfall eines Familienmitgliedes, kann eine Dorfhelferin bis zu einem Jahr an der Seite der trauernden Familie bleiben. Das ist nicht nur eine echte Herausforderung, sondern auch eine große Verantwortung, die viel Einfühlungsvermögen und Flexibilität erfordert. Bernadette Groher arbeitet derzeit sowohl in einem Privathaushalt als auch auf einem Bauernhof, während Maria Lidl gleich in zwei landwirtschaftlichen Betrieben tätig ist.

Beide schätzen die Abwechslung in ihrem Alltag und die Möglichkeit, anderen in schwierigen Zeiten beizustehen. Die Einsätze sind nicht nur körperlich, sondern auch emotional oft belastend. Daher erhalten die Dorfhelferinnen psychologische Unterstützung von einer Sozialpädagogin. Das ist wichtig, denn die Fähigkeit, mit Menschen in Krisensituationen umzugehen, ist eine der zentralen Kompetenzen in diesem Berufsfeld. Der Bedarf an Dorfhelferinnen im Landkreis ist laut Vize-Kreisbäuerin Lidl hoch – ein Zeichen dafür, wie wertvoll diese Unterstützung für die Gemeinschaft ist.

Ein Leben im Dienste der Landwirte

Maria und Bernadette sind beide auf einem Bauernhof aufgewachsen, was ihnen eine solide Grundlage für ihre Arbeit gibt. Sie haben nicht nur grundlegende landwirtschaftliche Arbeiten erlernt, sondern auch psychologische Grundkenntnisse, um den Menschen in Krisensituationen zur Seite stehen zu können. Die wöchentliche Arbeitszeit und die Art der Unterstützung können stark variieren, was den Job spannend, aber auch unberechenbar macht. Es gibt Tage, an denen sie kaum Zeit zum Durchatmen haben, und andere, an denen sie einfach nur mit den Kindern spielen und lachen können.

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Die Geschichten, die die beiden Frauen in ihrem Alltag erleben, sind oft berührend. Sei es das Lächeln eines kleinen Kindes oder das Dankeschön einer Familie, die in einer schweren Zeit Unterstützung braucht – all das hinterlässt Spuren in ihren Herzen und motiviert sie, weiterhin für andere da zu sein. Das ist der wahre Lohn für ihre Arbeit, auch wenn der Abschied von den Menschen, mit denen sie eine besondere Zeit verbringen, oft schmerzlich ist.

In einer Welt, die sich schnell verändert und in der die Herausforderungen für Familien und Landwirte zunehmen, sind Menschen wie Maria Lidl und Bernadette Groher mehr denn je gefragt. Sie sind die stillen Heldinnen des ländlichen Raums, die in den Schatten stehen und doch so viel Licht ins Leben anderer bringen. Ihre Arbeit ist mehr als nur ein Job; es ist eine Berufung, die eine tiefe Verbindung zur Gemeinschaft schafft. Und das ist, ehrlich gesagt, einfach nur großartig.

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