In der kleinen, aber feinen Gemeinde Babenhausen hat das Jugendzentrum (Juze) vor 25 Jahren seine Pforten geöffnet und sich seither zu einem unverzichtbaren Anlaufpunkt für die Jugendlichen der Region entwickelt. Sandra Müller, die Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Unterallgäu, erinnert sich noch gut an die Anfänge dieser wichtigen Einrichtung. Zu jener Zeit war ein Jugendzentrum im ländlichen Raum eine Seltenheit. Viele Kinder wurden von ihren Großeltern betreut, und die Jugendlichen hielten sich vor allem in Vereinen auf. Der damalige Bürgermeister Theo Lehner erkannte jedoch rasch die Notwendigkeit eines Treffpunkts für die Jugend und setzte damit den Grundstein für das, was das Juze heute ist.

Heute ist das Juze eine etablierte Institution im Fuggermarkt und hat sich als das am besten besuchte von insgesamt zwölf Jugendzentren im Unterallgäu etabliert. An Freitagabenden tummeln sich dort bis zu 60 Jugendliche, um zu quatschen, zu entspannen und neue Freundschaften zu schließen. Offene Treffs, Vortragsabende, Beratungen und kulturelle Veranstaltungen – das Angebot ist breit gefächert und spricht viele Interessen an. Im Juni 2001 wurde sogar eine Hausaufgabenbetreuung ins Leben gerufen, um den Jugendlichen, die nicht in Vereinen aktiv sind, eine wertvolle Alternative zu bieten.

Ein Ort der Gemeinschaft

Die Eröffnung des Juze im Juli 2001 war ein weiterer Meilenstein, bei dem der ehemalige Landrat Hermann Haisch persönlich anwesend war und sogar einen Tischkicker spendete! Diese Geste symbolisiert nicht nur den Startschuss für das Juze, sondern auch die Unterstützung, die die Einrichtung bis heute vom Landkreis Unterallgäu erhält. Ulrike Scheppach-Neumann, eine prägende Figur im Juze, ist nach wie vor aktiv und trägt zur positiven Atmosphäre bei. Die Akzeptanz des Juze stieg nach der Eröffnung rasant, und es bleibt auch weiterhin ein wichtiger Anlaufpunkt für Eltern und Erziehende, vor allem nach der Verlegung der Hausaufgabenbetreuung.

Ein besonders spannendes Projekt ist das Kinderparlament, das vor zwei Jahren gegründet wurde. Hier dürfen Kinder und Jugendliche aktiv mitgestalten und lernen so, was gelebte Demokratie bedeutet. Doch nicht alles war immer rosig: Im Juni 2024 musste das Juze in der Frundsbergstraße wegen einer Flutkatastrophe stark beschädigt schließen, wodurch 120 Kinder und Jugendliche ihren Treffpunkt verloren. Zum Glück gab es Unterstützung von der Marktgemeinde und vielen ehrenamtlichen Helfern, sodass ein Neustart in einem neuen Gebäude am Rottensteiner Weg 1 möglich wurde. Das neue Juze wurde nach den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gestaltet und bietet Platz für kreative Freizeitaktivitäten.

Die Bedeutung der Jugendarbeit

Die Bedeutung des Juze kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Täglich besuchen zwischen 30 und 70 Kinder und Jugendliche ab acht Jahren die Einrichtung, die Raum für persönliche Entwicklung, Mitbestimmung und Kreativität bietet. Viele Ehemalige kommen auch als Erwachsene zurück und beschreiben das Juze als einen Ort der Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: Der Platz im neuen Gebäude ist begrenzt, und die Einrichtung platzt fast aus allen Nähten.

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Im Kontext der Jugendarbeit ist es wichtig, die Unterstützung für junge Menschen und ihre Familien zu betrachten. Hilfen zur Erziehung sind eine wichtige Säule, die professionelle Beratungs-, Betreuungs- oder Hilfeangebote für Eltern minderjähriger Kinder umfasst. Diese Hilfen sind nach dem Kinder- und Jugendhilferecht (§§ 27 bis 35 SGB VIII) geregelt und reichen von sozialpädagogischen Familienhilfen bis hin zu Heimerziehungen. Oftmals sind es familiäre Belastungen wie Trennung, Erkrankung oder Arbeitslosigkeit, die die Inanspruchnahme solcher Hilfen notwendig machen. Die Möglichkeit, Unterstützung zu erhalten, ist ein entscheidender Faktor für das Wohl der Kinder und Jugendlichen und sollte auch in der Arbeit des Juze eine Rolle spielen.

Das Juze in Babenhausen ist mehr als nur ein Jugendzentrum – es ist ein fester Bestandteil des Lebens vieler junger Menschen in der Region. Hier wird nicht nur Freizeitgestaltung großgeschrieben, sondern auch die Förderung der sozialen und emotionalen Entwicklung junger Menschen. Die Herausforderungen sind da, aber die Gemeinschaft ist stark.

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