In Straubing tut sich was! Die Pianistin Uta Hielscher und ihre Kollegin Anna Gebhardt, beide aus dem schönen München, haben ein ganz besonderes Liedfestival ins Leben gerufen. Vom 5. bis 7. Juni 2026 wird die „Kraftzentrale“, ein historisches Gebäude, zum Schauplatz für ein Festival, das die Rolle der „Musentöchter“ in den Fokus rückt – inspiriert von der Legende Dietrich Fischer-Dieskau. Ein ehrgeiziges Vorhaben, das die oft vernachlässigte Gattung Lied in den Konzertbetrieb zurückbringen möchte.
Hielscher, die früher mit dem Sänger Thomas E. Bauer verheiratet war und mittlerweile einen Architekten an ihrer Seite hat, ist Feuer und Flamme für diese Idee. Gemeinsam mit Gebhardt setzen sie alles daran, die Begeisterung für Liederabende in Niederbayern zu wecken. Die Programmpunkte sind ebenso vielfältig wie faszinierend: Musen wie Euterpe, Melpomene, Polyhymnia und Klio werden zum Leben erweckt. Ein wahres Fest für Ohren und Herzen!
Ein abwechslungsreiches Programm
Die Eröffnung des Festivals wird von der Jazzsängerin Lia Pale und dem Goldmund Quartett gestaltet. Das Versprechen auf eine mitreißende Liederperformance wird durch die Anwesenheit der großartigen Salome Kammer und die „Schubertiade“ mit der Rezitation von Udo Wachtveitl zusätzlich geschürt. Ein ganz besonderes Highlight wird der Sonntagabend: Ein Heinrich-Heine-Programm mit dem Tenor Julian Prégardien und Anna Gebhardt am Klavier. Prégardien wird Schumanns Liederkreis op. 24 und op. 48 präsentieren – das klingt schon jetzt verheißungsvoll!
Eine aufregende Note erhält das Festival durch die Komponistin Saskia Bladt, die eigens Lieder auf Gedichte von Nora Gomringer für ein jüngeres Publikum geschrieben hat. Hier wird deutlich, dass das Festival nicht nur nostalgisch in die Vergangenheit blickt, sondern auch zukunftsweisende Akzente setzen möchte.
Ein Ort der Begegnung und Inspiration
Die „Kraftzentrale“ als Veranstaltungsort könnte passender nicht sein. Mit ihrer historischen Ausstrahlung wird sie zur Kulisse für ein Festival, das nicht nur die Musik, sondern auch den Austausch und das Miteinander der Künstler und Zuhörer fördern möchte. Ein Ort, an dem Geschichten erzählt werden, Erinnerungen geschaffen und neue Freundschaften entstehen.
Hielscher und Gebhardt sind fest entschlossen, dieses Festival zu einer Tradition zu machen. Sie wollen nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den kommenden Jahren die Herzen der Menschen in Niederbayern erreichen und den Liederabend neu beleben. Das ist eine Herausforderung, die man nur mit Leidenschaft und Hingabe meistern kann – und genau das strahlt dieses Festival aus. Es wird spannend, was die Zukunft für die „Musentöchter“ bereithält und wie sie die Liederkultur in unserer Region weiterentwickeln werden.