In wenigen Tagen, am Dienstag, den 16. Juni 2026, wird die Aula des Gymnasiums Starnberg zum Schauplatz eines bedeutenden Austauschs über Demokratie und die Werte, die sie tragen. Anlässlich des Veteranentags, der im April 2024 durch den Deutschen Bundestag ins Leben gerufen wurde, steht die Veranstaltung ganz im Zeichen der Wertschätzung für unsere Soldatinnen und Soldaten – sowohl aktive als auch ehemalige. Ab 19 Uhr sind Schülerinnen und Schüler der 12. Jahrgangsstufe eingeladen, gemeinsam mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren.
Landrat Stefan Frey, der als einer der Podiumsteilnehmer auftritt, hofft auf rege Teilnahme von Jugendlichen. Es wird spannend zu hören, wie die jungen Menschen die Bedrohungen unserer demokratischen Werte wahrnehmen und welche Ansätze sie zur Verteidigung dieser Werte entwickeln können. Neben Frey werden auch Professorin Ursula Münch von der Politischen Akademie Tutzing sowie Brigadegeneral Kai Hess, der Kommandeur des Ausbildungszentrums Cyber- und Informationsraum, auf dem Podium sitzen. Würde man die Diskussion mit einem Wort umreißen, wäre „Zukunft“ vielleicht das passendste.
Ein Podium voller Stimmen
Die Veranstaltung verspricht eine bunte Mischung aus Perspektiven. Unter den Podiumsteilnehmern sind auch Tobias Ketzel, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisjugendrings Fürstenfeldbruck, sowie zwei aktive Soldaten. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Peter Schiebel, dem Redaktionsleiter des Starnberger Merkurs. Hier treffen nicht nur Generationen aufeinander, sondern auch unterschiedliche Erfahrungen und Meinungen. Man fragt sich, wie die Soldaten – die ja schließlich im Einsatz stehen – die aktuelle gesellschaftliche Lage und die Herausforderungen der Demokratie sehen.
Der Veteranentag hat das Ziel, die Sicherheitsarbeit der Bundeswehr in den Fokus zu rücken. Dies geschieht nicht nur durch feierliche Anlässe, sondern auch durch bildende Veranstaltungen, die das Verständnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft stärken. Ein wichtiger Aspekt, der auch in der politischen Bildung der Bundeswehr verankert ist. Diese ist ein Ausdruck gelebter Demokratie und gehört zur „Inneren Führung“. Soldatinnen und Soldaten werden dabei als Menschen und Bürger in den Mittelpunkt gerückt.
Politische Bildung als Brücke
Politische Bildung fördert nicht nur das Wissen über aktuelle gesellschaftliche Themen, sondern schafft auch einen Bezugsrahmen für die Realität, die Soldaten in Einsätzen erleben. So gelingt es, den Dialog zwischen der Bundeswehr und der Zivilgesellschaft zu intensivieren – eine Notwendigkeit in Zeiten, in denen Desinformation und gesellschaftliche Polarisierung zunehmen. Die Hermann Ehlers Akademie, die seit über 50 Jahren im Dialog zwischen Bundeswehr und Gesellschaft aktiv ist, hat sich insbesondere aktuellen Herausforderungen wie der Nutzung von Social Media und der Stärkung demokratischer Resilienz verschrieben.
Es bleibt also abzuwarten, welche Impulse von der Veranstaltung in Starnberg ausgehen werden. Der Austausch über die Verteidigung unserer demokratischen Werte ist nicht nur wichtig, sondern auch unerlässlich. Die Stimmen der jungen Generation, die am Dienstag zu hören sein werden, könnten der Schlüssel zu einer lebendigen und zukunftsorientierten Demokratie sein.