Heute, am 22. Mai 2026, möchte ich euch von einem spannenden und wichtigen Projekt berichten, das gerade in unserer Region Schwandorf ins Leben gerufen wurde. Das Projekt MONID HABITRACK, das 2026 gestartet ist, hat sich auf die Fahne geschrieben, Krankheitsrisiken durch zeckenübertragene Erkrankungen vorherzusagen. Dabei spielt die Koordination durch die Data Science Unit am Institut für Infektions- und Tropenmedizin, LMU Klinikum München, eine zentrale Rolle. Mit einem Fördertopf von satten 1,8 Millionen Euro, bereitgestellt vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), wird hier ordentlich in die Hand genommen, um unsere Gesundheit zu schützen.
Ein ganz besonderer Fokus liegt auf den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf, die für ihre hohe Inzidenz von FSME bekannt sind. Zecken – ja, die kleinen Biester, die uns den Sommer vermiesen können – stehen im Mittelpunkt dieser Forschung. Mithilfe von Drohnen und Künstlicher Intelligenz werden Daten erfasst und analysiert, um ein klareres Bild von der Verbreitung dieser Krankheiten zu bekommen. Eine zentrale Datenplattform soll Wetter-, Fall-, Drohnen- und Zeckendaten zusammenführen. Drohnenbilder helfen dabei, FSME- und Borrelien-Herde besser zu charakterisieren. Wer hätte gedacht, dass Technik und Natur so gut zusammenarbeiten können?
Forschung und Prävention
Ein weiterer spannender Aspekt des Projekts ist die geplante serologische Studie, die Antikörper gegen FSME und Borreliose untersuchen soll. Die Ergebnisse, die hier erhofft werden, könnten entscheidend dazu beitragen, Infektionsrisiken besser einzuschätzen und Ausbrüche frühzeitig zu erkennen. Das ist nicht nur für uns hier in der Region von Bedeutung, sondern stärkt auch die Pandemievorsorge für vektorübertragene Krankheiten im gesamten Land.
Die beteiligten Institutionen sind ein beeindruckendes Netzwerk, darunter das Deutsche Konsiliarlabor für FSME, das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin, die Julius-Maximilians-Universität Würzburg und das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Gemeinsam sind sie Teil des Forschungsnetzwerks MONID, das sich mit der Modellierung schwerer Infektionskrankheiten beschäftigt. Hier wird wirklich an einem Strang gezogen!
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen
<pKommen wir zu den Zahlen: Im Frühling 2025 begann die Hochsaison für Zecken und damit auch das Gesundheitsrisiko, das mit ihnen einhergeht. Zwei Hauptkrankheiten, die uns das Leben schwer machen können: Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Jahr 2024 wurden deutschlandweit 11.040 Fälle von Borreliose und 775 FSME-Fälle registriert. Am meisten betroffen war Bayern mit 4.054 Borreliose-Fällen. Aber auch andere Bundesländer sind nicht verschont geblieben, während das Saarland mit nur 237 Fällen die niedrigsten Zahlen aufweist.
In unserem Landkreis Schwandorf sind die Zahlen alarmierend: Hier liegt die höchste FSME-Inzidenz mit 16,42 Fällen pro 100.000 Einwohner. Hotspots sind unter anderem die Stadt Amberg mit 16,4 und der Landkreis Regen mit 14,11 Fällen. Auch die Altersverteilung ist spannend: Während bei Borreliose mehr Frauen betroffen sind, haben bei FSME vor allem Männer das Nachsehen. Und die Kleinsten? Ja, auch Kinder sind betroffen – das sollte uns alle nachdenklich stimmen.
Prävention und Schutz
<pEin ganz wichtiger Punkt, der nicht vergessen werden darf: Prävention ist alles! Um die Risiken zu minimieren, sind FSME-Impfungen und richtiges Verhalten nach einem Zeckenstich unerlässlich. Und nicht nur wir Menschen müssen aufpassen – auch unsere vierbeinigen Freunde, die Hunde und Katzen, können betroffen sein. Schutzmaßnahmen für sie sind also ebenso wichtig. Wer hätte gedacht, dass so viel hinter diesen kleinen, oft unsichtbaren Kreaturen steckt? So bleibt uns nur zu hoffen, dass die fortschrittlichen Ansätze des MONID HABITRACK-Projekts bald Früchte tragen und wir die Bedrohung durch Zecken ein Stück weit eindämmen können.