Im Landkreis Schwandorf steht ein bedeutender personeller Wechsel an, der die Landwirtschaft, Forsten und den Gartenbau betrifft. Ab dem 1. Mai 2026 wird Georg Straller die Verantwortung für die Prävention bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) übernehmen. Dies geschieht im Zuge des Abschieds von Anton Zizler, der nach über 40 Jahren als Aufsichtsperson seinen Dienst beendet. Zizler war über all die Jahre ein verlässlicher Ansprechpartner für Unternehmer und Beschäftigte und hat sich stets für den persönlichen Kontakt und das Vertrauen in der Prävention eingesetzt.
Während seiner Amtszeit hat Zizler maßgeblich zum Aufbau des Psychosozialen Netzwerks beigetragen und die Zusammenarbeit mit Bildungszentren, dem Bauernverband, Maschinenringen und Kommunen gefördert. Sein Engagement hat die Region nachhaltig geprägt und die Belange der Landwirte in den Vordergrund gestellt. Für Fragen und Beratungswünsche steht Georg Straller, der nun die Nachfolge antritt, unter der Nummer 0151/12 22 25 83 oder per E-Mail an georg.straller@svlfg.de zur Verfügung.
Die Bedeutung der Agrarsozialpolitik
Die Agrarsozialpolitik spielt eine zentrale Rolle in der Unterstützung aktiver Landwirte und deren Familien. Sie zielt darauf ab, die Voraussetzungen für eine leistungs- und wettbewerbsfähige Landwirtschaft zu schaffen. Im Jahr 2024 sind rund 4,0 Milliarden Euro an Bundeszuschüssen für das agrarsoziale Sicherungssystem vorgesehen. Dieses System bietet den Landwirten finanziellen Schutz bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Arbeitsunfällen und berücksichtigt dabei die spezifischen Belange selbständiger Landwirte.
Die Beschäftigung in der Landwirtschaft ist ebenfalls von Bedeutung: Im Jahr 2023 arbeiteten in Deutschland etwa 876.000 Menschen in diesem Sektor, darunter 398.000 Familienarbeitskräfte und 478.000 familienfremde Arbeitskräfte, von denen 51 % Saisonarbeitskräfte sind. Die Alterssicherung der Landwirte, die von der SVLFG durchgeführt wird, ist darauf ausgerichtet, eine Teilsicherung seit der Einführung 1957 zu gewährleisten, was sowohl die Beiträge als auch die Rentenhöhe beeinflusst.
Ein Blick in die Zukunft
Mit den Reformen, die die Zukunftsfähigkeit der landwirtschaftlichen Sozialversicherung als eigenständiges System zum Ziel haben, wird die Abfederung der finanziellen Folgen des Strukturwandels als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet. Die finanziellen Hilfen im Rahmen der Agrarsozialpolitik belaufen sich im Jahr 2023 auf rund 3,9 Milliarden Euro. All diese Maßnahmen zeigen, wie wichtig die Unterstützung der Landwirtschaft ist, um auch in Zukunft eine stabile und nachhaltige Nahrungsmittelproduktion in Deutschland zu gewährleisten.