Im Freibad Schwandorf, einem beliebten Erlebnisbad in Bayern, das mit seinen 42.000 Quadratmetern Fläche und zahlreichen Becken und Rutschen zahlreiche Besucher anzieht, kam es am Donnerstagnachmittag, den 30. Mai 2026, zu einem schockierenden Vorfall. Ein 44-jähriger Mann, marokkanischer Staatsangehöriger, stand im Verdacht, sich einer 16-jährigen Jugendlichen in höchst unangemessener Weise genähert zu haben. Laut Berichten fasste er ihr „unvermittelt in den Ausschnitt und an die Brust“. Ein Verhalten, das in einem Ort der Erholung und Freude einfach nicht vorkommen sollte.
Die Polizei wurde schnell auf den Vorfall aufmerksam und handelte zügig. Ein Platzverweis für den Verdächtigen wurde ausgesprochen, und ihm wurde ein Hausverbot erteilt. Man kann nur erahnen, welche Auswirkungen solche Erlebnisse auf ein junges Mädchen haben können. Zu allem Überfluss war der Mann zum Zeitpunkt seines Übergriffs alkoholisiert und hatte bereits in der Vergangenheit polizeilich auf sich aufmerksam gemacht. Ein Strafverfahren wurde gegen ihn eingeleitet, und die Ermittlungen dauern an.
Ein weiterer Vorfall im Schwandorfer Freibad
Nur wenige Tage zuvor, am Sonntag, gegen 14:15 Uhr, wurde die Polizei erneut ins Schwandorfer Freibad gerufen. Diesmal war ein 26-Jähriger in den Fokus geraten, der sich an zwei Jugendlichen, 13 und 14 Jahre alt, äußerst anzüglich verhalten hatte. Er hatte sie am Bauch berührt und schließlich sogar sein Glied entblößt. Das Badpersonal handelte sofort und wartete mit allen Beteiligten, einschließlich der Eltern, beim Bademeister, während die Polizei eintraf. Der 26-Jährige, der bereits wiederholt exhibitionistische Handlungen begangen hatte, wird wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern strafrechtlich verfolgt. Unterdessen wurde er zwangsweise in einer Fachklinik untergebracht – ein Schritt, der notwendig erscheint, wenn man sein Verhalten betrachtet.
Diese Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf ein Thema, das in rechtspopulistischen Kreisen oft als alarmierend dargestellt wird: die Sicherheit in Schwimmbädern. Tatsächlich zeigen verfügbare Daten jedoch keinen signifikanten Anstieg der Straftaten in vielen Bundesländern. Im Jahr 2024 sank die Anzahl der Straftaten in Schwimmbädern und Badestellen in acht von 16 Bundesländern, darunter auch Bayern, im Vergleich zum Vorjahr. Rückgänge von über 10% sind in mehreren Bundesländern zu verzeichnen, während andere wie Hamburg und Niedersachsen einen Anstieg meldeten. Ein verwirrendes Bild, das die Diskussion über Sicherheit in Bädern nur komplizierter macht.
Ein Blick auf die Sicherheit
Christian Mankel von der Deutschen Gesellschaft für Badewesen betont, dass Bäder ein Spiegel der Gesellschaft sind. Sicherheitsfragen müssen weiterhin beobachtet werden. Der Direktor des Instituts für Kriminologie, Frank Neubacher, warnt vor einer dünnen Faktenbasis in der Debatte und fordert eine sachliche Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen. Es ist wichtig zu wissen, dass die Polizeistatistiken nur das Hellfeld abdecken – das Dunkelfeld, das nicht angezeigte oder unentdeckte Straftaten umfasst, bleibt oft unberücksichtigt.
Die aktuelle Situation in Schwandorf zeigt, dass trotz aller Bemühungen um Sicherheit, immer wieder Vorfälle geschehen können, die das Vertrauen in öffentliche Orte erschüttern. Freibäder, die vielen Menschen Freude und Erholung bieten sollten, dürfen nicht zu Schauplätzen für Übergriffe werden. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Badbetreibern und weiteren Akteuren ist deshalb unerlässlich, um ein sicheres Umfeld zu gewährleisten.