Heute ist der 24.04.2026 und die Fußballwelt im Landkreis Schwandorf ist in Aufregung. Die Wiltinger Frauen stehen vor einem entscheidenden Duell gegen den FC Augsburg, das am Samstag um 17 Uhr am Naßfeld stattfindet. Für die Wiltingerinnen gilt es, gegen den Tabellenvorletzten zu punkten, um sich etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Mit lediglich 19 Punkten stehen sie gefährlich nahe an den Abstiegsplätzen, und ihre Bilanz in der Rückrunde spricht Bände – nur drei Zähler konnten sie bisher holen. Zudem haben die Wiltingerinnen mit nur 24 erzielten Treffern die wenigsten Tore in der Landesliga Süd geschossen. Die Situation wird durch die Verletzung ihrer Torjägerin Verena Graf noch prekärer, denn sie fällt für dieses wichtige Spiel aus.

Trainer Irek Kotula sieht jedoch optimistisch auf das Heimspiel, denn bis auf Graf steht ihm der gesamte Kader zur Verfügung. Ein Heimsieg wäre nicht nur für die Tabellenlage wichtig, sondern auch für das Selbstvertrauen der Mannschaft. Am Sonntag hat zudem die zweite Mannschaft des SVW einen schweren Brocken vor der Brust, wenn sie gegen die SG SV Pullenried/TSV Eslarn antreten muss. Währenddessen muss der SV Thenried am Samstag nach Wolfratshausen reisen, wo sie ein hartes Spiel erwarten. Trainer Lukas Riedl warnt vor den starken Einzelspielerinnen des Gegners, insbesondere vor der Stürmerin Lena Jocher, die in der Lage ist, Spiele zu entscheiden.

Schwierige Voraussetzungen für Thenried

Der SV Thenried, aktuell auf der Vizeposition, hatte sich nach der Winterpause andere Erwartungen gesetzt. Die Mannschaft hat in der Vorbereitung einige Erfolge gefeiert, unter anderem einen beeindruckenden 5:0-Sieg gegen den FC Pegnitz, doch der Kader ist durch Verletzungen und Abwesenheiten stark geschwächt. Lukas Riedl muss auf wichtige Spielerinnen verzichten: Jessica Kopp, Sophia Pemmerl, Theresa Hausladen und Daniela Schmied sind verletzt oder fraglich, während Katharina Geiger aus privaten Gründen fehlt. Diese personellen Engpässe machen die Herausforderung gegen den viertplatzierten BCF Wolfratshausen umso schwieriger.

Die Thenriederinnen haben im Hinspiel gegen Wolfratshausen noch einen klaren 5:0-Sieg eingefahren, doch der Gegner war damals stark geschwächt. Die aktuelle Form und die personellen Probleme lassen Riedl jedoch vorsichtig sein. Auch wenn die Thenriederinnen versuchen werden, ihren Vizeplatz in der Tabelle zu verteidigen und den Tabellenführer Frauenbiburg herauszufordern, ist der Druck mit den jüngsten Verletzungen gestiegen. Riedl hofft auf die Rückkehr verletzter Spielerinnen, doch seit Anfang Februar gab es nur weitere Verletzungen.

Verletzungen im Fußball – Ein großes Thema

Die Thematik der Verletzungen im Frauenfußball beschäftigt nicht nur die Region, sondern hat auch nationale Relevanz. Eine systematische Analyse von Verletzungen im Frauenfußball wurde jüngst durch die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) durchgeführt, um eine Datenlücke zu schließen. Die Studie zeigt, dass die Verletzungsquote bei Frauen etwa 42 % beträgt, wobei Stürmerinnen am häufigsten betroffen sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Knieverletzungen, die häufigste Verletzungsart, und die mit den längsten Ausfallzeiten verbunden sind. Solche Erkenntnisse sind besonders wichtig, um geschlechtsspezifische Präventionskonzepte zu entwickeln, die auch den weiblichen Spielerinnen zugutekommen.

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Der SV Thenried und die Wiltinger Frauen stehen also nicht nur im Kampf um Punkte, sondern auch in einem größeren Kontext, der die Sicherheit und Gesundheit der Spielerinnen in den Fokus rückt. Die kommenden Spiele sind nicht nur entscheidend für die Tabellenplätze, sondern auch für die Entwicklung des Frauenfußballs insgesamt.