Am letzten Samstag im April war es wieder soweit: Die Jägervereinigung Schwabach-Roth hielt ihre jährliche Hegeschau im malerischen Landgasthof Zwick in Rudelsdorf ab. Die Luft war erfüllt von der Vorfreude der zahlreichen Teilnehmer, die sich zum Austausch und zur Information zusammenfanden. Die erste Vorsitzende, Katharina Stolz, eröffnete die Veranstaltung mit einem herzlichen Grußwort, das von einem musikalischen Auftakt der Bläsergruppe umrahmt wurde – ein schöner Einstieg in einen Tag voller Gespräche und wichtiger Themen.
In diesem Jahr gab es eine spannende Neuerung: Erstmals wurden die Vorsitzenden der Jagdgenossen zur Hegeschau eingeladen. Stolz betonte, wie wichtig der Dialog zwischen Jägern, Landwirten, Waldeigentümern und Naturnutzern ist. Es sei unerlässlich, die unterschiedlichen Ansprüche an Natur und Wald zu verstehen, um Konflikte zu vermeiden. Die Suche nach nachhaltigen Lösungen für Natur, Wildtiere und die Gesellschaft stand dabei im Vordergrund. Ein bedeutendes Ereignis der Hegeschau war die erfolgreiche Inbetriebnahme der Wildentsorgungsstelle in der Hegegemeinschaft Büchenbach – ein echter Schritt nach vorn!
Reformen im Bayerischen Jagdgesetz
Ein weiteres spannendes Thema war die bevorstehende Reform des Bayerischen Jagdgesetzes, die für 2026 geplant ist. Diese Reform könnte die Bejagung von Rehwild ohne behördlichen Abschussplan ermöglichen – eine Flexibilisierung, die viele Jäger begrüßen! Bisher war ein solcher Abschussplan zwingend erforderlich. Die neue Regelung wird in einem Arbeitsblatt für Jagdvorstände und Jagdpächter zusammengefasst, sodass alle Beteiligten gut informiert sind.
Die Ehrengäste, darunter Landrat Ben Schwarz und Oberbürgermeister Peter Reiß, hoben die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Jägervereinigung und den Behörden hervor. Ein wichtiges Thema, das in den Gesprächen aufkam, war der Wolf, der nun in die Liste der jagdbaren Arten aufgenommen wurde. Das bedeutet, dass eine kontrollierte Bejagung in naher Zukunft möglich sein könnte, insbesondere ab der EU-Änderung des Schutzstatus im Juli 2025.
Praktische Informationen und Abschied
Ein detaillierter Bericht von Stadtjagdberater Dr. Werner Hähnlein und Kreisjagdberater Karl Fischer über aktuelle Entwicklungen in der Jagdpraxis sorgte für reges Interesse. Auch ein Vortrag der Waffenbehörde über Aufbewahrungspflichten und Kontrollen war Teil des Programms – ein Thema, das viele Jäger beschäftigt. Claudia Schlegel, Vertreterin der unteren Jagdbehörde, informierte zudem über relevante Themen, die für die Anwesenden von Bedeutung sind.
Die Hegeschau fand in diesem Jahr erstmals ohne anschließende Mitgliederversammlung statt – eine Entscheidung, die das neue Konzept widerspiegelt und beibehalten werden soll. Stolz bedankte sich herzlich bei den Teilnehmenden und Helfern für die harmonische Atmosphäre der Veranstaltung. Es war ein Tag, der nicht nur informativ, sondern auch von einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt war. Die Hegeschau bot einen wertvollen Raum für den Austausch und die Diskussion über die Zukunft der Jagd und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur.