Schiene für die Zukunft: Rottal-Inn drängt auf Elektrifizierung der ABS 38
Die Elektrifizierung der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing, auch bekannt als ABS 38, wird immer mehr zum zentralen Thema für den Landkreis Rottal-Inn. In einem leidenschaftlichen Schreiben hat Landrat Martin Koppmann den Bundesminister für Verkehr, Patrick Schnieder, aufgefordert, die Priorität und dauerhafte Finanzierung dieses Infrastrukturprojekts sicherzustellen. Spätestens seit der Anfrage von ödp-Fraktionssprecher Sepp Rettenbeck im Kreisausschuss im Juni ist klar, dass hier Handlungsbedarf besteht. Koppmann reagiert auf die ausstehende Antwort des Ministers und betont, dass der Ausbau der Schieneninfrastruktur nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch für die Lebensqualität im ländlichen Raum entscheidend ist.
Die Stadt Simbach am Inn, ein wichtiger Bahnstandort und Grenzstadt zu Österreich, benötigt dringend eine moderne Schienenverbindung. Die Strecke hat nicht nur lokale, sondern auch europäischen Stellenwert – sie ist von Bedeutung für den grenzüberschreitenden Personenverkehr und den internationalen Güterverkehr. Koppmann sieht in der Elektrifizierung der ABS 38 eine Investition in die Zukunft, die den Wirtschaftsstandort stärken und die Mobilität der Bürger entscheidend verbessern könnte. Er fordert gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land, was nur mit einer verlässlichen Verkehrsinfrastruktur gelingen kann.
Ein klarer Aufruf zur Aktion
Der Landrat fordert den Bund auf, die Finanzierung des Projekts langfristig zu sichern und die Planungen fortzuführen. Besonders für die Pendler im Flächenlandkreis Rottal-Inn, die täglich in den Großraum München oder ins Chemiedreieck fahren, sind leistungsfähige Verkehrsverbindungen unverzichtbar. Koppmann ist sich sicher: „Wir müssen jetzt handeln, um den Landkreis für die Zukunft zu rüsten.“
Um die Dringlichkeit zu unterstreichen, verweist Koppmann auf die Notwendigkeit einer klaren Strategie zur Elektrifizierung und zum Ausbau des Schienennetzes. Dies deckt sich auch mit den Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und Claus Weselsky, dem GDL-Bundesehrenvorsitzenden, die einen Neustart für die Schiene fordern. Sie verlangen vom Bundesverkehrsminister, jährlich mindestens 600 Kilometer Schienennetz zu elektrifizieren und 200 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren. Ein klarer Fokus soll dabei auf der Schaffung einer leistungsfähigen Schieneninfrastruktur in der Fläche liegen, anstatt sich auf teure Prestigeprojekte zu konzentrieren.
Kritik an der bisherigen Politik
Die Kritik an der aktuellen Verkehrspolitik ist laut und unüberhörbar. Ankündigungen zur Elektrifizierung von 500 Kilometern pro Jahr wurden nicht eingehalten – im letzten Jahr waren es gerade mal 11 Kilometer. Entscheidungen zur Stärkung der Schiene in der Fläche werden oft nicht ernst genommen, und die bisherigen Bemühungen um die Schieneninfrastruktur bleiben hinter den Erwartungen zurück. Überhöhte Trassenpreise und eine mangelhafte Regulierung sind Probleme, die es zu bewältigen gilt. Koppmann ist hier nicht allein, viele teilen seine Ansichten.
Ein Appell an die Verantwortlichen: Es ist höchste Zeit, die Weichen für eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik zu stellen. Die Menschen im Landkreis Rottal-Inn warten auf ein klares Signal, dass ihre Mobilität ernst genommen wird. Mit dem richtigen Engagement könnte die Elektrifizierung der ABS 38 nicht nur ein Projekt für den Landkreis, sondern ein Vorbild für andere Regionen werden. Und hey, am Ende profitieren wir alle davon – auch die Umwelt! Denn eine moderne Schienenverbindung ist nicht nur gut für die Pendler, sondern auch für unseren Planeten.
Mit der Umstellung auf VeloCore vereint unser Magazin herausragende Performance und konsequente Barrierefreiheit. Schnelle Ladezeiten und optimale Core Web Vitals treffen auf eine vollständige WCAG-2.1- und BITV-2.0-konforme Umsetzung – realisiert durch Daniel Wom ohne Kompromisse.
