Heute ist der 29.05.2026 und es wird Zeit, ein wenig in die Vergangenheit zu reisen. Über 20 Jahre ist es nun her, dass die Krimiserie „Die Rosenheim-Cops“ im ZDF das Licht der Welt erblickte. Die erste Folge wurde 2002 ausgestrahlt und hat seitdem unzählige Fans begeistert. Die Geschichten rund um die Ermittler in dem charmanten bayerischen Städtchen sind längst Teil der deutschen Fernsehgeschichte. Doch wie wandelte sich der Cast im Laufe der Zeit? Viele Gesichter sind gekommen und gegangen, und einige haben sich in die Herzen der Zuschauer gespielt wie kein anderer.
Das erste Ermittler-Duo, Korbinian Hofer und Ulrich Satori, gespielt von Josef Hannesschläger und Markus Böker, legte den Grundstein für den Erfolg der Serie. Böker war vier Staffeln lang als Ulrich Satori zu sehen und hatte sogar einen Gastauftritt in Folge 63. Nach seinem Ausstieg blieb er der Schauspielerei treu und war in Formaten wie „In aller Freundschaft“ und „Aktenzeichen XY … ungelöst!“ zu sehen. Auch außerhalb der Schauspielerei ist er aktiv: Er ist nicht nur Schlagzeuger und DJ, sondern auch Persönlichkeitscoach.
Das Herz der Serie
Josef Hannesschläger, der das Publikum als Korbinian Hofer verzauberte, war fast zwei Jahrzehnte lang Teil der Serie, bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2020. Er kämpfte tapfer gegen Krebs und verstarb im Alter von 57 Jahren. Seine Karriere war vielfältig: Neben der Schauspielerei war er auch als Kabarettist und Musiker aktiv. Vor seiner Zeit bei „Die Rosenheim-Cops“ hatte er eine Ausbildung zum Koch, wechselte aber schnell auf die Bühne. Theaterstücke wie „Warten auf Godot“ und die Uraufführung von „Krabat“ am Prinzregententheater in München zählen zu seinen vielen beeindruckenden Leistungen.
Die treue Sekretärin Miriam Stockl, gespielt von Marisa Burger, ist seit dem Serienstart dabei und plant, bis Frühjahr 2025 weiterhin Teil des Teams zu sein. Sie begeistert nicht nur am Set, sondern hat auch einen eigenen Podcast, „Abendkasse – Kultur in der Clutch“, und hat 2023 ihre Autobiografie veröffentlicht. Max Müller als Polizeiobermeister Michi Mohr ist ebenfalls ein unverzichtbarer Teil der Serie und steht den Zusehern seit der ersten Folge zur Seite.
Ein Leben voller Leidenschaft
Josef Hannesschläger war nicht nur ein Schauspieler, sondern auch ein kreativer Kopf. Er schrieb und spielte mehrere Kabarettprogramme, arbeitete als Regisseur und war mit seiner Showband aktiv. Musik war eine Herzensangelegenheit für ihn, und seine CD „München im Sommer“ zeigt, wie tief verwurzelt seine Leidenschaft war. Trotz gesundheitlicher Rückschläge, die ihn 2011 zwangen, eine berufliche Pause einzulegen, kehrte er 2012 zurück und drehte weitere Folgen von „Die Rosenheim-Cops“.
Sein soziales Engagement war ebenfalls bemerkenswert. Hannesschläger unterstützte verschiedene Projekte, wie die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“. Er war ein Mensch, der nicht nur auf der Bühne glänzte, sondern auch in der Gesellschaft einen Unterschied machen wollte. Seine Trauerfeier im Januar 2020 war ein bewegender Moment, an dem Freunde, Familie und Fans zusammenkamen, um Abschied zu nehmen. An der Trauerfeier hielten unter anderem Christian Ude, Max Müller und Alexander Duda bewegende Worte. Statt Blumen wünschte sich Hannesschläger Spenden für den Verein Mukoviszidose.
Die Geschichten und die Menschen hinter „Die Rosenheim-Cops“ bleiben unvergessen. Mit über 400 Folgen hat die Serie nicht nur Kriminalfälle gelöst, sondern auch ein Stück bayerische Kultur und Humor in die Wohnzimmer gebracht. Wer hätte gedacht, dass aus einem kleinen Ermittlerteam eine so große Familie werden kann? Die Faszination für die Charaktere und deren Geschichten scheint ungebrochen, und viele Fans hoffen, dass die Serie noch lange weitergeht.