Ende einer Ära: Der Coburger Bus verabschiedet sich aus Rhön-Grabfeld
Heute ist der 21.07.2026, und die Nachrichten aus der Region Rhön-Grabfeld bringen eine unerfreuliche Wendung für viele Pendler und Reisende. Die öffentliche Buslinie 800, die liebevoll „Der Coburger“ genannt wird, wird zum 31. Juli 2026 eingestellt. Diese Entscheidung trifft nicht nur die Stadt Bad Neustadt, sondern auch zahlreiche kleinere Gemeinden, die auf diesen Service angewiesen waren. Die Buslinie wurde erst am 1. Mai 2021 ins Leben gerufen, nachdem der Landkreis Rhön-Grabfeld die Initiative ergriffen hatte, um die Mobilität in der Region zu verbessern.
Der Coburger hat nicht nur Bad Neustadt mit Coburg verbunden, sondern auch den Bahnhof Gersfeld und viele umliegende Orte wie Bad Königshofen, Ermershausen und Maroldsweisach angefahren. Doch nun ist Schluss mit dieser bequemen Verbindung. Der Grund für die Einstellung ist die ausbleibende staatliche Förderung durch die Regierung von Unterfranken, die für den Betrieb der Linie über fünf Jahre hinweg entscheidend war. Die Einführung der Linie 810, die Gersfeld mit Bischofsheim und Bad Neustadt verknüpft, hat die Situation zusätzlich verschärft, sodass „Der Coburger“ nur noch ab Bad Neustadt verkehrte.
Alternative Verbindungen und BusTaxi
Für einige Ortsteile des Landkreises Haßberge gibt es zwar noch alternative Verbindungen nach Coburg, etwa die Linien 1155 und 1177, die nach Dietersdorf und Dürrenried fahren, aber die Abhängigkeit von der Buslinie 800 war für viele eine gewohnte und vertraute Sache. Wer jetzt nach Coburg möchte, muss umsteigen auf die Linie 1451, und das kann ganz schön umständlich sein, vor allem wenn man einen vollen Terminkalender hat.
Um die Lücken zu füllen, wurde das BusTaxi im Landkreis Rhön-Grabfeld etabliert. Dieses ergänzt den regulären Busverkehr außerhalb der üblichen Zeiten – also früh morgens, abends und am Wochenende. Wer in den Genuss dieser Flexibilität kommen möchte, muss sich jedoch telefonisch anmelden. Das BusTaxi verbindet die Gemeinden mit den Bahnhöfen in Bad Neustadt und Mellrichstadt und fährt im Zweistunden-Takt, um die Züge des Mainfranken-Thüringen-Express zu erreichen. Das klingt ja alles recht praktikabel, aber man muss schon ein bisschen Planung investieren.
Ein Blick auf die Zonen und Fahrpläne
Die Region ist in vier Zonen eingeteilt, wobei Zonen 1 und 2 nach Mellrichstadt und Zonen 3 und 4 nach Bad Neustadt führen. Innerhalb einer Zone werden die Fahrgäste in der Regel gemeinsam befördert. Um das BusTaxi nutzen zu können, ist eine Anmeldung erforderlich: drei Stunden vor Abfahrt für die Hinfahrt und zwei Stunden für die Rückfahrt. Das klingt nach einer Menge Bürokratie, nicht wahr? Und wenn ein Linienbus zur Wunschzeit fährt, hat der Vorrang – das kann manchmal ganz schöne Wartezeiten mit sich bringen.
Der Fahrplan des BusTaxis sieht an allen Verkehrstagen Abfahrten um 21:00 Uhr und 23:00 Uhr vor, an Wochenenden und Feiertagen sogar zusätzliche Zeiten. Wer also nach einem geselligen Abend in der Stadt nach Hause will, sollte die Uhr im Auge behalten. Und die Kosten? Nun, die richten sich nach dem Wabentarif der Nahverkehr Mainfranken GmbH – ganz schön praktisch, aber auch hier gilt: Man muss sich gut organisieren.
All diese Änderungen sind ein weiterer Schritt in der kontinuierlichen Entwicklung des ÖPNV in unserer Region. Es bleibt zu hoffen, dass die Verantwortlichen neue und effektive Lösungen finden, um die Mobilität für alle Bürger in Rhön-Grabfeld aufrechtzuerhalten. Die Reise durch unsere wunderschöne Landschaft sollte für jeden zugänglich bleiben – egal ob mit dem Bus, dem Taxi oder anderen Verkehrsmitteln. Aber wie gesagt, die Planung wird entscheidend sein. Ob sich das BusTaxi durchsetzt, wird die Zeit zeigen.
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