In Pfaffenhofen an der Ilm wurde kürzlich ein herzzerreißender Hilferuf von einer Tierfreundin laut. Sie entdeckte vier Katzen am Straßenrand, die offensichtlich in Not waren. Sofort informierte sie die Polizei, die mit einem beeindruckenden Tempo reagierte und die Samtpfoten schnell einsammeln konnte. Die Katzen, etwa ein Jahr alt, waren erschöpft und angeschlagen, aber erstaunlicherweise menschengewöhnt. Das lässt darauf schließen, dass sie nicht einfach entwischt sein können – es wird vermutet, dass jemand sie ausgesetzt hat.

Unter den vier Katzen befinden sich zwei Kater und zwei Katzen, wobei eine der Katzen tragend war und bald darauf ihre Jungen zur Welt brachte. Die beiden Kater, die mittlerweile auf die Namen Pixel und Tom hören, sehen sich sehr ähnlich. Man könnte fast sagen, sie sind wie zwei Erbsen in einer Schote! Diese „Schmusetiger“ sind bekannt dafür, dass sie gerne umsorgt und gestreichelt werden. Gaby, ihre Betreuerin, hat eine enge Bindung zu beiden Katern aufgebaut. Es wird empfohlen, die beiden zusammen zu halten, jedoch ist das für die Vermittlung nicht zwingend notwendig. Wichtig ist nur, dass die Kater Gesellschaft benötigen – schließlich sind sie keine Einzelgänger.

Tierschutz in der Region

Die Tiere befinden sich derzeit in der Tierherberge Pfaffenhofen, einer Zufluchtsstätte für Tiere in Not. Diese Einrichtung ist verantwortlich für Fundtiere im gesamten Landkreis, mit Ausnahme von Manching und Ernsgaden. Hier kümmern sich geschulte Tierpfleger und ehrenamtliche Helfer um das Wohlbefinden der Tiere, bis sie ein neues Zuhause finden. Die Tierherberge hat allerdings eine begrenzte Aufnahmekapazität für Hunde, während sie für Katzen bessere Möglichkeiten hat – auch wenn saisonale Engpässe auftreten können. Tierärztliche Versorgung erhalten die Tiere durch eine erfahrene Tierarztpraxis, was für ihre Gesundheit unerlässlich ist.

Ab dem 05.10.2024 wird die Tierherberge jeden zweiten Samstag von 13:00 bis 16:00 Uhr besucht werden können – und das ganz ohne Anmeldung! Ein wichtiger Punkt in der Tierverantwortung ist die Katzenschutzverordnung, die seit dem 01.01.2020 im Landkreis aktiv ist, jedoch nur teilweise umgesetzt wurde. Diese Verordnung zielt darauf ab, Freigängerkatzen ab einem Alter von 5 Monaten zu kastrieren und zu mikrochippen. Der Mikrochip, der kostenlos bei einem Haustierregister gemeldet werden muss, hilft dabei, die Tiere schnell zu identifizieren und im Verlustfall zu ihrem Halter zurückzuführen.

Katzenschutz und Verantwortung

Die Katzenschutzverordnungen basieren auf dem Tierschutzgesetz, das eine Reihe von Verpflichtungen für Katzenhalter festlegt. Dazu gehört die artgerechte Ernährung, Pflege und Unterbringung der Tiere. Kommunen haben die Verantwortung, Maßnahmen zur Kontrolle der Katzenpopulation zu ergreifen. Das bedeutet, dass Freigängerkatzen kastriert und mit einem Mikrochip oder einer Ohrtätowierung versehen werden müssen. Dies sorgt nicht nur für Rechtssicherheit im Streitfall, sondern hilft auch, Fehlzuweisungen zwischen entlaufenen Katzen und Streunern zu verhindern.

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Die rechtlichen Grundlagen sind klar: Für Verstöße gegen diese Verordnungen können Bußgelder verhängt werden – von Verwarnungen bis zu 5.000 Euro bei wiederholten oder schwerwiegenden Verstößen. Das Ziel ist es, nicht nur das Katzenelend zu bekämpfen, sondern auch eine nachhaltige Verantwortung für den Tierschutz zu fördern. Hier sind Kommunen, Tierschutzvereine, Tierärzte und die Bevölkerung gleichermaßen gefordert, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Wer Interesse an den beiden Katern Pixel und Tom hat, kann sich unter der Telefonnummer (08441) 49 02 44 melden. Vielleicht wird einer von ihnen schon bald ein neues, liebevolles Zuhause finden!

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