Ein kleiner, aber feiner Fauxpas hat die Lufthansa ins Rampenlicht gerückt – und das, obwohl die Fluggesellschaft gerade mit den Folgen der Schließung ihrer Regionaltochter Cityline zu kämpfen hat. Das Flugzeug mit dem Namen „Pfaffenhofen an der ilm“ trägt einen Schreibfehler, der das große „I“ im Wort „Ilm“ klein macht. Der Fehler, der während eines routinemäßigen Wartungsereignisses (C-Check) im März 2026 in einem Ausland entstand, wurde bei der Lackierung des Airbus A319 mit dem Kennzeichen D-AIBP verursacht. Lustigerweise haben die Verantwortlichen anscheinend eine falsche Schablone verwendet, was zu diesem peinlichen Missgeschick führte.

Der Airbus A319 D-AIBP, der über 20 Jahre alt ist und zuletzt zur Flotte von Lufthansa Cityline gehörte, wurde am 23. Juni nach Berlin überführt. Doch nach der Stilllegung von Cityline im April ist das Flugzeug seit Mitte April geparkt. Ein neues Flugzeug in der aktiven Flotte soll den Namen „Pfaffenhofen an der Ilm“ übernehmen, sobald es verfügbar ist. Das sorgt für ein wenig Aufregung in der Stadt, denn der Erste Bürgermeister zeigt sich erfreut, dass es wieder ein Flugzeug mit dem Namen der Stadt gibt, auch wenn dieser Machen-Missgeschick ist.

Die Städtepatenschaften der Lufthansa

Seit Jahrzehnten verfolgt die Lufthansa das Prinzip der Städtepatenschaften, um die Verbundenheit mit Regionen in Deutschland zu zeigen. Über 300 Flugzeuge sind nach deutschen Städten benannt – das reicht von Hof über Passau bis hin zu Augsburg. Diese Patenschaften sind nicht nur eine schöne Tradition, sondern auch ein cleveres Marketinginstrument. Es gibt Städte, die sich um einen solchen Namen bemühen und auf Wartelisten stehen; Neuburg an der Donau beispielsweise hat sich beworben und wartet nun zwischen 10 und 15 Jahren auf einen Flugzeugnamen.

Die Hoffnung hinter diesen Patenschaften ist groß: Zehntausende Passagiere könnten durch die Namensgebung auf die Stadt aufmerksam werden. Das ist ein bisschen wie ein kleiner Werbespot in der Luft, der den Namen der Stadt in die Welt hinausträgt. Wenn man bedenkt, dass der Name von einem Airbus A380 auf eine Boeing 787-9 überging, ist die Übertragung der Patenschaft auf ein anderes Flugzeug für Pfaffenhofen an der Ilm also durchaus möglich. Die Zukunft des Airbus D-AIBP bleibt allerdings ungewiss – ob er noch einmal in Dienst genommen wird, steht in den Sternen.

In der Zwischenzeit kann die Stadt nur hoffen, dass der Schreibfehler bald ausgebessert wird. Die Lufthansa hat bereits angekündigt, den Fehler bei nächster Gelegenheit zu korrigieren. Aber bis dahin bleibt die Frage offen: Wird es in der Luftfahrtgeschichte von Pfaffenhofen an der Ilm immer einen kleinen Schreibfehler geben, oder wird der Name des Flusses eines Tages im vollen Glanz erstrahlen? Die Zeit wird es zeigen.

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