Der FC Schalke 04, frisch aufgestiegen in die Bundesliga, hat am Samstagabend im Max-Morlock-Stadion eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Mit 0:3 ging die Partie gegen den 1. FC Nürnberg aus, und das, obwohl die Schalker Fans nach dem Aufstieg über den Sieg gegen Fortuna Düsseldorf letzte Woche noch in Feierstimmung waren. Die Enttäuschung war spürbar, als der Schiedsrichter Felix Prigan das Spiel abpfiff – die erste Liganiederlage seit Ende Januar, und das nach einer Woche voller Feiern auf Ibiza. Trainer Miron Muslic hatte vor dem Spiel betont, es gelte, in den „Wettkampfmodus“ zurückzukehren. Doch das gelang nicht.
Die Schalker zeigten eine enttäuschende Leistung. Ein Eigentor von Ron Schallenberg in der 20. Minute brachte Nürnberg in Führung, gefolgt von Toren von Henri Koudossou und Mohamed Ali Zoma, die die Schalker Abwehr vor große Probleme stellten. Während des Spiels war deutlich zu sehen, dass die Schalker Spieler von der Feierwoche noch gezeichnet waren – Müdigkeit machte sich bemerkbar. Die Nürnberger hingegen waren von Beginn an das bessere Team. Sie schoben sich mit diesem Sieg auf den achten Rang in der Tabelle und zeigten, dass sie auch ohne einige Abseitsentscheidungen gegen Zoma, die in der 27. und 45. Minute nicht anerkannt wurden, die Chancen besser nutzen konnten.
Schalke in der Defensive
Die Aufstellung des FC Schalke 04 war im Vergleich zu den vorherigen Spielen durch einige Wechsel geprägt. Auf dem Platz standen Müller im Tor, unterstützt von einer Abwehrreihe, zu der auch Schallenberg gehörte. Während die Schalker in der Offensive mit Edin Dzeko und Kapitän Kenan Karaman antraten, war der Ausfall von Stammtorhüter Loris Karius, der wegen der Geburt seines zweiten Kindes in Italien war, ein weiterer Dämpfer. Sein Fehlen machte sich in der Defensive bemerkbar, und die Mannschaft schien nicht in der Lage, die entstandenen Lücken zu schließen.
Nürnbergs Trainer und die Spieler hatten sich auf den Gegner eingestellt. Defensiv zeigten sie sich stabil und ließen den Schalkern kaum Platz für kreative Aktionen. Die Schalker Fans, die trotz der Niederlage Lieder zur Meisterschaft anstimmten, mussten sich am Ende mit einer ernüchternden Realität abfinden. Sie hatten gehofft, dass die Feierstimmung die Mannschaft beflügeln würde, doch die Müdigkeit stand ihnen im Weg.
Der Blick nach vorn
Für Schalke geht es in der nächsten Woche weiter, wenn am 17. Mai 2026 das letzte Saisonspiel gegen Eintracht Braunschweig ansteht. Die Mannschaft muss jetzt aus dieser Niederlage lernen, denn der Weg zurück in die Bundesliga ist steinig. In der Regel steigen die Meister und Vizemeister direkt auf, während der Drittplatzierte in Relegation muss – ein Druck, den die Schalker kennen, aber der in dieser Saison erst einmal abgewendet wurde. Ob die Feierlichkeiten auf Ibiza der Schlüssel zum Erfolg waren oder ob sie die Mannschaft eher aus dem Tritt gebracht haben, bleibt abzuwarten. Doch eines ist sicher: Der nächste Schritt muss jetzt in die richtige Richtung gehen.