Heute ist der 7.07.2026 und die Immobilienlandschaft in Nürnberg ist spannender denn je. Die Preisschere zwischen Neubauten und Bestandsbauten hat sich in den letzten Jahren deutlich geöffnet und treibt so viele Käufer in die sanierungsbedürftigen Altbauten der Stadt. Während man für eine Neubauwohnung durchschnittlich 5.000 Euro pro Quadratmeter hinblättern muss, kommt man bei Bestandswohnungen schon mit 3.300 Euro pro Quadratmeter durch. Das macht eine Differenz von etwa 1.700 Euro pro Quadratmeter! Kein Wunder, dass der Markt blüht und die Nachfrage nach Altbauten steigt. Es ist, als würde man einen Schatz im Herzen der Stadt entdecken.

Ein freistehendes Einfamilienhaus kostet im Schnitt 669.000 Euro, Doppelhaushälften schlagen mit 608.000 Euro zu Buche und Reihenmittelhäuser sind immerhin für 519.000 Euro zu haben. Die Mietpreise zeigen eine ähnliche Entwicklung: Neubauten kosten im Schnitt 14,00 Euro pro Quadratmeter, Bestandswohnungen liegen bei 12,10 Euro und Altbauten sind mit 11,80 Euro die günstigste Wahl. Interessanterweise blieben die Mieten im Vergleich zum Herbst 2025 stabil, jedoch gab es einen leichten Anstieg von 0,9 Prozent im Altbausegment.

Baukrise und sanierungsbedürftige Immobilien

Die bundesweite Neubaukrise ist nicht zu übersehen. Der GdW warnt vor einem drohenden Kollaps und die Investitionen der Mitgliedsunternehmen sinken voraussichtlich um 26 Prozent auf rund 6 Milliarden Euro in diesem Jahr. Voraussichtlich werden 2026 nur 200.000 Wohnungen in Deutschland fertiggestellt – ein steiler Rückgang im Vergleich zu den benötigten 320.000. Die Baupreise sind seit Ende 2019 um satte 51 Prozent gestiegen, und die Zinsen haben ebenfalls einen Höhenflug erlebt. Die GdW fordert dringend beschleunigte Verfahren und niedrigere Baukosten, doch die Finanzierung bleibt für viele Käufer die größte Hürde. Nur 39 Prozent der Mieter zwischen 30 und 44 Jahren können sich außerhalb der großen Metropolen eine Immobilie leisten.

Das erforderliche Eigenkapital beläuft sich im Schnitt auf 131.000 Euro, aber nur 6 Prozent dieser Altersgruppe haben ausreichende Mittel. Über die letzten Jahre sind die Kaufpreise nur um knapp 10 Prozent gestiegen, während die Mieten seit 2021 um über 38 Prozent in die Höhe geschossen sind. Ein Trend, der vielen Sorgenfalten auf die Stirn zaubert – besonders in einer Zeit, in der die Preise allerorts zu steigen scheinen.

Preise und Fertigstellungen in anderen Städten

<pEin Blick über die Grenzen Nürnbergs zeigt, dass Köln ähnliche Herausforderungen hat. Die Angebotsmieten sind dort in der zweiten Jahreshälfte 2025 von 15,58 Euro auf 16,39 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Ein jährliches Mietwachstum von 5,8 Prozent – das sind Zahlen, die einem schon ganz schwindelig werden können. Und das ist nicht alles: Die Preise für Neubauwohnungen in Köln haben mit einer Fünfjahres-CAGR von 8,3 Prozent eine steile Kurve genommen. Während die Medianpreise für Eigentumswohnungen bei 5.000 Euro pro Quadratmeter liegen, zeigt sich im Premium-Segment ein Anstieg auf 7.460 Euro pro Quadratmeter.

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Doch die Bauaktivitäten in Köln sind alarmierend niedrig. Mit 1.819 fertiggestellten Wohneinheiten im Jahr 2024, dem niedrigsten Stand seit 1990, und einem Rückgang der Baugenehmigungen um 8,7 Prozent im Vergleich zu 2023 hat die Stadt einen ernsthaften Engpass. Da fragt man sich doch, wo die ganzen Wohnungen bleiben sollen! Und während die Nachfrage wächst, bleibt die Versorgungsquote mit 29 Einheiten pro 10.000 Einwohner weit hinter den Erwartungen zurück.

Ein Blick auf die Baukosten

<pDas Statistische Bundesamt hat interessante Informationen zu den Baukosten bereitgestellt. Oft wird der Begriff "Baukostenindex" fälschlicherweise verwendet, wenn eigentlich der "Baupreisindex" gemeint ist. Letzterer zeigt die Entwicklung der Erzeuger-Verkaufspreise für das Baugewerbe und spiegelt wider, wie Bauunternehmen Material, Löhne und Energie einkaufen. Für viele, die in den Immobilienmarkt investieren möchten, sind diese Informationen entscheidend. Schließlich beeinflussen sie die Gesamtkosten und damit die Rentabilität von Investitionen.

<pIn einer Zeit, in der die Bautätigkeit in vielen Städten stagniert und die Preise weiterhin steigen, bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Nürnberg und anderen Städten entwickeln wird. Die Herausforderung bleibt groß, und der Immobilienmarkt wird weiterhin ein spannendes, wenn auch herausforderndes Thema sein.

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