Die Stimmung bei Eintracht Braunschweig könnte derzeit nicht schlechter sein. Am vergangenen Samstag musste sich das Team im Duell mit dem 1. FC Nürnberg mit 1:2 geschlagen geben. Diese herbe Niederlage ist bereits die sechste aus den letzten sieben Spielen für die Löwen, was die Fans in der niedersächsischen Stadt verärgert. Das Ergebnis lässt die Eintracht weiter im Tabellenkeller versinken und sorgt für ernste Sorgenfalten bei den Anhängern, die auf sozialen Medien lautstark ihre Unzufriedenheit äußern. Vor allem die wiederholte Forderung nach einem Trainerwechsel für Daniel Backhaus steht im Raum, nachdem die Mannschaft alles andere als zufriedenstellend spielt. “Rote Karten bringen keine Punkte,” kommentieren einige Fans kritisch, nachdem in dieser Saison bereits sechs Platzverweise für die Mannschaft ausgesprochen wurden.

Bereits vor den Relegationsspielen um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga hat der Verein jetzt einen Umbruch eingeleitet. Marc Pfitzner, der zuvor als Co-Trainer tätig war und langjähriger Eintracht-Profi ist, übernimmt ab sofort die Trainerposition von Daniel Scherning. Diese Umstellung wurde nur vier Tage vor der ersten Partie gegen den 1. FC Saarbrücken so entschieden, die am Freitag um 20:30 Uhr angepfiffen wird und sowohl auf Sat.1 als auch auf Sky zu sehen sein wird. Pfitzner, der bereits als Interimscoach fungiert hat, soll frischen Wind in die Mannschaft bringen, nachdem die letzten beiden Spielzeiten mit enttäuschenden Ergebnissen wie 0:3 gegen SV Elversberg und 1:4 gegen Nürnberg endeten, die den vorzeitigen Klassenerhalt verhinderten.

Trainerwechsel vor wichtigen Spielen

Die Entscheidung für den Trainerwechsel fiel nicht leicht. Michael Kessel, der Sport-Geschäftsführer, dankte Scherning für seinen unermüdlichen Einsatz in den letzten anderthalb Jahren. Pfitzner wird im Trainerteam von Co-Trainer Marcel Goslar, Athletiktrainer Janning Michels und Rehatrainer Alexander Bülow unterstützt. Diese neue Konstellation soll nun alles daran setzen, das Saisonziel – den Klassenerhalt – zu erreichen, was in der derzeitigen Lage nicht als leicht erachtet wird.

Trainerwechsel sind in der 2. Bundesliga in dieser Saison keine Seltenheit. So musste auch beim FC Schalke Karel Geraerts nach enttäuschenden Leistungen gehen, und Darmstadt 98 wechselte nach einem schwachen Saisonstart den Coach. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass ein neuer Trainer oft frischen Wind bringt und die Leistung der Mannschaft positiv beeinflussen kann. Braunschweig wird nun hoffen, dass Pfitzner ein gutes Händchen hat und die Wende rechtzeitig einleiten kann.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob die Eintracht unter der Ägide von Pfitzner Erfolg haben wird oder ob die oft gesichtete Unruhe unter den Fans weiter zunehmen wird. Die ersten Signale erwarten viele bereits am Freitag, wenn das Team in Saarbrücken antreten muss.

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Die Situation bei Eintracht Braunschweig bleibt spannend und zeigt, wie wichtig es ist, in der zweiten Bundesliga den Anschluss nicht zu verlieren. Nun heißt es: Vollgas geben und die nächsten Spiele für sich entscheiden!