Heute ist der 23.05.2026 und in Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim gibt es Grund zur Freude! Das Zwetschgen-Seidla, ein spritziges Biermischgetränk, das fränkisches Bier mit der süßen Note von Zwetschgen vereint, hat sich zu einem echten Renner entwickelt. Insbesondere im Raum Bad Windsheim erfreut sich dieses Getränk großer Beliebtheit, und das nicht ohne Grund. Die dritte Charge des Zwetschgen-Seidla ist jetzt erhältlich und verspricht, die Geschmacksnerven der Bierliebhaber erneut zu verzaubern.
Die kreative Zusammenarbeit zwischen Ernst Grefig und Braumeister Willi Döbler hat ein ganz besonderes Produkt hervorgebracht. Man könnte fast sagen, es ist wie eine kleine Liebe auf den ersten Schluck – die Kombination aus dem herben Biergeschmack und der fruchtigen Zwetschge ist einfach ein Gedicht! Es gibt kaum etwas Besseres, als an einem warmen Sommertag ein kühles Zwetschgen-Seidla zu genießen und dabei den Duft der Streuobstwiesen einzuatmen.
Die Wurzeln des Seidla
Doch was genau ist dieses „Seidla“, das sich so großer Beliebtheit erfreut? Der Begriff hat eine lange Geschichte und ist in Oberfranken tief verwurzelt. Tatsächlich ist Oberfranken bekannt für seine hohe Brauereidichte – laut Guinnessbuch der Rekorde ist sie die höchste der Welt! Das Seidla, oft gleichbedeutend mit einem halben Liter Bier, hat auch historische Wurzeln. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „situla“ ab, welches ein Trinkgefäß bezeichnete. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich dann das mittelhochdeutsche „sîdel“ daraus.
In Oberfranken ist es nicht unüblich, dass ein Seidla gleich 0,5 Liter umfasst – das ist schon mal ein ganz anderer Schnack im Vergleich zu den 0,3 Litern, die man in Wien serviert bekommt. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Diskussionen über die genaue Definition des Begriffs, zuletzt 2015, als das Ordnungsamt eine präzisere Regelung forderte. In jedem Fall bleibt das Seidla ein fester Bestandteil der fränkischen Bierkultur.
Ein Geschmackserlebnis mit Tradition
Das Zwetschgen-Seidla steht nicht nur für einen neuen Trend, sondern auch für die Kontinuität traditioneller Werte in der fränkischen Braukunst. Man denke zurück an 1907, als die Bamberger Brauerei den Preis für ein Seidla von 11 auf 12 Pfennig erhöhte und damit einen Aufstand unter den Biertrinkern auslöste. Es zeigt sich, dass Bier nicht nur ein Getränk, sondern auch ein Stück Kultur ist – und das ist bis heute so geblieben.
Wenn man also das nächste Mal ein Zwetschgen-Seidla in der Hand hält, kann man sich gewiss sein: In jedem Schluck steckt nicht nur der fruchtige Geschmack der Zwetschgen, sondern auch ein Stück Geschichte, die über Jahrhunderte gewachsen ist. Prost auf die fränkische Lebensart und die wunderbaren Kreationen, die sie hervorgebracht hat!