In Neumarkt in der Oberpfalz, wo die Luft oft nach frischem Brot und alten Geschichten riecht, gibt es Neuigkeiten, die sowohl die Musikliebhaber als auch die Kirchgänger aufhorchen lassen. Bastian Fuchs, ein junger und talentierter Orgelspezialist, wird im August die Stelle des Domorganisten im Speyerer Dom antreten. Für Fuchs, der 1994 in Neumarkt geboren wurde und seit seinem achten Lebensjahr Orgel spielt, ist dies ein großer Schritt. Es ist seine erste Position außerhalb seiner bayerischen Heimat, und die Vorfreude ist spürbar.

Fuchs hat sich in der Welt der Kirchenmusik bereits einen Namen gemacht. 2015 schrieb er ein Stück namens „Lobgesang“ für die Seifert-Orgel im Speyerer Dom, ein Werk, das für den damaligen Domorganisten Markus Eichenlaub komponiert wurde – eine wichtige Fußnote in seiner Karriere, denn nun wird er dessen Nachfolge antreten. Fuchs’ musikalische Ausbildung ist beeindruckend: Er studierte Kirchenmusik in Regensburg und machte seine Masterabschlüsse in Orgel und Orgelimprovisation in Nürnberg, beides mit Bestnoten. Wenn man bedenkt, dass er bereits früh Kontakt zu renommierten Domorganisten in Passau und Bamberg hatte, wird klar, dass er in der Musikszene bestens vernetzt ist.

Die Orgeln des Speyerer Doms

Die Seifert-Orgel im Speyerer Dom ist ein wahres Meisterwerk. Sie umfasst eine große Hauptorgel auf der Westempore, die 2011 geweiht wurde, und eine kleinere Chororgel, die 2008 ihren Platz fand. Fuchs beschreibt die Hauptorgel als eine Universalorgel mit einem „dunklen Kathedralenklang“, während die Chororgel perfekt für kammermusikalische Stücke geeignet ist. „Es ist einfach faszinierend, wie die Orgel den Raum im Dom akustisch beherrscht“, sagt Fuchs, der den Dom seit 2011 kennt und dort oft geübt hat. Das Gefühl, alleine im Dom zu sein, ist für ihn unbeschreiblich – eine Art magische Verbindung zur Musik und zur Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks.

Markus Eichenlaub, Fuchs’ Vorgänger, wechselt nach Heidelberg. Dies eröffnet Fuchs nicht nur die Möglichkeit, seine eigene musikalische Handschrift im Dom zu hinterlassen, sondern auch, sein Stück „Lobgesang“ dort zu spielen. Die Vorfreude auf diesen Moment ist greifbar. Und nicht zu vergessen: Der Speyerer Dom ist die größte erhaltene romanische Kirche Europas – da kann man sich schon vorstellen, was für eine Ehre es ist, in diesem ehrwürdigen Rahmen musizieren zu dürfen.

Ein Blick über den Tellerrand

Ein anderer Domorganist, Matthias Wand, der 1960 in Eisenach geboren wurde, ist ein weiteres Beispiel für die Vielfalt und Tiefe der Kirchenmusik in Deutschland. Wand erhielt seinen ersten Orgelunterricht in der Georgenkirche, der Taufkirche von J.S. Bach, und hat eine beeindruckende Laufbahn hinter sich. Er wirkte unter anderem als Domkantor in Erfurt und ist seit November 2023 Assistent des Domorganisten an der Hohen Domkirche in Köln. Solche Karrieren zeigen, wie dynamisch und facettenreich die Welt der Kirchenmusik ist.

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Bastian Fuchs’ bevorstehende Herausforderung im Speyerer Dom ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch ein Zeichen für die Bedeutung von Qualität in der Musik und deren Zugänglichkeit für alle. Die Vorfreude auf den neuen Domorganisten ist groß, und die Musikliebhaber in der Region können sich auf spannende Zeiten freuen. Wer weiß, vielleicht wird Fuchs bald auch eigene Werke in den ehrwürdigen Hallen des Doms präsentieren – die Akustik wartet nur darauf, mit Leben gefüllt zu werden.