In Neumarkt, wo es am Wochenende offenbar ordentlich zur Sache ging, berichtete die Polizei von mehreren Vorfällen, die nicht gerade das Bild einer ruhigen Stadt zeichnen. Körperverletzung, Diebstähle und sogar Brände – da ist für jeden etwas dabei. Am Sonntag um 03:51 Uhr in der Hans-Dehn-Straße wurden zwei junge Männer, 18 und 19 Jahre alt, Opfer eines Übergriffs. Fünf unbekannte Täter hatten es offenbar auf die Beiden abgesehen, beleidigten sie und gingen dann zu körperlichen Übergriffen über. Der 18-Jährige wurde zu Boden gebracht und mit einem Schuh attackiert. Glücklicherweise konnte sein Begleiter fliehen, beide erlitten jedoch leichte Verletzungen. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung, und wer Hinweise hat, kann sich unter 09181/48850 melden. Es bleibt zu hoffen, dass solche Vorfälle nicht zur Regel werden.

Doch nicht nur körperliche Auseinandersetzungen sind ein Thema. In der Zeitspanne vom 25. bis 28.06.2026 wurden in Neumarkt und Postbauer-Heng gleich zwei E-Scooter der Marke Segway Ninebot E2 geklaut – der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro. Auch Sachbeschädigungen blühen offenbar, wie die Schmierereien an einer Scheunenwand und einer Lagerhalle in Riebling zeigen, die in der Nacht vom 26. auf den 27. Juni begangen wurden. Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Und das ist noch nicht alles: In Postbauer-Heng wurde der Scheibenwischer eines geparkten Fahrzeugs verbogen – ein weiterer Schaden von rund 500 Euro.

Brände und Verkehrsunfälle

Ein Brand in Pilsach sorgte für Aufsehen. Ein technischer Defekt an einem Fahrrad-Akku führte zu einem Garagenbrand, der etwa 10.000 Euro Schaden verursachte. Die Feuerwehr war schnell zur Stelle und konnte Schlimmeres verhindern. In Freystadt hatte ein 72-Jähriger beim Abbrennen von Unkraut weniger Glück: Sein Vorhaben endete in einem Flächenbrand, die Feuerwehr übernahm die Nachlöscharbeiten. Man fragt sich, ob man bei solchen Temperaturen wirklich mit Feuer hantieren sollte – aber das ist ein anderes Thema.

Die Verkehrslage ist ebenfalls angespannt. In Lauterhofen kam es zu einem schweren Zusammenstoß zweier Fahrzeuge, nachdem ein Fahrer die Vorfahrt missachtet hatte. Der Sachschaden? Rund 55.000 Euro. Auch in Neumarkt gab es einen Unfall mit einer E-Scooter-Fahrerin, die nach einer Kettenreaktion über einen Hund stürzte und sich leicht verletzte. Motorradfahrer hatten ebenfalls ihr Glück nicht auf ihrer Seite – ein Unfall bei Berching und ein weiterer Sturz blieben jedoch ohne schwere Folgen. Besonders bemerkenswert: Zwei alkoholisierte Fahrzeugführer wurden in Berching und Postbauer-Heng kontrolliert, wobei in einem Fall die Weiterfahrt verhindert wurde. Die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt.

Problematik rund um E-Scooter

Apropos E-Scooter: Die rechtlichen Aspekte sind nicht zu vernachlässigen. Ein Kfz kann durch die Fahrerin eines E-Scooters schuldhaft beschädigt werden. Der Geschädigte hat einen Direktanspruch gegen den Haftpflichtversicherer des E-Scooters – das regelt das Gesetz. Es ist spannend zu wissen, dass der Versicherer den Unfallhergang nicht einfach mit „Nichtwissen“ bestreiten kann, es sei denn, er hat alle Möglichkeiten zur Aufklärung ausgeschöpft. Ein Beispiel aus Berlin zeigt, dass das Landgericht entschieden hat, dass der Versicherer nachweisen muss, dass er alles unternommen hat, um den Unfallhergang zu klären. In vielen Fällen ist die Betriebsgefahr des Kfz des Geschädigten im Vergleich zum groben Fehlverhalten der E-Scooter-Fahrerin nachrangig.

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Die Zahlen zu E-Scooter-Unfällen in Deutschland sind alarmierend. Im Jahr 2024 gab es 11.944 Unfälle mit Personenschaden, ein Anstieg von 26,7 % im Vergleich zu 2023. Darunter waren 27 Menschen, die bei Unfällen mit E-Scootern starben. Die Mehrheit der Verunglückten waren selbst E-Scooter-Fahrer, und die häufigsten Unfallursachen sind falsche Straßenbenutzung und Fahren unter Alkoholeinfluss. Es ist erschreckend zu sehen, dass die Unfälle mit E-Scootern mittlerweile 4,1 % aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden ausmachen. Man fragt sich, ob wir – als Gesellschaft – wirklich bereit sind für diese neuen Verkehrsmittel.

All diese Vorfälle werfen Fragen auf, die über die unmittelbaren Schäden hinausgehen. Wie gehen wir mit der Sicherheit im Straßenverkehr um? Und was können wir tun, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden? Die Antworten sind komplex und erfordern ein Umdenken in der Gesellschaft.

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