Als der 1. Mai 2023 anbrach, wurde Thomas Mack zum neuen Landrat des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen ernannt. Vorher durfte er am 30. April 2023 symbolisch den Schlüssel von seinem Vorgänger Peter von der Grün in Empfang nehmen. Mit seinen 49 Jahren bringt Mack eine bemerkenswerte politische Erfahrung von 24 Jahren mit, von denen er 18 Jahre lang als Bürgermeister in Weichering tätig war. Man könnte sagen, er hat sich in der kommunalen Politik bereits einen Namen gemacht!
Trotz seiner neuen Verantwortung als Landrat möchte Mack der „Thomas von nebenan“ bleiben. Es ist ihm wichtig, den Kontakt zu den Bürgern und Mitarbeitern aufrechtzuerhalten. „Ich will, dass meine Bürotür für alle offen steht“, betont er und schafft so eine Vertrauensbasis. Er hat schon erste Gespräche mit Mitarbeitern im Landratsamt geführt und plant, die Arbeit des Kreistags zu straffen. Ausschüsse sollen zusammengelegt oder abgeschafft werden, und das Thema Gesundheitsversorgung wird zur Chefsache: Ein Gesundheitsausschuss wird es künftig nicht mehr geben.
Gesundheitsversorgung im Fokus
Mack hat ganz konkrete Vorstellungen, wie er die gesundheitliche Versorgung im Landkreis verbessern möchte. Ein Beratergremium soll eingerichtet werden, das sich intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. „Die Gesundheitsversorgung ist ein Thema, das mir am Herzen liegt“, sagt er und unterstreicht die Bedeutung des Miteinanders im Kreistag, der aus 60 Mandatsträgern verschiedener Gruppierungen, einschließlich der AfD, besteht. Mack plant, mit allen Fraktionen zu sprechen und sie einzubinden, um eine konstruktive Zusammenarbeit zu fördern.
Sein politischer Werdegang als Bürgermeister wird ihm sicher helfen, die Herausforderungen in seiner neuen Rolle zu meistern. In den letzten Wochen hat er sich intensiv vorbereitet und ist bereit, die Ärmel hochzukrempeln! Neben seiner politischen Karriere ist er auch Familienmensch und verbringt viel Zeit mit seinen zwei Söhnen, die vier und sechs Jahre alt sind. „Die Zeit mit ihnen ist für mich ein wichtiger Ausgleich zu meiner Arbeit“, sagt er schmunzelnd.
Wahlen in Neuburg-Schrobenhausen
Die Kommunalwahlen im Landkreis fanden am 8. März 2026 statt und waren ein echter Wendepunkt. Über 10,1 Millionen Wahlberechtigte in Bayern waren aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben, und die Wahlbeteiligung lag deutlich über der von 2020 (58,7 Prozent). Thomas Mack von der CSU wurde zum neuen Landrat gewählt, nachdem Roland Weigert in den Bayerischen Landtag wechselte. Es war ein spannendes Rennen, in dem Peter von der Grün (FDP) die Stichwahl mit 52,4 Prozent gegen Fridolin Gößl (CSU) gewann.
Die Ergebnisse der Wahlen waren nicht nur für Neuburg-Schrobenhausen von Bedeutung, sondern hatten auch Signalwirkung auf die bayerische Landespolitik. In Waidhofen gewannen die CSU und die Freien Wähler jeweils sechs Sitze, während die Grünen zwei Sitze erringen konnten. In Neuburg zog die CSU mit 12 Sitzen in den Stadtrat ein, während die Freien Wähler und die Grünen jeweils 8 Sitze und die AfD 5 Sitze gewannen. Die SPD musste sich mit 4 Sitzen begnügen.
Politische Rahmenbedingungen
Die allgemeinen Gemeinde- und Landkreiswahlen in Bayern sind eine essentielle Angelegenheit. Sie wählen nicht nur Mitglieder der Gemeinde- und Stadträte, sondern auch die Kreistage sowie die Landräte und Bürgermeister. Die Amtszeit dieser Mandatsträger beträgt in der Regel sechs Jahre. Interessanterweise kann die Amtszeit in einigen Gemeinden auch über die Wahlzeit des Gemeinderats hinausgehen. Die Wahlen werden von den Kommunen selbständig durchgeführt, weshalb der Landeswahlleiter hier nicht zuständig ist. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (StMI) beaufsichtigt die Wahlen. Die Auswertung und Veröffentlichung der Ergebnisse erfolgt durch das Landesamt für Statistik.
Mit der Übernahme der neuen Rolle hat Thomas Mack viel vor. Er ist fest entschlossen, die Gesundheitsversorgung im Landkreis zu einer Priorität zu machen und dabei das Miteinander der politischen Fraktionen zu stärken. Mit seiner offenen Art und einem klaren Plan im Hinterkopf könnte er der frische Wind sein, den Neuburg-Schrobenhausen dringend braucht. Und vielleicht wird er auch den einen oder anderen neuen Radweg anstoßen – denn trotz seiner Knieprobleme bleibt die Leidenschaft fürs Radfahren ungebrochen. Mal sehen, was die Zukunft bringt!