Heute ist der 22.05.2026 und in Neuburg-Schrobenhausen gibt es etwas zu besprechen, das viele Gartenbesitzer und Tierliebhaber im Ort betrifft. Es geht um die kleinen, stacheligen Freunde, die nachts durch unsere Gärten streifen: die Igel. Diese putzigen Gesellen stehen seit 2020 auf der Roten Liste gefährdeter Säugetiere. Das ist nicht nur ein hübsches Wort, sondern ein ernstes Problem. Ohne geeignete Schutzmaßnahmen könnte die Igelpopulation weiter schrumpfen. Und was hat das mit Mährobotern zu tun? Eine ganze Menge!

Der Bund Naturschutz hat eindringlich an Gartenbesitzer appelliert, verantwortungsvoll mit ihren Mährobotern umzugehen. Diese kleinen Maschinen, die uns das Rasenmähen abnehmen, können für Igel zur tödlichen Gefahr werden. Besonders in den Abendstunden, wenn die Igel auf Nahrungssuche sind, sollten Mähroboter nicht im Einsatz sein. Die Geräte erkennen nachtaktive Tiere oft nicht als Hindernis. Wenn ein Igel in Gefahr ist, rollt er sich einfach zusammen – das ist sein Schutzmechanismus! Aber gegen einen Mähroboter ist das keine gute Idee. Die Folgen? Schwere Verletzungen, Verstümmelungen und in vielen Fällen ein qualvolles Verenden.

Der Aufruf zum Schutz der Igel

Wie können wir also den Igeln in unseren Gärten helfen? Gartenbesitzer sind gefragt! Ein naturnaher, giftfreier Garten bietet nicht nur Lebensraum, sondern auch Nahrung. Wer also ein paar flache Schalen mit Wasser aufstellt (bitte kein Milch!), Igelfutter oder katzentrockenfutter ohne Getreide bereitstellt, kann schon einen wertvollen Beitrag leisten. Außerdem sind Unterschlupfmöglichkeiten wichtig: Wilde Ecken, Komposthaufen und Laubhaufen bieten Igeln ein Zuhause. Auch kleine Durchgänge in Zäunen (10×10 cm) können helfen, die Bewegungsfreiheit zu erhöhen.

Ein absolutes Muss: Mähroboter nachts abschalten und gefährliche Stellen, wie offene Kellerschächte oder unbeaufsichtigte Schwimmbecken, sichern. Und wenn man mal einen verletzten Igel findet, sollte man ihn unbedingt zu einer Igelstation bringen. Das ist nicht nur wichtig für die Igel, sondern auch für andere Tiere wie Reptilien und Amphibien.

Politische Maßnahmen in Bewegung

<pDas Thema nimmt mittlerweile auch politisch Fahrt auf. Immer mehr Städte diskutieren oder setzen bereits Nachtfahrverbote für Mähroboter um. Die Initiative wird von Umwelt- und Tierschutzverbänden wie dem WWF unterstützt, der die Bundesregierung auffordert, ein bundesweites Nachtbetriebsverbot für Mähroboter einzuführen. Das wäre ein großer Schritt, um das Risiko für Igel und andere Tiere zu verringern. Städte wie Mainz, Köln und Erfurt haben bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen. Ein Verbot, das von einer Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang gilt, könnte die Igelpopulation erheblich schützen.

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Die Zahlen sprechen für sich: Von Juni 2022 bis Oktober 2023 wurden bundesweit 370 Igel mit Schnittverletzungen gemeldet – fast die Hälfte überlebte nicht. Experten weisen darauf hin, dass es eine hohe Dunkelziffer an nicht entdeckten verletzten oder getöteten Igeln gibt. In vielen Fällen werden verletzte Igel erst Tage oder Wochen nach dem Unglück gefunden. Es ist alarmierend, vor allem wenn man bedenkt, dass der Braunbrustigel auf der Vorwarnliste der Roten Liste in Deutschland steht und international als „potenziell gefährdet“ eingestuft ist.

Inmitten all dieser Herausforderungen hat der Mähroboter-Hersteller Stihl bereits Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen. In den voreingestellten Mäh-Plänen ist eine Nachtaktivierung nicht vorgesehen, und Nutzer werden darauf hingewiesen, dass eine Nachtaktivierung zum Schutz von Kleintieren vermieden werden sollte. Dennoch bleibt der BUND bei seiner Empfehlung: Wer wirklich helfen möchte, sollte auf Mähroboter verzichten. Schließlich geht es nicht nur um die Igel, sondern auch um die vielen anderen kleinen Geschöpfe, die in unseren Gärten leben.