Am Donnerstag, dem 11. Juni, wird die Stadt Neu-Ulm ein Gesprächsforum veranstalten, das unter dem Titel „Was ist mein Neu-Ulm?“ steht. Um 18.30 Uhr öffnet die Petruskirche ihre Türen für Bürgerinnen und Bürger, die eingeladen sind, über ihre persönlichen Erfahrungen, ihre Zugehörigkeit und das Leben in der Stadt zu sprechen. Ein spannendes Format, das Raum für offene Gespräche bietet und die Meinungen der Stadtbewohner einfangen möchte!
In einer Zeit des Wandels, in der viele von uns die Veränderungen in der Stadt und Gesellschaft unterschiedlich wahrnehmen, ist es besonders wichtig, dass diese Eindrücke auch Gehör finden. Die Themen des Abends werden von alltäglichen Erfahrungen in Neu-Ulm über Gefühle der Zugehörigkeit oder Ausgrenzung bis hin zur Bedeutung von Heimat in einer sich verändernden Stadt reichen. Es wird ein Dialogformat „Sprechen & Zuhören“ verwendet, das einen strukturierten und geschützten Rahmen schafft, in dem man ungefiltert seine Gedanken teilen kann. Keine Fachkenntnisse oder vorbereiteten Beiträge sind erforderlich, was sicherstellt, dass jeder, der möchte, teilnehmen kann.
Ein Raum für Dialog und Austausch
Moderiert wird das Gesprächsforum von Susanne Socher, die dafür sorgen wird, dass alle Stimmen gehört werden. In kleinen Gruppen werden die Teilnehmenden ihre Erfahrungen austauschen, bevor es zu einem gemeinsamen Austausch im Plenum kommt. Für die Teilnehmer ist die Veranstaltung kostenfrei und es wird sogar ein kleiner Imbiss sowie Getränke bereitgestellt. Eine Anmeldung ist erwünscht und kann unter info@vh-ulm.de erfolgen. Es ist der Auftakt für weitere Bürgerdialoge in Neu-Ulm und auch für Online-Dialoge mit der Partnerstadt Meiningen, die im Herbst stattfinden werden.
Die nächste Gelegenheit, sich in Neu-Ulm zu äußern, wird am 30. September 2026 sein. Ein Termin, der jetzt schon neugierig macht, nicht wahr?
Nachhaltige Mobilität und Bürgerbeteiligung
Doch nicht nur das Gesprächsforum sorgt für Gesprächsstoff in Neu-Ulm. Die Stadt hat auch den Nahverkehrsplan ins Visier genommen. Gemeinsam mit der Stadt Ulm und dem Landkreis Neu-Ulm wird erstmalig ein eigener Nahverkehrsplan erstellt. Ziel ist es, einheitliche Qualitätsstandards für den Nahverkehr zu definieren und die Verkehre zwischen den Städten sowie dem Landkreis abzustimmen. Immerhin bilden Ulm und Neu-Ulm zusammen mit ihren rund 190.000 Einwohnern ein eng verknüpftes Oberzentrum, da ist die Zusammenarbeit unerlässlich.
Die Bürgerbeteiligung spielt hierbei eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit der SWU Verkehr und Vertretern von DING wird der Entwurf des „Zielnetzes“ im Bürgerdialog präsentiert und diskutiert. Das zeigt, wie wichtig die Meinungen der Bürger sind – nur so kann ein Nahverkehrsplan entstehen, der den Bedürfnissen aller gerecht wird.
Die Rolle der Bürgerbeteiligung
Das Gesprächsforum und die Entwicklung des Nahverkehrsplans sind Teil einer größeren Bewegung hin zu mehr Bürgerbeteiligung in der Stadtplanung. Diese Art der Mitgestaltung ist entscheidend, um Unmut in der Bürgerschaft entgegenzuwirken und Akzeptanz für politische Entscheidungen zu fördern. Der Prozess wird durch digitale Bürgerbeteiligung unterstützt, die es den Menschen ermöglicht, ihre Ideen auf interaktiven Karten einzutragen – ein modernes Format, das die Mitwirkung der Bürger auf eine völlig neue Ebene hebt.
Die Einbindung der Bürger in die Stadtentwicklung ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Denn am Ende des Tages sind es die Menschen, die in diesen Städten leben und gestalten. Also, liebe Neu-Ulmer, nutzt die Gelegenheit und bringt eure Ideen und Erfahrungen ein – eure Stadt wird es euch danken!