Das Ulmer Münster: Ein Verlust mit Geschichte und Zukunft
Heute ist der 10.06.2026 und in Neu-Ulm spürt man das Auf und Ab der Emotionen – besonders, wenn es um das Ulmer Münster geht. Bis Ende 2025 war es der höchste Kirchturm der Welt, doch das ist jetzt Geschichte. Die Sagrada Família in Barcelona hat den Titel mit ihrem neuen Christus-Turm, der durch Papst Leo XIV. geweiht wurde, für sich beansprucht. Mit einer Höhe von 172,5 Metern überragt sie das Ulmer Münster, dessen stolze 161,5 Meter jetzt etwas kleiner erscheinen. Ein Verlust, der weh tut, das gibt Wolfgang Dieterich, Geschäftsführer der Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH, unumwunden zu. Aber hey, das Ulmer Münster bleibt der höchste Kirchturm in Deutschland – und das ist auch was wert!
Und wenn man sich das Münster so ansieht, wird klar: Es hat weit mehr zu bieten als nur einen Rekord. Es ist nicht nur ein beeindruckendes Bauwerk, sondern auch ein Ort der Geschichte und des Bürgerwillens. Schließlich wurde der Grundstein bereits 1377 gelegt, um Platz für rund 20.000 Menschen zu schaffen. Und das alles ohne Bischofssitz oder Kaiserdom – einfach eine Bürgerkirche! Die Kunstschätze, die hier beherbergt werden, sind einmalig: vom Chorgestühl bis hin zu den größten Sammlungen von Totenschilden und Glasfenstern aus verschiedenen Epochen. Ein wahres Juwel, auch wenn der Weltrekord jetzt woanders steht.
Der Verlust des Rekords und die Reaktionen
Die Reaktionen auf den Verlust des Rekords sind vielfältig. Ulms Oberbürgermeister Martin Ansbacher ließ verlauten, dass es schmerzt, den Titel abzugeben. Aber er weiß auch, wie wichtig das Münster für die Stadt ist. Münsterdekan Torsten Krannich zeigt sich optimistisch, dass die Bedeutung des Ulmer Münsters nicht schwindet. „Es bleibt ein Symbol für unsere Geschichte und unsere Identität“, sagt er. Das ist doch ein schöner Gedanke, oder? Auch wenn der Rekord jetzt nach Barcelona geht, bleibt die beeindruckende Dimension und der Ausblick vom Hauptturm unverändert – und die sind einfach atemberaubend.
Ein kleiner Seitenblick auf die Sagrada Família: Diese beeindruckende Kirche soll 2026 fertiggestellt werden, um Antoni Gaudís 100. Todestag zu ehren. Mit einer Höhe von 172,5 Metern wird sie nicht nur zum höchsten, sondern auch zum wohl bekanntesten Turm der Welt. Und das nach mehr als 140 Jahren Bauzeit! Gaudí hätte sich gefreut, wenn er wüsste, wie viel Aufmerksamkeit seine Vision auch heute noch erhält.
Ein kostenloser Zugang und die Zukunft
Ein weiterer Pluspunkt für das Ulmer Münster: Der Eintritt ist kostenlos! Ein kleiner, aber feiner Unterschied zu anderen Kirchen wie dem Kölner Dom, der seit dem 1. Juli 2023 einen Eintrittspreis von zwölf Euro verlangt. Das Münster bleibt ein Ort, den man einfach so betreten kann – ein echter Luxus in der heutigen Zeit.
Doch auch ohne den Weltrekord bleibt das Münster ein wahrhaft sehenswerter Ort, der seinen Besuch wert ist. Die Dimensionen des Gebäudes und der Ausblick vom Hauptturm sind unübertroffen. Ein Spaziergang dort oben ist für viele eine Art Pilgerreise. Und so wird das Ulmer Münster weiterhin als ein Ort der Begegnung und des Staunens fungieren. Ob mit Rekord oder ohne – die Geschichte wird weitergehen.
