Heute ist der 9.07.2026, und das Prinzregententheater in München bereitet sich auf ein ganz besonderes Event vor. Die letzte Neuproduktion der Münchner Opernfestspiele 2026 steht an: „Alcina“ von Georg Friedrich Händel. Vor 20 Jahren gab es die letzte Inszenierung dieser Barockoper, und nun wird das Publikum erneut in die zauberhafte Welt von Alcina entführt. Regisseurin Johanna Wehner und Dirigent Stefano Montanari haben sich zusammengetan, um diese zeitlose Geschichte auf die Bühne zu bringen, und die Hauptrolle wird von der beeindruckenden Jeanine De Bique verkörpert.

Um die Handlung kurz zu skizzieren: Ruggiero, ein Held mit einem gebrochenen Herzen, wird von der mächtigen Magierin Alcina in ihren Bann gezogen. Doch das Schicksal nimmt seinen Lauf, als seine treue Verlobte Bradamante alles daran setzt, ihn zurückzugewinnen. „Alcina“ wurde 1735 in London uraufgeführt und erlangte schnell großen Ruhm, vor allem im Covent Garden. Interessanterweise gilt Alcina auch als Vorbild für viele starke weibliche Figuren in der Filmgeschichte. Es ist spannend zu sehen, wie viele Facetten eine solche Figur bieten kann.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Münchner Opernfestspiele haben eine lange Geschichte mit Händels Werken. Sir Peter Jonas, der von 1994 bis 2006 die Barockoper in München etablierte, brachte in dieser Zeit gleich 14 Neuproduktionen auf die Bühne, darunter neun Händel-Opern. Seine Inszenierungen, wie „Giulio Cesare“ und „Ariodante“, waren nicht nur musikalische Highlights, sondern auch visuelle Erlebnisse. „Giulio Cesare“, inszeniert von Richard Jones und Nigel Lowery, brachte humorvolle und karikaturistische Elemente mit sich, während David Aldens „Ariodante“ die emotionalen Untiefen der menschlichen Beziehungen thematisierte.

Das Bühnenbild von Ian MacNeil, das den Verfall eines Barockschlosses widerspiegelt, hat die Zuschauer immer wieder in seinen Bann gezogen. Ann Murray, die in „Ariodante“ die Hauptrolle übernahm, erhielt begeisterte Kritiken – ein Zeichen dafür, wie sehr die Darsteller in der Lage sind, die Emotionen und die Dramatik der Stücke einzufangen. Neben positiven Rückmeldungen gab es jedoch auch gemischte Kritiken für andere Darsteller, was zeigt, wie subjektiv Kunst sein kann. Aber das macht es auch so spannend, oder?

Ein Blick nach vorne

Die Premiere von „Alcina“ wird am 13. Juli 2026 um 20:03 Uhr live von BR Klassik übertragen. Das Bayerische Staatsorchester hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte in der Aufführungspraxis alter Musik gemacht, und es bleibt abzuwarten, wie sie sich bei dieser Inszenierung schlagen werden. Die Vorfreude auf die Aufführung ist spürbar, und die Erwartungen sind hoch. Wer weiß, vielleicht wird diese Inszenierung ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte der Barockoper in München schreiben.

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Also, wenn Sie in der Nähe sind, verpassen Sie nicht die Gelegenheit, in die magische Welt von Händels „Alcina“ einzutauchen. Es verspricht, ein unvergesslicher Abend zu werden, und wer weiß, vielleicht wird Ruggiero am Ende ja doch von seiner wahren Liebe zurückgeholt.

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