Aktuell sorgt das Verschwinden einer 24-jährigen Frau aus Baden-Württemberg für große Besorgnis in der Region Mühldorf am Inn. Seit Mittwochmittag, dem 15. April 2026, wird Larissa L. vermisst. Der letzte bekannte Aufenthaltsort der jungen Frau war ein Bauernhof in Mößling. Die Polizei befürchtet, dass sich Larissa in einer hilflosen Lage befinden könnte, was die Dringlichkeit der Suche erhöht.

Bereits am Samstag, dem 16. April, gab es einen entscheidenden Hinweis: Larissa lud ihr Mobiltelefon im Bereich Stetten (Gemeinde Niedertaufkirchen) auf. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, die bis jetzt ohne Erfolg blieben, hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders Zeugen aus den Bereichen Stetten und Rohrbach werden dringend gebeten, sich zu melden.

Beschreibung der Vermissten

Larissa L. wirkt auf den ersten Blick jünger als sie ist; sie sieht eher aus wie 17 Jahre alt. Sie ist etwa 1,65 Meter groß, schlank und hat eine helle Hautfarbe. Auffällige Merkmale sind ihre größere, nach vorne stehende Nase sowie ihre schulterlangen, dunkelbraunen, leicht lockigen Haare, die sie meist zu zwei Pferdeschwänzen gebunden trägt. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie in einer weiten schwarzen Hose mit Seitentaschen, einer blauen Sweatjacke, einer bordeauxfarbenen Jacke und dunklen Schuhen gekleidet. Verhaltensauffälligkeiten wie der fehlende Augenkontakt beim Sprechen und das häufige Lachen in sich hinein könnten ebenfalls Hinweise auf ihren psychischen Zustand geben.

Suchmaßnahmen und Öffentlichkeitsfahndung

Am 17. April wurde eine große Suchaktion mit rund 170 Einsatzkräften aus verschiedenen Organisationen, darunter Feuerwehren, Rettungsdienst, THW, DLRG, Wasserwacht und Rettungshundestaffeln, organisiert. Diese umfasste das Durchkämmen von Freiflächen, den Einsatz von Mantrailer-Hunden, Drohnen, Booten und sogar eines Polizeihubschraubers. Leider mussten die Suchmaßnahmen in den Abendstunden erfolglos abgebrochen werden, da keine neuen Hinweise vorlagen. Infolge der Dringlichkeit wurde am 16. April eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet.

Hintergründe zur Vermisstenfahndung

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sich seit seiner Gründung 1951 mit der Bearbeitung von Vermisstenfällen befasst. Eine Person gilt als vermisst, wenn sie unerklärlich von ihrem Aufenthaltsort fernbleibt und eine Gefahr für Leib oder Leben angenommen wird. Besonders Erwachsene haben das Recht, ihren Aufenthaltsort zu wählen, solange keine akute Gefahr besteht. Bei vermissten Minderjährigen wird jedoch von einer Gefahr für Leib oder Leben ausgegangen, was sofortige Maßnahmen nach sich zieht.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die örtliche Polizeidienststelle ist in solchen Fällen für die unmittelbare Personensuche zuständig. Es werden groß angelegte Suchmaßnahmen eingeleitet, die auch auf die Unterstützung durch Bereitschaftspolizei und lokale Rettungsdienste zurückgreifen. Aktuell sind in Deutschland rund 9.100 Vermisstenfälle registriert, und täglich werden etwa 200 bis 300 neue Fahndungen erfasst. Die Polizei ruft die Bevölkerung auf, bei der Suche nach Larissa L. zu helfen und Hinweise unter der Telefonnummer 08631/3673-0 an die Polizeiinspektion Mühldorf zu übermitteln.