Heute ist der 26.06.2026, und die Hitze hat Mühldorf am Inn fest im Griff. Die Temperaturen steigen – da hilft kein Schattenspender mehr. In dieser kritischen Zeit hat das Veterinäramt Mühldorf einen wichtigen Appell an die Nutztierhalter gerichtet. Es geht um das Wohl der Tiere, das in dieser heißen Phase besonders gefährdet ist. Halter von Rindern, Schafen, Ziegen, Pferden und Geflügel müssen jetzt besonders achtsam sein. Ein bisschen Wasser hier, ein schattiges Plätzchen da – das reicht nicht. Es geht darum, die Haltungsbedingungen anzupassen und die Tiere vor Hitzestress zu schützen.

Hohe Temperaturen haben nicht nur Auswirkungen auf den Wasserbedarf der Tiere, sondern können auch gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Ein ständiger Zugang zu sauberem Trinkwasser ist unerlässlich. Wenn die Tiere auf der Weide sind, sollte die Wasserversorgung regelmäßig überprüft werden – da kann man nicht einfach darauf vertrauen, dass alles läuft. Die Funktionsfähigkeit der Tränkeeinrichtungen muss gewährleistet sein. Denn Hitzestress kann schnell zu einem erhöhten Krankheitsrisiko führen. Es ist also an der Zeit, Verantwortung zu übernehmen und aktiv zu handeln.

Hitzestress erkennen und handeln

Hitzestress ist heimtückisch. Oft beginnt er schleichend mit einer geringeren Futteraufnahme und verändert das Verhalten der Tiere. Bei Rindern, zum Beispiel, kann das dazu führen, dass sie weniger Milch geben – und das können sich die wenigsten Betriebe leisten. Auch Schweine reagieren empfindlich: Sie zeigen unruhiges Liegeverhalten und haben ein höheres Risiko für Kreislaufversagen. Und die Geflügel? Die hecheln und haben Schwierigkeiten, ihren Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht zu halten. Hier ist also schnelles Handeln gefragt!

Die Tierhalter müssen nicht nur auf die Außentemperaturen achten. Ein Index aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit gibt ein viel klareres Bild über die tatsächliche Belastung der Tiere. Es ist nicht nur wichtig, die Wasserversorgung zu prüfen, sondern auch das Stallklima zu optimieren – Luftgeschwindigkeit und gezielte Kühlung können hier wahre Wunder wirken. Und auch an die Fütterung sollte gedacht werden. Bei Hitze ist vielleicht eine Anpassung der Fütterungsstrategie nötig, um die Tiere vor den negativen Auswirkungen des Hitzestresses zu schützen.

Die Herausforderungen des Klimawandels

Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor enorme Herausforderungen. Steigende Temperaturen führen dazu, dass immer mehr Tiere unter Hitzestress leiden. Zudem breiten sich neue Tierkrankheiten aus, und die Futterversorgung wird oft durch häufigere Dürren erschwert. Man muss sich vorstellen, wie es für die Tiere ist, bei über 24 Grad Celsius in einem Stall ohne ausreichende Belüftung zu leben – das ist kein schöner Gedanke. Und wenn man dann noch bedenkt, dass die Tierhaltung selbst zur Erderwärmung beiträgt, wird einem ganz anders.

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Es ist also wichtig, dass die Betriebe nicht nur kurzfristig reagieren, sondern auch langfristige Strategien entwickeln. Dabei spielt die Zucht eine entscheidende Rolle. Robustere Tiere, die auch unter Hitze stabil bleiben, könnten die Lösung sein. Gleichzeitig muss das Weidemanagement angepasst werden, um den Tieren Schatten und Wasser zu bieten. Und das alles ist ein Balanceakt: Wie viel Energie steckt man in die Kühlung, ohne dabei die Produktivität zu gefährden? Hier müssen klare Zuständigkeiten und Risikogruppen definiert werden.

In dieser hitzigen Zeit sind Kommunikation und Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette unerlässlich. Jeder muss seinen Teil beitragen, um das Wohl der Tiere zu gewährleisten und gleichzeitig wirtschaftlich zu arbeiten. Denn letztendlich ist Stabilität im Betrieb nicht nur gut fürs Tierwohl, sondern auch für die eigene Geldbörse.

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