Modulbau für Schliersee: Ein visionäres Wohnprojekt nimmt Gestalt an
Heute ist der 19.06.2026 und in Schliersee tut sich etwas Spannendes. Die Gemeinde hat große Pläne: An der Nagelspitzstraße in Neuhaus soll ein neues Wohngebäude in Modulbauweise entstehen. Ein Konzept, das nicht nur modern, sondern auch kosteneffizient ist. Bürgermeister Florian Reinthaler schätzt, dass die Kosten um stolze 30 bis 40 Prozent niedriger ausfallen werden als bei herkömmlichen Bauweisen. Das klingt vielversprechend, nicht wahr?
Der Gemeinderat hat sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen, was für die Bürgerinnen und Bürger ein gutes Zeichen ist. Auf gut 800 Quadratmetern soll ein Gebäude entstehen, das nicht nur Platz für mehrere Wohnungen bietet, sondern auch die Möglichkeit, die Wohnraumsituation in der Region zu verbessern. Ursprünglich war sogar ein Verkauf des Grundstücks im Gespräch, doch die Gemeinde hat sich für den kommunalen Wohnungsbau entschieden. Ein kluger Schachzug, wie ich finde.
Die geplanten Wohnungen
Das neue Gebäude wird insgesamt sieben Wohnungen beherbergen. Im Erdgeschoss ist eine Wohnung mit etwa 70 Quadratmetern geplant, dazu kommen zwei weitere mit je 45 Quadratmetern. Im Obergeschoss wird es vier weitere Wohnungen geben, ebenfalls mit einer Fläche von 45 Quadratmetern. Interessanterweise wird es keinen Keller geben, dafür einen Technikbereich, was bei der Planung sicherlich einige Überlegungen mit sich brachte.
Ein Bodengutachten hat ergeben, dass keine Tiefengründung notwendig ist. Das spart Zeit und Kosten. Mit Abmessungen von 16,12 Metern in der Länge, 14,20 Metern in der Breite und einer Wandhöhe von 6,10 Metern wird das Gebäude eine markante Erscheinung in der Nachbarschaft abgeben. Aber – und das ist wichtig – die Außentreppen stehen im Widerspruch zur Gestaltungssatzung, wie Wolfgang Mundel von der CSU anmerkte. Ein Punkt, der noch diskutiert werden muss.
Finanzierung und Zeitplan
Für den Bau sind im aktuellen Haushalt 1,2 Millionen Euro vorgesehen, allerdings sind diese Mittel nur für drei der geplanten Wohneinheiten kalkuliert. Der Quadratmeterpreis für zukünftige Mieter steht noch in den Sternen; ein Kriterienkatalog für die Vergabe der Wohnungen wird derzeit erarbeitet. Ein weiterer Aspekt, der sicher noch für Gesprächsstoff sorgen wird.
Der Bauantrag muss noch gestellt werden, und eine Fertigstellung in diesem Jahr wird nicht erwartet. Das ist ein wenig enttäuschend, aber man möchte ja auch sicherstellen, dass alles richtig gemacht wird. Inzwischen gibt es auch Verzögerungen bei der Fertigstellung des Mietgebäudes an der Miesbacher Straße, die durch die Insolvenz eines Verputzers verursacht wurden. Hier sollen die Mieter voraussichtlich im Herbst in das ehemalige Eisenbahnergebäude einziehen. Die Sanierung und Erweiterung auf insgesamt acht Wohneinheiten wird die Gemeinde etwa drei Millionen Euro kosten, wobei eine staatliche Förderung von 1,3 Millionen Euro erwartet wird.
Ein Blick in die Zukunft
Mit diesen Entwicklungen zeigt die Gemeinde Schliersee Engagement für den Wohnungsbau und die Schaffung von Wohnraum. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt final entfalten wird. Aber eines ist sicher: Die Pläne für die Modulbauweise sind ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Ein bisschen Aufregung in der Gemeinde, die zeigt, dass man bereit ist, neue Wege zu gehen. Wer weiß, vielleicht wird dieser Wohnungsbau ein Vorbild für zukünftige Projekte in der Region!
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