Es gibt Neuigkeiten aus der beschaulichen Gemeinde Neuhaus, die so manchem Bewohner ein mulmiges Gefühl im Bauch bereiten. Der Netzbetreiber Telefonica hat den Funkmast im Kurpark abgebaut. Ja, genau – der, der bisher für die mobile Erreichbarkeit sorgte. Nun sind Telefonanrufe und Internetnutzung für die Telefonica-Kunden in Neuhaus und Teilen von Schliersee stark eingeschränkt. Bürgermeister Florian Reinthaler, selbst betroffen und mit einem Zweithandy ausgestattet, hat sich zu Wort gemeldet. Er kritisiert die mangelhafte Kommunikation seitens Telefonica und fordert dringend eine Lösung.

Ein neuer Standort für die Sendeanlage wurde bereits gefunden: Im Feuerwehrhaus wird am 11. Juli eine Einweihung gefeiert. Doch die Unterlagen für die neue Sendeanlage fehlen noch. Irgendwie ein bisschen chaotisch, oder? Die Bürger sind frustriert und fordern bessere Telefonverbindungen. Rechtsanwalt Friedrich Wilhelm Lehmann bringt es auf den Punkt, wenn er die Verbindungen als „katastrophal“ bezeichnet. In Deutschland gibt es immer noch diese sogenannten „weißen Flecken“, wo die telefonische Kommunikation nicht ausreicht – das kann doch nicht sein!

Netzabdeckung und die Rolle der Bundesnetzagentur

In Deutschland sieht die Lage bei der Mobilfunknetzabdeckung zwar insgesamt recht gut aus – fast flächendeckend ist 2G verfügbar und 97,5 Prozent der Fläche werden von mindestens einem Anbieter mit 4G versorgt. Aber das hilft den Menschen in Neuhaus und Schliersee herzlich wenig. Die interaktive Mobilfunk-Karte der Bundesnetzagentur zeigt deutlich die weißen Flecken, die immer wieder für Gesprächsstoff sorgen. Die Bundesnetzagentur prüft die Daten der Mobilfunkanbieter, sorgt für Plausibilität und Vergleichbarkeit und hat sogar eine Funkloch-App in petto. Auf lange Sicht soll die Mobilfunkversorgung verbessert werden, das ist das Ziel der Versorgungsauflagen.

Die Netzbetreiber haben bereits bei einer Auktion im Jahr 2019 Mobilfunkfrequenzen ersteigert. Dabei wurden Auflagen erteilt, die bis Ende 2022 die Versorgung von 98 Prozent der Haushalte mit mindestens 100 Mbit/s in jedem Bundesland gewährleisten sollten. Und auch die Autobahnen sollten mit schnellem Internet versorgt werden. Die Hoffnung auf Besserung schwebt über den schneebedeckten Gipfeln der Alpen und den sanften Hügeln des Voralpenlandes. Die Bürger haben ein Recht auf eine stabile Verbindung, besonders in einer Zeit, in der das digitale Leben immer präsenter wird.

Die Bundesnetzagentur hat nicht nur die Pflicht, die Mobilfunkanbieter zu überwachen, sondern auch die Verantwortung, die Verbraucher zu schützen. Immerhin ist der Mobilfunk mehr als nur ein Mittel, um zu telefonieren. Navigation, Streaming und das Surfen im Internet – das alles gehört heute zum Alltag. Umso mehr ist es ein Schlag ins Gesicht der Bürger, wenn die Verbindungen ausbleiben und die Kommunikation ins Stocken gerät. Die Frage nach der Angemessenheit der Auflagen wird immer lauter. Wie viel Geduld sollen die Menschen in Neuhaus und Schliersee noch aufbringen?

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Die Situation bleibt angespannt und die Bürger hoffen auf schnelle Lösungen. Ein Mobile Radio Trailer wurde als Überbrückung auf einem privaten Grundstück errichtet – so etwas kann doch nicht die Dauerlösung sein! Wie lange wird es noch dauern, bis die Versprechen der Netzbetreiber endlich eingehalten werden? Die Geduld der Menschen ist nicht unendlich, und die Forderungen nach einem besseren Mobilfunknetz werden lauter. Vielleicht können wir bald wieder ganz normal telefonieren und im Internet surfen – ohne dass uns der Empfang einen Strich durch die Rechnung macht.

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