Im Gewerbegebiet Nord in Memmingen tut sich gerade einiges – und zwar ganz schön Großes! Der Logistikdienstleister Dachser, mit Sitz in Kempten, hat die Pläne für eine neue Logistikanlage vorgestellt, die mit einer Investition von beeindruckenden 30 Millionen Euro in die Region gepflanzt wird. Fertiggestellt werden soll das Ganze im Frühjahr 2027, und die Vorfreude ist bereits spürbar. Man kann sich vorstellen, wie die Bauarbeiten in vollem Gange sind, während die ersten Lkw schon bald die neuen Wege befahren werden.
Die Logistikanlage wird mit einer Fläche von insgesamt 11.000 Quadratmetern für den Warenumschlag aufwarten, dazu kommen 1.000 Quadratmeter Bürofläche und 2.750 Quadratmeter Lagerfläche. Hier können bis zu 125 Lkw gleichzeitig be- oder entladen werden. Das klingt nach einem echten Logistik-Hotspot! Und nicht nur das – Dachser setzt auf moderne Standards in Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Ein digitaler Zwilling zur automatischen Vermessung von Packstücken wird hier ebenso zum Einsatz kommen wie eine Photovoltaikanlage mit 1 Megawatt Peak auf dem begrünten Dach. Das sind doch mal zukunftsweisende Ansätze!
Arbeitsplätze und Umschlag
Bis Mitte 2027 werden rund 90 neue Arbeitsplätze geschaffen, was die Region Memmingen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozial bereichern wird. Nach der Fertigstellung werden über 900 Mitarbeitende im Logistikzentrum Allgäu tätig sein. Das Logistikzentrum ist übrigens nicht irgendein Standort – es ist der größte operative Standort von Dachser weltweit! Täglich werden hier 2.000 Tonnen Industriegüter und 3.000 Tonnen Lebensmittel umgeschlagen. Ein ganz schön gewaltiger Umfang, wenn man darüber nachdenkt.
Pro Jahr werden dabei unglaubliche 1,3 Millionen Sendungen transportiert. Und für die Lagerung stehen Platz für knapp 200.000 Paletten zur Verfügung. Da fragt man sich: Wie schaffen die das nur? Nun, die Antwort liegt nicht nur in der Infrastruktur, sondern auch in der Technologie. Dachser erzeugt überwiegend selbst Energie für das Hochregallager über die bereits erwähnte Photovoltaikanlage. Sollte die Sonne mal nicht scheinen, wird CO2-neutraler Strom aus 100% Wasserkraft bezogen.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) wird ebenfalls in Erwägung gezogen, um die Energieeffizienz weiter zu steigern. Das neue Warehouse wird an das Fernwärmenetz eines regionalen Heizkraftwerks angeschlossen, was bedeutet, dass Wärme bezogen und überschüssige Energie zurück ins Netz eingespeist werden kann. Das klingt nicht nur nachhaltig, sondern auch richtig clever! Auch der Naturschutz wird nicht vernachlässigt: Durch umfassende Bepflanzung des Betriebsgeländes in Abstimmung mit der Stadt Memmingen wird ein Ausgleich geschaffen. Und das Regenwasser? Das wird dem Grundwasserhaushalt zugeführt. Hier ist wirklich an alles gedacht.
Die Digitalisierung bleibt dabei nicht auf der Strecke. Führerlose Transportsysteme könnten bald den Warenverkehr in den Hallen übernehmen. Auch Roboter finden immer mehr Einzug in die Logistik. Fortschritte in der 2D- und 3D-Bildverarbeitung ermöglichen es diesen Helfern, mit einer breiten Warenvielfalt umzugehen. Man darf gespannt sein, wie sich die Technik in den nächsten Jahren entwickeln wird. Die Vorstellung eines Logistikzentrums, in dem Roboter und Menschen Hand in Hand arbeiten, ist nicht mehr so weit hergeholt, wie man vielleicht denkt.
Insgesamt zeigt sich, dass Dachser mit dieser Logistikanlage in Memmingen nicht nur auf Wachstum setzt, sondern auch auf Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt. Ein spannendes Projekt, das man im Auge behalten sollte, während sich die Logistiklandschaft in Deutschland und darüber hinaus weiterentwickelt.