Jubiläum des Taekwondo-Club Unterallgäu: 25 Jahre Kampfgeist und Gemeinschaft
Am vergangenen Wochenende wurde in Memmingen ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Der Taekwondo-Club Unterallgäu durfte stolz sein 25-jähriges Bestehen begehen. Die Feierlichkeiten fanden in den heimeligen Räumlichkeiten des Vereins statt. Das Thermometer kletterte auf über 30 Grad – für die Kinder eine große Herausforderung, aber auch eine Chance, ihre Fähigkeiten zu zeigen. Bei schweißtreibenden Temperaturen lernten sie, wie sie Hebel und Griffe richtig ansetzen können. Oldrich Hartel, ein erfahrener 5. Dan im Ju-Jutsu, übernahm die Leitung eines Lehrgangs zur Selbstverteidigung für Erwachsene. Wer hätte gedacht, dass man bei so viel Hitze auch noch kämpfen kann?
Der erste Vorsitzende des Vereins, Thomas Hatzelmann, eröffnete die Feier und sprach seinen Dank an alle Anwesenden aus. Natürlich war auch der stellvertretende Landrat Christian Seeberger gekommen, um den Sportlern und Unterstützern seine Anerkennung auszusprechen. Wolfgang Wassermann, der Gründungsvorsitzende, nahm sich die Zeit, die bewegte Geschichte des Vereins zu erläutern. Hatzelmann ehrte außerdem einige langjährige Mitglieder für ihre Treue zum Verein – 10, 15 und sogar 25 Jahre sind für einen Sportverein eine beachtliche Zeit.
Ein Tag der offenen Tür mit viel Action
Am darauffolgenden Sonntag fand dann ein Tag der offenen Tür statt, der die Türen für alle Interessierten weit öffnete. Es war ein Fest der Begegnungen und des Austauschs. Sportler zeigten beeindruckende Vorführungen, die beim Publikum großen Anklang fanden. Die Atmosphäre war lebhaft, das Lachen der Kinder und die Begeisterung der Zuschauer waren ansteckend. Es war einfach eine Freude, die Gemeinschaft zu erleben, die im Taekwondo-Club Unterallgäu gepflegt wird.
Der Verein selbst wurde im Jahr 2001 gegründet und hat sich seitdem zu einem familiären Ort entwickelt, der alle Interessierten – vom Anfänger bis zum Sportprofi – herzlich willkommen heißt. Das Training wird für jede Altersklasse ab etwa 6 Jahren angeboten, was den Verein besonders attraktiv macht. Taekwondo, die koreanische Kunst der Selbstverteidigung, hat sich seit ihrer Entwicklung im Jahr 1955 für das koreanische Militär zu einem modernen olympischen Kampfsport gewandelt. Die Werte des Taekwondo, wie Respekt und Disziplin, werden hier großgeschrieben und durch regelmäßige Zeremonien und Verhaltensregeln vermittelt.
Eine lange Tradition und spannende Entwicklung
Die Wurzeln des Taekwondo reichen tief in die koreanische Kultur zurück. Bereits vor über 1500 Jahren wurden in Korea verschiedene Kampfkünste praktiziert. Subak und Taekgyeon, die ihren Ursprung in der koreanischen Geschichte haben, sind nur einige Beispiele. Mit den Einflüssen aus diesen traditionellen Kampfkünsten entwickelte sich Taekwondo über die Jahre weiter. Nach dem Ende der japanischen Besatzung 1945 kamen Koreaner, die in Japan Karate gelernt hatten, zurück und gründeten die ersten Taekwondo-Schulen. Und so wurde Taekwondo schrittweise zu dem Sport, den wir heute kennen.
Die Entwicklung setzte sich fort, 1959 wurde die erste Koreanische Taekwondo-Vereinigung gegründet. Der Sport gewann zunehmend an Popularität und wurde 2000 in Sydney sogar als olympische Disziplin anerkannt. In Deutschland ist die Deutsche Taekwondo Union dem Welt-Taekwondo (WT) angeschlossen und hat über 58.000 Mitglieder. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie weitreichend und dynamisch der Taekwondo-Sport geworden ist.
Was bleibt, ist die Faszination des Taekwondo, die auch in Memmingen spürbar ist. Die Gürtelfarben, die vom weißen Anfänger bis zum schwarzen Meister reichen, erzählen Geschichten von harter Arbeit und Hingabe. Und das alles beginnt in einem kleinen Verein, der Menschen jeden Alters zusammenbringt – um zu trainieren, zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen.
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