In Memmingen tut sich was! Die DLRG Memmingen/Unterallgäu hat kürzlich einen großen Schritt in der Wasserrettung gemacht. Vier erfahrene Taucher haben die anspruchsvolle Prüfung zur Einsatztaucher-Qualifikation, Stufe 1 (ET1), erfolgreich abgelegt. Man könnte sagen, das ist wie ein Ritterschlag im Taucherland! Unter diesen vier Helden sind drei aus der DLRG Memmingen/Unterallgäu und einer aus Dillingen. Alle hatten bereits eine anerkannte CMAS-Zertifizierung – die tauchen also nicht zum ersten Mal ins kalte Wasser. Diese neue ET1-Umschreibung ist eine willkommene Ergänzung zu ihrem bereits vorhandenen Know-how.
Die Tauchausbildung war alles andere als ein Spaziergang. Über ein Jahr hinweg wurden die angehenden Einsatztaucher in DLRG-spezifischen Einsatzabläufen, Ausrüstung sowie Sicherheits- und Kommunikationsstandards geschult. Man kann sich vorstellen, dass Herausforderungen wie Eistauchen und das Arbeiten unter Wasser nicht für schwache Nerven sind! Tobias Weimer, der stellvertretende Leiter Einsatz und Tauchausbilder, hob hervor, wie viel Zeit durch die Anerkennung der bestehenden Qualifikationen gespart werden kann. Das macht die DLRG Memmingen/Unterallgäu zu einer noch schlagkräftigeren Truppe im Wasserrettungsdienst.
Einsatzbereitschaft rund um die Uhr
Diese ehrenamtlichen Retter stehen Tag und Nacht bereit. Sie sind immer bereit, Menschen in Not zu helfen, sei es bei der Suche nach Vermissten oder bei Einsätzen, die die Feuerwehr unterstützen. Letztes Jahr, am 31. August 2025, wurde die DLRG um 12:42 Uhr zu einem tragischen Vorfall alarmiert. Eine leblosen Person im Wasser – das klingt schon mal nach einem ernsthaften Einsatz. Doch während der Anfahrt kam die beruhigende Nachricht, dass die Person bereits an Land gesichert war. Ein Glück in diesem Unglück!
Der Einsatzleiter Wasserrettung (ELWR) entschloss sich, dennoch weiterzufahren, um die Situation vor Ort zu dokumentieren. Leider konnte der Notarzt nur noch den Tod der verunfallten Person feststellen. Es war ein harter Moment für alle Beteiligten. Der gesamte Einsatz dauerte rund eine Stunde und endete um 13:57 Uhr. Neben der DLRG waren auch das Bayerische Rote Kreuz Memmingen, die Johanniter-Unfall-Hilfe und die Polizei im Einsatz. Ein Zusammenspiel, das zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit verschiedener Organisationen ist.
Wasserrettungsdienst – eine wichtige Aufgabe
In Deutschland ist die DLRG die zentrale Organisation für den Wasserrettungsdienst. Sie überwachen Badestrände und greifen bei Notfällen im Wasser ein – sei es bei Badeunfällen, Bootsunglücken oder sogar Eissituationen. Das ist ein ganzheitlicher Ansatz, der sich nicht nur auf Menschen beschränkt, sondern auch Tieren in Not das Leben retten kann. Die DLRG organisiert diesen Dienst eigenständig, mit Wasserrettungsstationen an Seen, Flüssen und Küsten. Aber nicht überall sind die Gewässer bewacht, das hängt von der örtlichen Gliederung und den Aufträgen ab.
Die Wasserretter führen nicht nur Einsätze durch, sie leisten auch Erste-Hilfe-Maßnahmen in der Nähe des Wassers. Es ist ein verantwortungsvoller Job, der ständige Wachsamkeit erfordert. Im Sommer sind die Strände voll, und die Gefahr, dass etwas passiert, ist immer präsent. Aber die DLRG ist bereit – und mit jedem neuen Einsatztaucher wird die Wasserrettung in Memmingen stärker und effektiver. Die Helden in Blau sind immer zur Stelle, wenn es darauf ankommt!