Heute ist der 11.05.2026 und in Deutschland stehen die Zeichen auf Protest. In einem Land, das in den letzten Jahren immer wieder mit rechtsextremen Strömungen konfrontiert war, ist der Widerstand ungebrochen. Zahlreiche Demonstrationen, Workshops und Events sind für den Monat Mai geplant, um ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Die verschiedenen Protestaktionen finden in allen Bundesländern statt – von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen, von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg. Und das Beste: Online-Events sind ebenfalls am Start, um auch diejenigen zu erreichen, die nicht persönlich teilnehmen können.

Ein paar spannende Online-Events sind hier im Angebot: Am 07. Mai 2026 um 17:00 Uhr geht es los mit „Demokratie in Gefahr?!“ – einer Veranstaltung mit Dr. Michael Parak, die sicher einige interessante Perspektiven aufwirft. Am 12. Mai um 19:00 Uhr gibt’s dann ein bundesweites Neuentreffen, gefolgt von einem Treffen der Berliner Lokalgruppe „AfD-Verbot Jetzt!“ am 28. Mai. Das Engagement ist vielfältig und die Themen sind brennend aktuell.

Termine im Überblick

Die Proteste sind nicht nur digital – auch vor Ort wird mächtig mobilisiert. In Baden-Württemberg beispielsweise stehen folgende Termine an: Am 1. Mai um 17:00 Uhr in Tübingen beim offenen Plenum „AfD-Verbot Jetzt“, gefolgt von weiteren Veranstaltungen in Heidelberg, Aalen und Freiburg. Auch in Bayern wird nicht gekleckert, sondern geklotzt: Am 1. Mai um 15:00 Uhr in Erlangen gibt es eine Mahnwache, die unter dem Motto „Unterschreibe für AfD Verbot Jetzt“ steht. München ist auch dabei, mit einer Mahnwache der „Omas gegen Rechts“ am 2. Mai um 11:00 Uhr.

Berlin hat ebenfalls einiges zu bieten: Am 3. Mai versammeln sich die Menschen am Bebelplatz zum Motto „Nächster Halt: Sonntag!“. Einige Tage später, am 5. Mai um 15:30 Uhr, wird am Brandenburger Tor für Menschenrechte demonstriert. Und auch in Städten wie Bremen, Hamburg, Hessen und Brandenburg stehen zahlreiche Aktionen auf dem Plan. Die Liste könnte ewig weitergehen. Die Vielfalt der Aktionen ist einfach beeindruckend und zeugt von einem breiten gesellschaftlichen Engagement.

Ein Blick auf die Hintergründe

Die Protestwelle, die seit 2024 in Gang ist, wurde durch Enthüllungen über Geheimtreffen der AfD ins Rollen gebracht. Im Februar 2026 gab es bereits massive Proteste gegen Auftritte von AfD-Politikern. Ein Bündnis aus „Garath tolerant und weltoffen“ und dem DGB hat sich in Düsseldorf-Garath formiert, um gegen Björn Höcke zu demonstrieren, der von der AfD als „Hochburg“ betrachtet wird. Auch in Dortmund versammeln sich Tausende gegen den Empfang der AfD im Rathaus. Diese Mobilisierung ist keine spontane Reaktion, sondern das Ergebnis eines wachsenden Bewusstseins für die Gefahren, die von rechtsextremen Ideologien ausgehen.

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Die AfD hat in Umfragen besorgniserregende Werte erreicht – bundesweit bis zu 26%, in Ostdeutschland sogar bis zu 40%. Dies wird von den kommenden Landtagswahlen, die in acht Bundesländern stattfinden, zusätzlich angeheizt. Das Ziel der Anti-AfD-Demonstrationen ist klar: ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und den Schutz unserer Verfassung setzen. Die Organisatoren kommen aus verschiedenen Bereichen – von DGB über ver.di bis hin zu lokalen Bündnissen und Initiativen wie „Omas gegen Rechts“ und „Seebrücke“. Digitale Vernetzung über soziale Netzwerke hilft dabei, die Mobilisierung voranzutreiben und auch jüngere Menschen zu erreichen.

Friedliche Mobilisierung für ein besseres Morgen

Die Mehrheit der Demonstrationen verläuft friedlich und kreativ, was das Engagement noch einmal unterstreicht. Die Menschen sind bereit, sich zu engagieren – sei es durch Petitionen, finanzielle Unterstützung oder die Teilnahme an Online-Veranstaltungen. In einer Zeit, in der die Demokratie auf der Kippe steht, ist es ermutigend zu sehen, wie viele Menschen ihre Stimme erheben und für ein besseres Morgen kämpfen. Die anstehenden Aktionen zeigen: Es gibt noch Hoffnung und unzählige Möglichkeiten, sich für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft einzusetzen.

In diesem Sinne bleibt nur zu sagen: Geht hin, informiert euch, engagiert euch! Die Stimme der Zivilgesellschaft ist entscheidend. Und vielleicht sieht man sich ja auf einer der zahlreichen Veranstaltungen – denn zusammen sind wir stark!