125 Jahre FSV: Ein Fest der Gemeinschaft in der Schüttersmühle
Am Samstag, den 20. Juni 2026, war es endlich so weit: Der Fränkische Schweiz-Verein (FSV) feierte in der Schüttersmühle in Pottenstein sein 125-jähriges Bestehen. Ein wahrlich festlicher Anlass, der nicht nur Vereinsmitglieder, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Region anlockte. Die Schüttersmühle, ein historischer Ort und Gründungsstätte des Vereins, bot die perfekte Kulisse für dieses Jubiläum.
Die Feierlichkeiten starteten mit einem gemütlichen Biergartenbetrieb, musikalisch umrahmt von den Juramusikanten aus Hohenmirsberg. Die Klänge der Musik vermischten sich mit dem Duft frisch gezapften Bieres und dem fröhlichen Lachen der Gäste. Rund 175 geladene Gäste, darunter auch Staatsminister Thorsten Glauber, fanden sich ein, um mit dem FSV zu feiern. Christian Weber, der Vorsitzende des Vereins und gleichzeitig Bürgermeister von Pottenstein, begrüßte alle herzlich und freute sich sichtlich über die große Resonanz.
Theateraufführung zum Jubiläum
Ein weiteres Highlight des Abends war die Neuaufführung des Theaterstücks „Der Schmied von Pottenstein“, das eigens für diesen Anlass von Daniel Leistner, dem Intendanten der Faust-Festspiele, inszeniert wurde. Das Stück versprach nicht nur historische Einblicke, sondern auch eine unterhaltsame Darbietung, die das Publikum in ihren Bann ziehen sollte. Um 20:00 Uhr war es dann soweit: Die Zuschauer, aufgeregt und gespannt, nahmen ihre Plätze ein, während die letzten Sonnenstrahlen durch die Fenster der Mühle fielen.
Die Bedeutung des FSV in der Region ist nicht zu unterschätzen. Mit etwa 6800 Mitgliedern und 44 Ortsgruppen in den Landkreisen Bamberg, Bayreuth, Forchheim und Kulmbach sowie in Städten wie Nürnberg und Erlangen ist der Verein der größte Heimatverein in der Fränkischen Schweiz. Das 125-jährige Bestehen ist nicht nur ein Grund zum Feiern, sondern auch ein Zeichen für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, den der FSV über die Jahre hinweg gefördert hat. Im Jahr 2001 wurde der Verein sogar mit der Eichendorff-Plakette ausgezeichnet, was seine Bedeutung und seinen Einfluss unterstreicht.
Ein Blick in die Zukunft
Die Feierlichkeiten sind jedoch nicht nur ein Rückblick auf die Vergangenheit, sondern auch ein Blick in die Zukunft. Christian Weber, seit dem 16. Mai 2025 Vorsitzender des Vereins, hat große Pläne für die kommenden Jahre. Die FSV-Jugend und die Wanderjugend Bayern waren ebenfalls vor Ort, um die jüngeren Generationen zu ermutigen, sich aktiv in die Vereinsarbeit einzubringen. Die gute Laune und der Zusammenhalt spürten alle, die an diesem Abend anwesend waren.
Wenn man darüber nachdenkt, wie die Fränkische Schweiz und ihre Vereine über die Jahre gewachsen sind, wird einem klar, dass solche Feiern nicht nur der Nostalgie dienen. Es ist ein Ausdruck von Identität, Zusammengehörigkeit und der Liebe zur Heimat. Und genau das wurde an diesem Abend in der Schüttersmühle spürbar – ein Fest, das in Erinnerung bleiben wird, nicht nur für den FSV, sondern für die gesamte Region.
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