Im Landkreis Landshut, wo die Idylle oft trügt, bahnen sich merkwürdige Aktivitäten an. Seit Anfang dieser Woche häufen sich die Meldungen über betrügerische Teerkolonnen, die es auf die Bürger abgesehen haben. Das Polizeipräsidium Niederbayern hat bereits einen dringenden Warnhinweis herausgegeben, denn was sich hier abspielt, ist alles andere als harmlos.

Am 19. Mai 2026 kam es in Schalkham zu einem Vorfall, der ebenso skurril wie beunruhigend ist. Ein 61-jähriger Anwohner wurde von Bauarbeitern angesprochen, die ihm kostenlos übrig gebliebenen Teer anboten. Natürlich war der Mann zunächst skeptisch – wer würde schon etwas umsonst schenken? Doch nach einigem Zögern stimmte er zu, und schon kurze Zeit später rollten zwei Lkw und mehrere Pkw auf sein Grundstück. Die Arbeiten begannen, und die Qualität? Na ja, die war, sagen wir mal, ausbaufähig. Am Ende forderten die Arbeiter die stolze Summe von 4000 Euro. Unter Druck setzte der Mann eine niedrigere vierstellige Summe in bar, nur um die Arbeiter so schnell wie möglich von seinem Grundstück zu bekommen. Und dann? Weg waren sie.

Das typische Vorgehen der Betrüger

Die Polizeiinspektion Rottenburg a.d.Laaber hat mittlerweile die Ermittlungen aufgenommen. Und das ist erst der Anfang! Eine Stunde später meldete ein Bürger der Polizeiinspektion Vilsbiburg weitere Arbeiter mit polnischen Fahrzeugen, die Teerarbeiten anboten. Zwei Fahrzeuge mit polnischer Zulassung wurden in Baierbach entdeckt. Die Insassen, zwei Männer im Alter von 32 und 35 Jahren mit polnischem Hintergrund sowie ein 30-Jähriger mit britischer Staatsangehörigkeit, hatten nicht nur keine Gewerbeberechtigung, sondern waren auch schon mehrfach durch ähnliche Betrügereien aufgefallen.

Das typische Vorgehen dieser Betrüger ist erschreckend einheitlich: Sie klingeln an der Haustür, geben sich als Bauarbeiter aus und bieten an, Einfahrten günstig mit „übrig gebliebenem Teer“ zu erneuern. Und wie es der Zufall will, sind die nachfolgenden Arbeiten von grottenschlechter Qualität, während die Forderungen nach Bezahlung immer exorbitanter werden. In Rottenburg a.d.Laaber, Hohenthann, Bayerbach bei Ergoldsbach und Oberdörnbach wurden ähnliche Fälle gemeldet. Die Polizei warnt eindringlich, keine Haustürgeschäfte abzuschließen, Barzahlungen zu vermeiden und auf ordnungsgemäße Rechnungen zu bestehen.

Was tun im Betrugsfall?

Die Meldungen über solche Betrugsfälle nehmen zu, und das ist wahrlich kein Zufall. Es wird geraten, im Zweifelsfall die Polizei zu informieren, um Bedrohungen zu melden und Belege zu sichern. Das klingt vielleicht nach einer Überreaktion, aber die Realität zeigt, dass diese Betrugsmasche in Deutschland bereits hunderte Male angewendet wurde. Die Tricks der Betrüger sind so alt wie die Zeit selbst: Sie kassieren im Voraus oder während der Arbeiten, um dann einfach zu verschwinden, ohne ihre Versprechen einzuhalten.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein paar Tipps zum Schutz sind ebenfalls empfehlenswert: Notieren Sie das Nummernschild der Betrüger und informieren Sie die Polizei. Schließen Sie keine Haustürgeschäfte ab und zahlen Sie Handwerker niemals im Voraus, auch wenn die Versuchung groß ist. Bestehen Sie auf eine Rechnung und zahlen Sie lieber per Überweisung. Solche Vorsichtsmaßnahmen könnten Ihnen viel Ärger und Geld sparen.

Die aktuelle Situation in Landshut ist alarmierend und erfordert unser aller Aufmerksamkeit. In einer Welt, in der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwommen sind, sollten wir wachsam bleiben und uns nicht von verlockenden Angeboten blenden lassen. Denken Sie daran: Wenn es zu schön klingt, um wahr zu sein, dann ist es das wahrscheinlich auch.