Heute ist der 28.05.2026, und wir blicken auf die Situation der Rettungswache des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Dießen am Ammersee. Diese Wache, die fast 150 Jahre alt ist, hat in letzter Zeit gehörig an Charme eingebüßt. Risse in den Wänden, die Garderobe und Umkleide entsprechen nicht mehr den modernen Standards. Die Garage? Nun ja, die kann nicht mehr als einen einzigen Rettungswagen aufnehmen – das ist, gelinde gesagt, suboptimal. In Zeiten, in denen die Einsätze immer weiter zunehmen (über 2600 im Jahr 2022, von 1535 im Jahr 2010), ist das ein echtes Problem, das nicht länger ignoriert werden kann.
Der BRK-Kreisverband Landsberg am Lech hat nun die Unterstützung der Marktgemeinde eingefordert, um einen neuen Standort zu finden. Andreas Lehner, der Geschäftsführer des BRK, hat schon vor vier Jahren auf die Missstände hingewiesen. Ein Statiker hat sich die Risse im Mauerwerk angeschaut, doch eine Rückmeldung blieb aus. Das ist irgendwie frustrierend, oder? Ein neuer Standort auf einer gemeindeeigenen Freifläche zwischen der Rotter Straße und der Landsberger Straße könnte die Lösung sein. Hier könnte nicht nur die Rettungswache profitieren, sondern auch die Wasserwacht, die ebenfalls ihre Schwierigkeiten hat.
Gespräche über die Zukunft
Bürgermeisterin Sandra Perzul hat bereits Gespräche mit dem BRK über gemeindliche Grundstücke und private Pachtmöglichkeiten bestätigt. „Es ist wichtig, die BRK-Rettungswache in Dießen zu erhalten“, sagt sie. Aktuell sind noch einige Gespräche nötig, um das sinnvollste Grundstück zu finden. Man könnte fast meinen, es gibt da einen gewissen Druck von Seiten der Bevölkerung. Schließlich betreut die Rettungswache ein Gebiet mit 30.000 bis 40.000 Einwohnern. Eine neue, moderne Wache könnte also nicht nur die Arbeitsbedingungen für die Rettungskräfte verbessern, sondern auch die Reaktionszeiten bei Notfällen verkürzen.
Bernd Brach, Geschäftsführer des ZRF, hat die Wache als „eindeutig in die Jahre gekommen“ bezeichnet. Das ist ein bisschen untertrieben, oder? Wenn man die Einsätze und die damit verbundenen Herausforderungen betrachtet, ist es an der Zeit, dass hier etwas passiert. Ein Gutachten zur Situation der Dießener Einsatzwache wird vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement erstellt, und es bleibt abzuwarten, was dabei herauskommt.
Die Rolle der Integrierten Leitstelle
Über die Wichtigkeit der Rettungsdienste in städtischen und ländlichen Gebieten spricht auch BRK-Landesgeschäftsführer Robert Augustin. Die Integrierte Leitstelle des BRK spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie koordiniert die Einsätze rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. So versorgt sie mehrere Gebietskörperschaften in Bayern und sorgt dafür, dass Hilfe schnell und professionell ankommt. Wenn das nicht beeindruckend ist! Hier wird Unterstützung ab dem ersten Gespräch geboten und Extremsituationen werden schnell in den Griff bekommen. Das ist der Qualitätsanspruch, den sich die Menschen erwarten dürfen.
Was bleibt? Ein Gefühl der Dringlichkeit. Die Umstände sind klar: Die Rettungswache in Dießen braucht dringend einen neuen Standort, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein. Die Gespräche sind im Gange, und wir können nur hoffen, dass bald positive Nachrichten kommen. Denn eines ist sicher: Die Menschen in Dießen und Umgebung verdienen einen verlässlichen Rettungsdienst, der auch in Zukunft bereit ist, schnelle Hilfe zu leisten.